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Autor Thema: Glaube  (Gelesen 35915 mal)
ApFel
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« Antworten #45 am: Juli 04, 2005, 05:28:26 »

Zitat
Für einen Hindu haben die Ansichten des Papstes vielleicht wenig Bedeutung. Ich werde aber als Ungläubiger durch die Ideen der Kirchen beeinflusst (zB Sonnatgs geschlossene Läden) und deswegen stört mich das Ganze halt etwas.
Schon aber wenn die kath. Kirche Umfragen der Wissenschaft boykottiert ( siehe Italien ) so werden Ungläubige schon beeinflusst und gerade solche Dinge machen einen dann schon sehr wütend.
Apropo AIDS hab ich leider nichts vom Papst gehört die Umfrage des Live Aid zu unterstützen. Als Ungläubiger wird man dann schon immer skeptischer der Kirche gegenüber.
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goerke
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Beiträge: 2


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« Antworten #46 am: Juli 19, 2006, 09:54:53 »

Zitat
Dieser Gott ist ein Gott, der sich nicht zurückgezogen hat

Der älteste hebräische Konsonantentext ist die 7,5 Meter lange Jesajarolle aus Qumram, entstanden um 180 B.C. Zurzeit sind etwa 5000 Handschriften bekannt, währen der Reformationszeit gab es einzig den Codex Bezae, dessen 406 Seiten in Latein und Griechisch die Universität Cambridge besitzt. Die lateinischen Bibelzitate von Tertullian um 200 A.C. sind die ältesten noch erhaltenen Texte. Etwa 100 griechische Papyri mit kleineren Textteilen stammen aus der Zeit vor 300 A.C. Daneben gibt es Evangelientexten wie den Sinaiticus und den Vaticanus aus dem 4. Jahrhundert. Die Unterschiede zwischen hebräischen Texten und der altgriechischen Septuaginta sind erheblich. Hauptgrund sind die fehlenden Vokale in Hebräisch und ein einheitliches Sprachwissen zusammen mit Nachschlagwerken. Die Evangelisten haben 5 Generation nach Christus aus ihnen bekanntem Material und Mythen ohne jede Kenntnis anderer Text eifrig drauf los phantasiert. Der Mythos der Sintflut, die Altersanggaben sowie 5- und 6-stellige Personenzahlen (4.Mose 2, 2.Cr 26:12) sind Fehler oder Angeberei. Genannte Personenzahlen differieren erheblich wie in 2.Sam 8:4 mit 1.Chro 18:4, in Esra 2:3 mit Nehemia 7:8 und weitere.

Die Ernährung und Ausrüstung von Millionen in einer Halbwüste mit Grabstockbau und Wildpflanzen ist unmöglich, der Ackerbau wurde erst um 1100 B.C in Mesopotamien begonnen. Die 603.550 wehrfähigen Männer Israels (4.Mos 1:46) bedingen eine Bevölkerung von vielen Millionen. Die 273 Erstgeburten (4.Mos 3:46) bei einer steinzeitlichen Lebenserwartung von etwa 30 Jahren reduzieren die Bevölkerung auf unter 3.000. Ohne Dezimalsystem bei totalem Analphabetismus war Zählen über 10 reiner Zufall. Die Zahl NULL wird erst nach 500 A.C. ins Zahlensystem eingeführt, Vorzeichen bzw. negative Zahlen noch viel später und haben Rechnen mit großen Zahlen erst ermöglicht. Die Sumerer nutzten ab 2500 B.C. die NULL als Schriftzeichen ohne sie ins Zahlensystem zu integrieren. Die Entzifferung dieser Sprache gelang Creswicke Rawlinson nach dem Fund der mehrsprachigen Behistun Inschrift im Jahre 1851. Man versuche nur ohne Dezimalsystem mit römischen Zahlen die Multiplikation  LXIV * CXXVII = zu lösen. Enosch (Enoch) war im hebräischen Bibeltext 65 Jahre alt, über den altgriechischen Text ist er in der Lutherbibel bereits 905 Jahre alt - typische Fehler aus Unwissen und dem Hang durch Übertreibung Textstellen zu erhöhen.

