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2820 Beiträge in 621 Themen von 1349 Mitglieder
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Autor Thema: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf  (Gelesen 13037 mal)
-=Draven=-
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112077869 Draven2k4
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CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« am: April 03, 2004, 03:16:58 »

Ich denke mal das das hier mit reinpasst  Augen rollen

/Zitat
Nach der Klage der IFPI gegen einzelne Tauschbörsennutzer fordert der Chaos Computer Club zum Boykott der von der IFPI vertretenen Musikverlage auf. Die Branche solle nicht den Nutzern die Schuld geben, wenn sie selber den Beginn des Informationszeitalters verschlafen und es versäumt hat, ihr Geschäftsmodell an die digitale Welt anzupassen.
Zitatende/

Allen Musikliebhabern empfehle ich dann doch den weiteren Text des CCC zu lesen Smiley

Orginal Text: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf

Banner zur Unterstützung findet ihr hier

Ich denke mal wenn wir nun der Musik Industrie nicht zeigen das sie nicht alles machen können werden wir bald von den großen Labels nur noch Musik Müll bekommen bzw eine CD kaufen die nach einmal hören sich auflöst (in den USA gibt es schon PromoDVDs die man 1x abspielen kann bzw die nur wenige std halten)
Oder ohne die Total überwachung nichts mehr machen können. Die Kauf Portale der Musik Industrie sind auch nicht gut. Wenn ich mir Musik kaufe will ich die auch hören können und nicht an einen PC gebunden sein weill mein Player das Format nicht kann und/oder der Player im Internet nicht nachfragen kann ob ich das Musik Stück überhaupt hören darf (Big Brother is watching you).
Naja das ist ein kleiner Teil meiner Meinung Zwinkernd

Desweiteren ist es schon unverschämt vom Vorstandsvorsitzende der GEMA die Leute die  Privatkopie machen auf die selbe Stufe wie Kinderschänder und Rechtsradikale zu stellen.

Das sagt ein Canadischer Richter zu den Klagen der Musik Industrie in Canada
Attac verurteilt Klagen der Musikindustrie

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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #1 am: April 05, 2004, 11:54:33 »

Die Musikindustrie ist selber schuld, wenn sie meint, die Musik als eigentlicher künstlerischer Schöpfungsakt lasse sich industrialisieren und nach Belieben produzieren. Das ist die Antwort der Musikliebhaber, dass sie für Mist keinen müden Cent ausgeben wollen. Dass die Musikindustrie ihre potentielle Kunden Terroristen gleichstellt, finde ich, vorsichtig ausgedrückt, besorgniserregend. Damit wären wir dem Totalitarismus einen Schritt näher, der vom Staat kontrolliert, aber von der Industrie gelenkt wird.
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BarneyGumble
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #2 am: April 29, 2004, 07:47:08 »

Ich denke dass Musik ja eigentlich eine Kunstform darstellt. Somit sind die Musiker Künstler, stellen also nichts wirklich Lebenswichtiges her und müssten eigentlich damit zufrieden sein, was die Kunstkonsumenten (also die Musikliebhaber) ihnen für ihre Kunst geben wollen. Der Eintritt in ein Kunst-Museum z.B. ist ja nicht für die ausstellenden Künstler sondern für die Betriebsunkosten des Museums. Ein Strassenmaler der mit Kreide z.B. eine Mona Lisa auf den Gehweg malt, wird auch nicht auf die Idee kommen zu sagen: "Sie haben jetzt 5 Minuten meine Mona Lisa angeguckt, da bekomm ich 5€ von Ihnen!" oder "Gucken Sie weg, sie haben nicht bezahlt"

Aber Musik und Film sind zu einem Wahsinnsgeschäft mutiert und der künstlerische Anspruch des Puplikums wird immermehr zum 'Störfaktor'! Ganz nach dem Motto: "Die sollen zahlen und nicht meckern!"

Eines muss aber meiner Ansicht nach aber auch mal gesagt werden: Es wird häufig das Argument verwendet, das die Musik ja soviel schlechter wäre wie früher! (Nach dem Motto: Früher war alles besser...) Das kann ich so nicht nachvollziehen, denn: Musik die das Puplikum nicht mag, wurde auch früher nicht gekauft und es steht ja gottseidank nach wie vor jedem Menschen frei die Musik zu hören die ihm gefällt!

