Sie sind hier: Startseite >> Verteiltes Rechnen >> Projekte

direkt zum Projekt

EvoChess

Uni Dortmund

Verteiltes Rechnen
Verteiltes Rechnen
· News
· Projekte
· QuickInfo
· Team-Mitglieder
· Diskussionsforum
· Human Projects
Regenerative Energien
Werbung
 
Interaktion
Interaktion
· Bannerwerbung
· Team beitreten
· News schreiben
· News grabben
Disziplin

aktiv?

kommerziell?

Ergebnisse

Team

Community

News und Kommentare

Evolutionsforschung - Schach

nein

-

-


Projektbeschreibung

EvoChess ist im Rahmen einer Diplomarbeit am Lehrstuhl für Systemanalyse des Fachbereichs Informatik der Universität Dortmund entstanden. Das Projekt befasst sich mit der Evolutionstheorie, die man auf dem Schachbrett nachzuspielen versucht. Der Grundgedanke von EvoChess ist genial einfach: statt ein neues leistungsstarkes Schachprogramm zu schreiben, lässt man es züchten! Ein interessantes Konglomerat aus Evolutionsbiologie und KI-Forschung.

Heutige Schachprogramme, wie intelligent sie auch sein mögen, werden von Menschen geschrieben. Sie bedienen sich ausgeklügelter Algorithmen und der wachsenden Rechenleistung, um nach der brute-force-Methode möglichst tiefer in das Spiel zu blicken. Die vom Computer in Betracht gezogenen Züge sind größtenteils unsinnig, was viel Zeit und Rechenaufwand kostet.

Die Idee von EvoChess besteht darin, die Programme nach der Evolutionstheorie selbstständig entwickeln zu lassen. Das Ablauf sieht folgendermaßen aus: Eine Population, bestehend aus mehreren Schachprogrammen - genannt Individuen -, läuft eine auf das Schachspiel begrenzte Evolution durch. Jedes Individuum ist ein Schachprogramm ohne jegliche Theoriekenntnisse und ohne Eröffnungsbibliotheken. Falls ein unerfahrenes Individuum gewinnt, sammelt es Erfahrung, auf die es im nächsten Spiel zurückgreifen kann. War ein Individuum in mehreren Spielen erfolgreich gewesen, wächst seine Spielstärke, bis es irgendwann mal Reife erlangt. Ab diesem Punkt der Entwicklung können Individuen ihre Erfahrung durch Paarung an die Nachkommen weitergeben.

Ein Individuum besteht aus drei Modulen (Suchtiefe, Stellungsbewertung und Zugsortierung), deren Bestandteile durch Paarung oder Mutation individuell verändert werden können. Dabei kommt ein Programm heraus, das seine persönlichen Strategien entwickelt, falls sie in vergangenen Partien zum Erfolg geführt haben. Ferner können sogenannte Reisende (Individuen anderer Teilnehmer von EvoChess) zwischenzeitig in die Population aufgenommen werden und ihre Gene mit Individuen Ihrer Gruppe vermischen. Die Lebensdauer eines solchen Individuums hängt von seiner Spielstärke ab; spielt es zu schwach - wird es durch ein Neues ersetzt, behauptet es sich im Kampf mit dem Gegner, darf das Individuum seine Gene weitergeben.

Applet

Applet

EvoChess ist ein Java-Applet. Um das Programm ausführen zu können, braucht man Java 1.3 von Sun. Man kann es sich direkt von der Betreiberseite inklusiv EvoChess herunterladen, allerdings sind es stolze 13.7 MB. Der Applet läuft sehr stabil, doch um ihn permanent im Hintergrund laufen zu lassen, ist seine Priorität zu hoch gesetzt. Setzt man sie jedoch mit dem Task-Manager auf "Niedrig" (Windows 2000), stört das Programm gar nicht mehr, wenn es im Hintergrund rechnet.

Die Bedienung des Applets ist weitgehend selbsterklärend. In der Mitte des Fensters ist ein Schachbrett, wo Individuen nacheinander gegen Schwarz antreten. Über dem Schachbrett befinden sich weitere Funktionen zur Verwaltung Ihrer Population, Statistiken sowie eine Fortschrittsanzeige. Um Reisende aufzunehmen, braucht man nur online zu gehen und EvoChess im Hintergrund laufen lassen.

Siehe auch: Distributed Chess


Direkt zu EvoChess zur Projektübersicht

Zuletzt geändert: 16. February 2010

wiki.sah

Seite empfehlen  Weblinks  Sitemap  Community  Lexikon  Newsmeldungen
Volltextsuche
Quick-Links
· Mein InfoCenter
· Forum
· Galerie
· Weblinks
· Quiz
· Login
· Registrieren
Forum-login

impressum | kontakt | disclaimer |

© by Science@home.de