Das Hochland Palästinas südlich Jerusalem bis zum Tal von Beersheva ist extrem unfruchtbar, nach archäologischen Funden haben dort nur einige Hundert Menschen in einer nomadischen Kultur gelebt. Die biblische Stadt Gerar, in der Abrahams Sohn Isaac auf Abimelech den König der Philister trifft (1.Mos 21), war ein winziges Dorf. Die ersten Philister haben hier nach 1200 B.C. gesiedelt. Die Kamele Abrahams (1. Mos.24) sind erst nach 1100 B.C. als Haustiere domestiziert worden. Jakobs Heirat mit Lea und Rachel vom Stamm der Aramäer kann erst nach deren Existenz ab 1100 B.C. erfolgt sein. Beim Kampf David gegen Goliath waren Helenen anwesend, das war frühestens 200 Jahre nach Saul. Das Königreich Davids hat es wahrscheinlich nicht gegeben, es war eine Erfindung König Ahabs als Werbung und Wunschtraum. Die Siedlung Nazareth wird erstmalig unter Kaiser Constantin (280 A.C bis 337 A.C.) erwähnt, eine Existenz zur Zeitenwende ist nicht einmal bewiesen. In den Schriften des Paulus entstanden ab 50 A.C. existiert weder die Doktrin der jungfräuliche Geburt Jesu noch der Name seines Vaters, dafür aber der seiner Geschwister. Viele sogenannte Texte des Paulus sind nur Plagiate unbekannter Autoren.

Die Auferstehung Christi als zentrales Dogma der Christenheit wird dazu gedichtet, im ältesten Text wird nur ein leerer Sarg erwähnt. Die Lehre von der ewigen Verdammnis ist eine Erfindung des Mittelalters. Die Sintflut wird vom Gilgamesch Epos (Schreiber Sin-leqe-uninni) kopiert, am Euphrat sind Überschwemmungen ein beinahe jährliches Ereignis. Dort war die Arche mit 3 x 3 Meter aus dem Holz der Hütte gezimmert, die Flut dauert 7 Tage. Die Dreifaltigkeit Gottes wird von Bischof Athanasius um 390 A.C. von heidnischen Triaden übernommen, nachdem Theophilus erstmals um 168 A.C. das Wort im Brief an Autolycus benutzte. Davor existiert der Vers 1.Joh 5:7 nicht. Ebenso ist es mit den heiligen 3 Königen und deren Namen. Im nahen Osten gab es keine Äpfelbäume, die von Eva gereichte Frucht der Erkenntnis war – wenn überhaupt - eine Feige. Das hebräische Wort eretz wird je nach Text mal als Erde, mal als Land übersetzt. Die Teilung des roten Meeres durch Moses ist ein Übersetzungsfehler, im alten Text ist von einem Schilfmeer die Rede. Das Wort junge Frau (alma) im Syriacus Sinaiticus wird falsch als Jungfrau (bethulah) übersetzt und begründet so 431 A.C. auf dem Konzil zu Ephesus den Marienkult, der vom heidnischen Kult um Ischtar, Aschera und Artemis kopiert wird. Auch andere Religionen überhöhen Personen durch eine jungfräuliche Geburt wie etwa Mithra, Yoraster, Horus, Krishna, Bacchus, Prometeus, Indra.