Was allerdings deutlich schlechter wurde, ist die Klangqualität kommerzieller Musik. Diese Verschlechterung ist messbar: eine gut ausgesteuerte LP kommt auf einen Dynamikbereich von bis zu 160 DB. Eine normale Musik-CD hat 96 DB. Das einzige "Klangargument" für die CD ist die Rausch- und Knackserfreiheit wobei Rauschen und Knacksen eigentlich weniger mit Klangqualität zu tun haben sondern eher mit dem Zustand des Tonträgers und der Qualität der Aufnahme.
Und da liegt für mich der Hund begraben: Die Musikindustrie wollte einen billiger, leichter und mit gleichbleibender Qualität, reproduzierbaren Tonträger haben. Also haben sie die CD eingeführt. Irgendwie müssen diese Damen und Herren damals auf einem anderen Planeten gelebt haben. Sonst hätten sie bemerken müssen, dass durch die superschnelle Entwicklung der Computer im Heimbereich (z.B. vom ZX-81 über den legendären C64 bis zum heutigen P4 mit CD- und/oder DVD-Brenner....) jeder der sich dafür interessiert Kopien der heutigen (Klangmässig schlechteren) Tonträgern herstellen kann ohne weitere Klangeinbussen befürchten zu müssen. Es wurde also für jeden einfacher eine hochqualitative Kopie zu erstellen, nicht nur für sie!

Ausserdem wurden die Tonträger unverhältnismässig verteuert obwohl die Herstellungskosten deutlich gesunken sind: Früher fielen für eine LP etwa 2,-- DM Produktionskosten an. Eine CD wird heute für etwa 0,30 € produziert. Das hat zumindest mal ein Pressesprecher der BMG (Bertelsmann Music Group: Ariola, Geffen, Chrysalis,....) im SAT1 Frühstücksfernsehen behauptet! Da die meisten Musiker wohl kaum horrende Gagen durchsetzen konnten muss man sich doch fragen, wer das viele Geld einstreicht!

Dieser Strafverfolgungswahn, den die Musikindustrie derzeit schürt, ist für mich nur ein Zeichen dafür, das sie den Hals einfach nicht vollkriegen! Selbst wenn sie heute 30-40% weniger Tonträger verkaufen als damals so haben sie den 'finanziellen Verlust' durch ihre über 100%ige Preissteigerung und Reduzierung der Produktionskosten auf fast 25% ja wohl mehr als wettgemacht! Und TROZDEM jammern sie. Mir drängt sich da unwillkürlich die Frage auf: "Wer soll das überhaupt noch ernst nehmen?" Aber der Vergleich von Privatkopierern und Kinderschändern bzw. Neonazis zeigt ja deutlich auf welcher Ebene sie argumentieren müssen, da sie eigentlich keine vernünftigen, nachvollziehbaren Argumente haben. Ihr einziger Antrieb scheint die Gier zu sein!
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #3 am: April 29, 2004, 07:14:22 »

Eine sehr interessante Sicht, der ich größtenteils zustimmen würde, aber ...

Zitat
Musik die das Puplikum nicht mag, wurde auch früher nicht gekauft und es steht ja gottseidank nach wie vor jedem Menschen frei die Musik zu hören die ihm gefällt!

... die Unterhaltungsindustrie befriedigt die Wünsche der Zuschauer so lange der Bedarf da ist. Stumpft er ab, muss eine künstliche Nachfrage erschaffen werden. Am effektivsten erreicht man sie, indem man ein Mem in die Welt setzt, einen Ohrwurm, wie es uns Star Search & Co. erfolgreich vorführen. Ob das Stück gut oder schlecht ist, ist dabei unbedeutend und auch objektiv nicht (mehr) zu ermessen. Die Melodie, auch wenn es sich oft um Remakes handelt und an sich nichts Neues ist, hat sich im Kopf fest verankert, sie ertönt aus jedem Mobiltelefon, kommt laufend im Radio, in den Werbespots... Dass diese künstlich erschaffene Nachfrage erfolgreich funktioniert, kann man, meiner Meinung nach an ihrer Kurzlebigkeit sehen.

