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Mars
 
Mars

Der Mars besitzt den größten Berg des Sonnensystems - den 26 km hohen Olympus Mons.



Marsbahn

Der Mars besitzt das größte bekannte Schluchtensystem: Valles Marineris. Es ist über 4.000 km lang, bis an die 200 km breit und an die 7 km tief. Der Grand Canyon in Arizona erscheint dagegen wie eine Rinne.

Ein Marstag ist fast so lang wie der auf der Erde. Er dauert 24 Stunden und 38 Minuten.




Die Oberfläche des Mars ist ungefähr genauso groß wie die Landfläche der Erde. [21]



Der Mars hat nur ein Zehntel der Masse der Erde und etwa ein Drittel deren Anziehungskraft.



Der Mars besitzt zwei kleine Monde Phobos (Furcht) und Deimos (Schrecken) mit jeweils 22 und 12 km Durchmesser. Die geringe Dichte und ihre unregelmäßige, zerfurchte Form sprechen dafür, dass sie zwei eingefangene Asteroiden sind. Aufgrund ihrer sehr kleinen Größe wurden sie erst 1877 entdeckt.





Die beiden Marsmonde wurden bereits im 16. Jahrhundert von Johannes Kepler vorhergesagt, jedoch nicht mit Hilfe von mathematischen Berechnungen, sondern aufgrund eines Irrglaubens nach einer vermeintlichen kosmischen Ordnung. Als er erfuhr, dass Galileo mit seinem astronomischen Fernrohr die vier großen Monde des Jupiters entdeckt hatte, schloss er sofort daraus, dass der Mars zwei Monde besitzen müsse.



Der innere und der größere Mond Phobos rast mit einer Geschwindigkeit von 7 h 39 min 14 sec um den Mars. Weil er für seinen Umlauf weniger Zeit benötigt als der Marstag dauert, hat das zur Folge, dass er analog zu irdischen künstlichen Satelliten im Westen aufgeht, schnell über den Himmel zieht und schließlich im Osten unter dem Horizont verschwindet. Seine Umlaufbahn nimmt jährlich etwa 18 Millimeter ab. Das bedeutet, dass er spätestens in 50 Millionen Jahren auf den Mars abstürzen wird. Da die recht lockere Zusammensetzung von Phobos dafür spricht, dass er teilweise aus Eis bestehen muss, kann dies zur Folge haben, dass er auseinander gerissen und einen Ring um den Planeten bilden wird.



Für die ferne Zukunft wird Phobos als Zwischenstation für bemannte Marsmissionen in Betracht gezogen. Sollte der Mars im Rahmen einer Terraforming-Aktion in einigen Jahrhunderten für die Menschen bewohnbar gemacht werden sollen, könnten die beiden Marsmonde darin eine wichtige Rolle spielen. Um einen künstlichen Treibhauseffekt hervorzurufen, könnte man die beiden Monde auf dem Mars zum Absturz bringen. Über einen Sinn und moralische Verantwortung solcher Eingriffe zu beurteilen, soll die Aufgabe künftiger Generationen werden.



Falls das Leben auch außerhalb der Erde entstanden sein sollte, so wäre der Mars der geeignetste Kandidat dafür. Den ersten, wenn auch umstrittenen Hinweis darauf lieferten 1976 die Viking-Sonden. Zwanzig Jahre später sorgte der Meteorit ALH 84001 für Aufsehen, als man in ihm fossile Überreste außerirdischer Mikroorganismen entdeckt zu haben glaubte. Vielleicht bringen uns die europäische Beagle-Sonde und die zwei Zwilling-Rover, die im Winter 2003/2004 auf dem Mars landen sollen, einen Schritt näher zu der Erkenntnis.


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