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2790 Beiträge in 613 Themen von 1349 Mitglieder
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Autor Thema: The Day After Tomorrow  (Gelesen 12042 mal)
E.T.
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The Day After Tomorrow
« am: April 29, 2004, 07:50:36 »

"The Day After Tomorrow" ist ein neuer Streifen von Roland Emmerich. Was haltet Ihr von dem Film? Wieder nur ein überzogenes Untergangsszenario oder Bilder, die zum Nachdenken zwingen?
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Thomapyrien
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #1 am: Mai 07, 2004, 11:16:31 »

Hi E.T.,

hab mir gerade mal den Inhalt des Filmes durchgelesen !!
Klar, im Film muß es ja ein wenig überzogen sein, damit er auch interessant genug ist, aber ich meine das Thema sollte auch zum Nachdenken annimieren, denn wenn man sich mal die letzten Jahre so anschaut, gibt es doch von Jahr zu Jahr immer mehr Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Stürme, Hitzewellen,.....)  Verlegen
Da sollte man sich doch mal die Frage stellen, was die Ursachen dieser zunehmenden Naturkatastrophen sein könnten und was der Einzelne dagegen tun kann  Augen rollen  Huch

Internette Grüße
Thomapyrien
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SnakeKaplan
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #2 am: August 31, 2004, 05:59:09 »

Sers

also folgendes Szenario ist laut den Wissenschaftlern durchaus möglich: Durch die globale Erwärmung werden die Pole der Erde immer mehr abschmelzen. Dadurch versiegt der Golfstrom, der als Wärmelieferant für Europa dient. Das ist durchaus logisch, da das kalte Schmelzwasser das warme Wasser, das der Golfstrom zu uns bringt, abkühlt. Dadurch sinkt es zu früh in die tieferen Wasserschichten, und der Golfstrom wird pratisch immer kürzer.
Die Folge ist, dass das Warmwasser nicht mehr zu uns kommt d.h. hier wirds verdammt kalt......

So oder so ähnlich hab ich das in ner Wissenschaftszeitung gelesen, kurz nach Erscheinen des Filmes. In dem Artikel wurde eben analysiert, wieviel an dem Film Wirklichkeit bzw. Fiktion ist.
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #3 am: Juni 16, 2005, 01:55:56 »

Ich bin mit einigen von euren Ansichten nicht ganz zufrieden. Erstens behaupte ich, dass es heute nur deswegen mehr "Naturkatastrophen" gibt, weil die Erde viel dichter besiedelt ist (ohne Menschen gibts nie eine Naturkatastrophe).
Über den Film habe ich auch ein paar eigene Gedanken, die euren allerdings nicht widersprechen. Ich sehe es auch so, dass es ein durchaus denkbares Szenario ist. Nur geht alles viel zu schnell - aber das Thema Klimaveränderung ist einfach nicht so praktisch für einen Hollywoodfilm. Trotzdem finde ich es gut, wenn überhaupt darüber nachgedacht wird.
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E.T.
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #4 am: Juni 20, 2005, 03:13:31 »

@JR3

Ganz meiner Meinung.
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Leon
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #5 am: April 12, 2006, 12:37:41 »

Ich bin mit einigen von euren Ansichten nicht ganz zufrieden. Erstens behaupte ich, dass es heute nur deswegen mehr "Naturkatastrophen" gibt, weil die Erde viel dichter besiedelt ist (ohne Menschen gibts nie eine Naturkatastrophe).
Über den Film habe ich auch ein paar eigene Gedanken, die euren allerdings nicht widersprechen. Ich sehe es auch so, dass es ein durchaus denkbares Szenario ist. Nur geht alles viel zu schnell - aber das Thema Klimaveränderung ist einfach nicht so praktisch für einen Hollywoodfilm. Trotzdem finde ich es gut, wenn überhaupt darüber nachgedacht wird.

Das ist aber eine gewagte Aussage, ohne Menschen gab es keine Naturkatastrophen!!! Dann ist z.B. das plötzliche Aussterben der Dinosaurier nur ein Gerücht?