Inwieweit der Musikgeschmack in Zeiten des Massenunterhaltungsbooms noch mit freiem Willen zu tun hat, kann nicht leicht beantwortet werden. Und ob man die drittklassigen Hobby-Sänger als Künstler bezeichnen kann, wage ich ernstlich in Frage zu stellen. Kunst ist eine schaffende Tätigkeit. Das einzige, was die aus der Menge herausgepickten Marionetten schaffen, ist, die Musikproduzenten zu bereichern und ein paar Teenies in den Wahnsinn zu treiben.

Übrigens, die angesprochene Theorie der Meme hat nichts mit irgendwelchen Verschwörungstheorien und Untergangsszenarien zu tun: die Memetik ist in der Psychologie und Soziobiologie Gegenstand intensiver Forschung.
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #4 am: Mai 03, 2004, 10:39:23 »

Die Schaffung künstlicher Nachfrage gibt es wohl, seit es den Handel zwischen Menschen gibt. Viele Menschen scheinen sich gerne und absichtlich der Werbung (Nachfrage-Schaffung) auszusetzen. z.B.: Schaufensterbummel,  Flohmärkte, Prospekte, ....!
Natürlich wollen die Menschen sich vordergründig nur informieren 'was es Neues gibt' aber wenn z.B. der neue Prospekt vom Supermarkt aus dem  Briefkasten geholt wird, wird geschaut was derzeit im Sonderangebot ist. (z.B.: "Der Lachs ist aber billig, da holen wir uns doch was davon...." obwohl sie vor dem Betrachten des Prospektes keinen Bedarf an Lachs hatten!)
Werbung funktioniert also schon solange es sie gibt und hat nicht immer Nachteile für den Konsumenten zur Folge. Und Konsumenten sind nunmal alle die sich bewusst oder unbewusst dagegen entschieden haben, als Einsiedler zu leben.

Ich denke man kann das grundsätzliche Benutzen dieses psychologischen Effekts der Musikindustrie nicht vorwerfen, da sie nunmal Handel treiben wollen wie jeder kleine Laden mit Schild und/oder Schaufenster auch. Die Frage ist nur, wie weit sie dabei gehen, b.z.w. wo die Grenze ist.

Wo beginnt die Schaffung künstlicher Nachfrage? Eine Diskussion (wie z.B. diese hier) ist auch nichts Anderes als das Werben für die eigene Meinung und die Nachfrage der Ansicht der Mitmenschen, oder? Zwinkernd

Und ob man die drittklassigen Hobby-Sänger als Künstler bezeichnen kann, wage ich ernstlich in Frage zu stellen. Kunst ist eine schaffende Tätigkeit. Das einzige, was die aus der Menge herausgepickten Marionetten schaffen, ist, die Musikproduzenten zu bereichern und ein paar Teenies in den Wahnsinn zu treiben.
Sie sind trozdem Künstler. Ein Künstler ist ja nicht automatisch ein guter Künstler der eine anspruchsvolle und positive Kunst ausübt. Die 'drittklassigen Hobbysänger' beweisen nur, dass es möglich ist durch Kunst das Konsumverhalten und die Meinungsbildung vieler Menschen auszunutzen. (Das alleine stellt ja schon eine Kunst dar: Ein politischer Redner, der es schafft die Massen zu verführen, ist ein sehr begabter Propaganda-Künstler. Das die eine oder andere Kunst nicht zum Wohl der Menschen beiträgt ist nicht das Kriterium das über 'Kunst' oder 'keine Kunst' entscheidet.)

p.s.
Sogar die Schaffung künstlicher Nachfrage ist eine Kunst. Sonst wäre sie ja nicht 'künstlich'...
« Letzte Änderung: Mai 03, 2004, 11:29:45 von BarneyGumble » Gespeichert
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #5 am: Mai 03, 2004, 08:09:29 »

Sehr interessante Analogie mit dem Forum und der Werbung.  Lächelnd

Ich würde die Werbung in zwei Klassen unterteilen: informative und irreführende. In den Anfängen des medialen Zeitalters war die Werbung größtenteils informativ, weshalb sie aus heutiger Sicht ziemlich plump wirkt. Da pries irgendein Kerl oder Frau ein Produkt an und appellierten an den Zuschauer, er möchte doch diese Marke erwerben und nicht die der Konkurrenz. Das war alles. Während die Supermarktwerbung informativ geblieben ist - sie hat auch nur beschränkte Möglichkeiten -, ist die multimediale und speziell die Fernsehwerbung heutzutage sehr gefühlsbezogen und baut größtenteils auf Täuschung auf, einer geschickten Täuschung: bunte Getränke möchten Flügel verleihen, Alkohol macht sexy, Autofahren frei und einige Haarshampoos scheinen den weiblichen Hormonhauhalt eher zu beeinflussen als Schuppen zu bekämpfen.