Die Konzile von Laodicea (363 A.C) und Carthage (397 A.C) schließen Bücher wie Offenbarung, Weisheit, Tobit, Judith, und Makkabäer aus. Weitere Texte  über einen Messias in Aramäisch, Hebräisch und Altgriechisch wie das Nazaräer Evangelium, das Ebionäer Evangelium, das Hebräer Evangelium, das Evangelium der Zwölf oder einzelne Jesus Logien werden ebenfalls ausgeschlossen. Auf den frühen Konzilen ging es neben der Häresie der Eunomianer, der Arianer, der Semiarianer, der Sabellianer, der Marcellianer, der Photinianer und der Apollinaristen  um Macht und Pfründe. Mord und Bestechung war unter den Bischöfen wie unter Papst St.Cyril üblich und werden berichtet. Der 383 A.C. von Papst Damasus I beauftragte Vulgata-Verfasser Hieronymus warnte in den vielen differierenden Quellen wäre schwerlich die Wahrheit anzutreffen und berichtet auch über geheime Urtexte. Erst nach 500 Jahren löst seine Vulgata die kurze Bibel Vetus Latina ab.
Nach Erhebung zur Staatsreligion 380 A.C. verbrennt die römische Amtskirche alte Texte sofern sie damaligen Dogmen zuwider laufen wie etwa die Schriften des „Origenes“ oder die Bibliothek in Alexandria. Christliche Priester wie etwa Markus von Arethusa oder Kyrill von Heliopolis wurden sogar als "Tempelzerstörer" berühmt. Das "Decretum Gelasianum" aus dem Jahr 496 vom römischen Konzil ist der älteste Index verbotener Bücher. Auch fordert die Kirche vom Kaiser die Verfolgung aller Religionen von Andersdenkenden. Auf Ausübung heidnischer Gottesdienste steht seit 356 die Todesstrafe, im sechsten Jahrhundert erklärte man Heiden für  rechtlos.
Die Vulgata  wird 1590 A.C. unter Papst Sixtus V. als Bibel „Editio Sixtina“ revidiert und kirchenamtlich für fehlerlos erklärt. Sie war voller Fehler, wurde notgedrungen unterdrückt und 1592 A.C. unter Papst Clemens VIII durch die fehlerlose „Editio Clementina“ ersetzt. Auch sie enthielt viele Fehler und wurde 1598 A.C. erneut ersetzt. Die Rede von einer gefälschten Bibel ist weitaus zutreffender als die Behauptung des Gegenteils. 1199 A.C verbietet Papst Innozenz jegliche Lektüre der Bibel in privaten Zusammenkünften. Wieso die Bibel auf der Synode von Tarragona 1234 A.C auf den Index kommt, deren Besitz bis 1478 A.C. sogar mit dem Tode bestraft wird, ist mit göttlicher Offenbarung der ewigen Wahrheit unvereinbar. Papst Pius IX erklärt 1870 die Bibel sei ohne Irrtum, Gott sei ihr Urheber und der heilige Geist habe sie diktiert. Unter Papst Pius X wird die unfehlbare und ewig wahre Vulgata durch die Nuovo Vulgata abgelöst, Gott hat sich doch geirrt.
Dabei bleibt 1.Tim-4 erhalten, der alle als Heuchler und Lügenredner bezeichnet, die die Ehe und bestimmte Speisen verbieten. Das haben Papst Benedikt VIII und Kaiser Heinrich II nicht gelesen, als sie 1022 A.C die Heirat für alle Priester untersagen. Die römische Metropole Pompeji hatte um 70 A.C. etwa 2.000 Einwohner, die Zentren im heiligen Land allenfalls 250 Einwohner. Auf 10 Orte kam etwa eine Person die lesen konnte, auf 100 Orte ein Gelehrter der auch schreiben konnte. Die Jünger Jesu waren Handwerker und Fischer, mit Sicherheit alles Analphabeten die weder Latein noch Griechisch sprachen. Wer hat also die Evangelien seiner Jünger geschrieben und über Jesus und seine Taten berichtet, keines davon ist in Palästina entstanden. Wer die Bibel als ewige Wahrheit definiert, sollte sagen welchen der Texte er meint.

Wo ist da drin Gott yu finden ?
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