Die mediale Werbung weicht weit von der Realität ab und baut mit riesigen Budgets auf die Irreführung und Täuschung des Kunden auf. Aber im alltäglichen Leben, im Umgang miteinander wird die Täuschung geächtet - zurecht! Wir alle besitzen universelle Moralvorstellungen und begrüßen entsprechendes Handeln. Für List und Täuschung kennt die abendländische Kultur einen Namen: Satan. Warum entsprechendes Handeln in der Marktwirtschaft gebilligt wird, ist mir nicht ganz verständlich.

Natürlich ist es nichts Neues, dass sich die Werbung psychologischer Tricks bedient. Dabei soll jedoch die Ethik nie aus den Augen verloren werden. Geld verdienen - ja, aber nur mit beschränkten Mitteln.

Mit der Profitmache zu argumentieren ist natürlich einfach. Die Mehrheit der deutschen Konzerne wollten während des zweiten Weltkriegs auch nur Geld verdienen. Ebenfalls kann man das dreiste Versenden von Spam mit dem Wunsch nach Profit rechtfertigen.

Zusammenfassend möchte ich nur sagen, dass man längst nicht alles billigen darf mit dem frommen Wunsch nach wirtschaftlichem Gewinn, auch wenn vieles davon längst als gesellschaftsfähig gilt.

PS. Ich habe das Gefühl, wir weichen stark vom ursprünglichen Thema ab.  Smiley
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #6 am: Mai 04, 2004, 04:39:03 »

Du hast recht, wir weichen vom ursprünglichen Thema ab! Sorry, das passiert mir in letzter Zeit öfters, dir auch?  Schockiert
(Mal sehen ob ich die Kurve nochmal krieg....)

Der Wunsch nach 'wirtschaftlichem Gewinn' ist meiner Meinung nach alles andere als fromm! Denn es geht dabei nicht um rücksichtsvolle Selbsterhaltung sondern immer um rücksichtslose Bereicherung. (Stichwort: Expansion eines Unternehmens unter in Kauf nahme eines JEDEN Preises. Z.B. eigentlich unnötiges Entlassen von Mitarbeitern und erst recht das VERNICHTEN der Konkurrenz!)

Der Supermarktprospekt soll nicht informieren sondern werben. (Ich bin Drucker und drucke die Dinger täglich. Sie werden nicht etwa als Informationsschrift sondern eindeutig als Werbemittel bezeichnet. Es ist also ganz klar, was sie bezwecken sollen!)

Würde der Prospekt nur informieren sollen, wäre er nicht so reisserisch aufgemacht. Eine blanke Aufzählung der Artikel und Preise würde vollkommen ausreichen. Im Gegenteil: Sollte es bei dem einen oder anderen Kunden gelingen, ihn dazu zu bringen nur Artikel zu kaufen, die er ursprünglich garnicht wollte, haben sie entgültig gewonnen. Er muss ja nochmal versuchen die wirklich benötigten Artikel zu kaufen. Dabei wird er dann wieder der reisserischen Präsentation weiterer nicht benötigter Artikel ausgesetzt und das perfide Spiel beginnt von vorn. Dieser Mechanismus klappt übrigens öfter als man glauben mag!

In der Musikindustrie hat man, meiner Ansicht nach, dieses Spiel auch schon lange als profitabel erkannt und benutzt es so oft es geht. Warum sonst bringen sie den 25ten Remake irgendeines Klassikers heraus, den dann derzeit z.B. irgendwelche Kübelböcks singen? (Sorry, aber ich mag ihn nunmal nicht...)
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #7 am: Mai 16, 2004, 11:50:44 »

Servus!

Was haltet ihr denn davon ?

http://www.golem.de/0405/31297.html

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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #8 am: Mai 18, 2004, 08:42:32 »

Ich denke, dass das Quatsch ist, das „Problem“ des „Raubkopierens“ als ein Phänomen der Neuzeit zu bezeichnen. Als die CD noch nicht so verbreitet war, bzw. als die CD-Autoradios noch ein Vermögen gekostet haben und tragbare CD-Player noch nicht erfunden waren, haben alle die MCs, was das Zeug hielt, kopiert. Das ging halt nicht so komfortabel wie heute, aber es ging.

Und im Grunde genommen, sind mir die Klagen der Musikindustrie schnurz egal. Den Mist, den sie produzieren, will ich nicht einmal umsonst runterladen!
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #9 am: Mai 25, 2004, 03:52:42 »

Servus!

Die Musikindustrie argumentiert ja, dass jede runtergeladene CD mindestens eine von ihnen nicht verkaufte CD wäre. Bei Schwarzhändlern, die nicht einmal von einer Orginal-CD ihre Kopien anfertigen, mag das ja zum Teil sogar stimmen. Es ist aber auch noch sehr fraglich, ob jede beim Schwarzhändler billig erworbene CD ohne ihn im Laden gekauft worden wäre. Eine 50€-Rolex-Kopie ist ja auch nicht automatisch ein nicht verkauftes 10000€-Rolex-Orginal.

99,9% der Musiktauscher sind keine Schwarzhändler. Ich glaube sogar, dass die meisten Musiktauscher sich die Musik runterladen, die sie eh schon als Orginal-LP, -CD oder -MC haben, oder die sie sich ohne Internet auch nicht gekauft hätten. Und so mancher lädt sich eine neue CD erstmal im Internet runter um dann zu entscheiden, ob sie das Geld überhaupt wert ist, bevor er sie dann kauft oder eben nicht.

Aber auch ohne Internet wäre folgendes wahr:

Ein Orginal ist nach wie vor Orginal, aber mittlerweile ist der Reiz ein echtes Orginal zu besitzen lang nicht mehr so gross wie früher. Damals gab es LP-Cover die selbst schon Kunstwerke waren! Oder es waren Gimmicks wie z.b. Poster dabei. Heute ist eine CD zu teuer und sehr fantasielos verpackt.

Ausserdem sparen die Leute bei sinkenden Realeinkommen nunmal zuerst an den unwichtigsten Ausgaben und dazu zählen die Produkte der Unterhaltungsindustrie!

Sollte die Musikindustrie natürlich eine Kunden-Klientel anstreben wie z.B. Rolex oder Ferrari, sind sie auf dem besten Weg dazu. Wenn sich nur noch die Reichesten CD's leisten können sollen sind die Dinger einfach noch zu billig. Ob dann allerdings die Gewinne höher sind als heute wage ich zu bezweifeln.

Deshalb sollte man der Aufforderung des CCC nachkommen bis die Musikindustrie wieder auf dem Boden der Realität angekommen ist!
 
mfG

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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #10 am: Juni 17, 2004, 07:39:50 »

Servus!

Heute habe ich einen Link für euch:

http://www.mixburnrip.de/

Dort kann man sich auch das Buch "Mix, Burn & RIP" von Janko Röttgers völlig legal herunterladen. Zwinkernd
Viel Spass!

Barney
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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #11 am: September 14, 2004, 02:37:19 »

Hallöchen!

HIER ein Artikel der TAZ, der auch zum Thema passt.

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Re: CCC fordert zum Boykott der Musikindustrie auf
« Antworten #12 am: September 14, 2004, 08:12:39 »

Dasselbe trifft auch auf "illegale Kopien" von Windows, Office, AutoCad und dergleichen zu. Weil man diese Software "nachgeworfen" kriegt, kennt man sich darin halt aus. Aus diesem Grunde werden diese Produkte in den meisten Unternehmen eingesetzt, auch wenn einige Exoten besser und leistungsfähiger sind. Jeder neue Mitarbeiter kann ohne große Einarbeitung sofort eingesetzt werden. So sparen sich die Betriebe Schulungskosten, und der Hersteller bleibt ja auch nicht auf der Strecke.
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