Der Film The After Day Tomorrow zeigt mit der Absicht einer Panikmache ein theoretisch nicht mögliches Szenario. Der Golfstrom, als Teil der globalen Meeresströme, hat als Hauptantrieb den Passatwind. Dieser wiederum ist ursächlich durch die Erdrotation.
Es müsste also die Erde stehen bleiben, damit der Golfstrom versiegt. Dier immer wieder angeführte thermohaline Verbindung mit der Tiefseeströmung hat kaum Auswirkungen auf die Oberflächenströmung. Man kann das auch an den Geschwindigskeitunterschieden ableiten. Der Golfstrom als Oberflächenströmung fliesset in einigen Wochen bis in die polaren Gebiete. Die Tiefseeströmung braucht nun einige Tausend Jahre, für den Weg in das Äquatorgebiet. Deshalb ist es unsinnig ewas anderes als den Labradorstrom, als Rückfluß anzusehen.

http://www.geographie.uni-muenchen.de/iggf/Multimedia/Klimatologie/grossezirkulation_meeresstroemungen.htm
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JR3
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #6 am: April 12, 2006, 08:34:43 »

Das ist aber eine gewagte Aussage, ohne Menschen gab es keine Naturkatastrophen!!! Dann ist z.B. das plötzliche Aussterben der Dinosaurier nur ein Gerücht?

Ich meinte das etwa so: Wenn es ein Tsunami gibt und kein Mensch dabei Schaden nimmt, dann spricht niemand von Natur-Katastrophe. Natürlich kommen Kometeneinschläge etc in der Natur vor, aber ohne (tote) Menschen sind es keine Natur-Katastrophen sondern eher natürliche Vorgänge. Ich versuchte einfach zu zeigen, wie anthropozentrisch die Sichtweise ist.
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E.T.
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #7 am: April 13, 2006, 10:01:07 »

@ Leon

Bei Entstehung und Erhaltung des Golfstroms arbeiten mehrere Kräfte und Faktoren zusammen: die Passatwinde, die Corioliskraft und auch die thermohaline Zirkulation spielt eine nicht zu vernachläsigbare Rolle:

Zitat von: Wikipedia
Thermohaline Zirkulation
Ein mindestens ebenso wichtiger Motor des globalen Wärmeaustauschbandes, auch als globales Förderband bezeichnet, bzw. dieser atlantischen Zirkulation liegt am nördlichen Ende der Schleife. Das von reinem Wasser bekannte Dichtemaximum liegt bei 4,025 °C, verschiebt sich allerdings mit zunehmendem Salzgehalt zu tieferen Temperaturen. Dieses dichtere, kalte und salzreiche Wasser sinkt ab und zieht das wärmere Wasser nach Norden. Auf seiner Reise nach Norden verdunsten Teile des vom Golfstrom transportierten warmen Wassers (Evaporation). Dadurch wird die Salinität des Wassers im Golfstrom erhöht, wodurch das Wasser im Nordatlantik schwerer wird als das umgebende Wasser und daher zu sinken beginnt. Dort wird die Nordatlantikdrift Teil des Nordatlantik-Tiefenwassers, einer südwärts gerichteten Meeresströmung.
[...]
Veränderungen durch Globale Erwärmung
Im Zusammenhang mit dem aktuellen Phänomen der globalen Klimaerwärmung haben Wissenschaftler die Befürchtung geäußert, dass der oben beschriebene Absinkmechanismus in den nächsten 20-100 Jahren aus dem Gleichgewicht kommen könnte. Süßwasser, das durch die Erwärmung von der arktischen Polkappe abschmilzt, könnte den Golfstrom abschwächen, da die Dichte des Wassers durch den Süßwassereintrag verringert wird, und es nicht mehr tief absinkt. Das Resultat wäre eine Abschwächung und möglicherweis Verlagerung des Golfstromes (oder zumindest der Nordatlantikdrift), was einen Klimawechsel in Nord-Europa zur Folge hätte, mit signifikaten Konsequenzen. [...] Erkenntnisse aus Sediment- und Eisbohrkernen deuten darauf hin, dass sich vergleichbare Ereignisse in der Vergangenheit schon mehrmals abgespielt haben. Dieses Szenario diente als Grundlage für den Katastrophenfilm The Day After Tomorrow, der die Auswirkungen eines Zusammenbrechens des Golfstroms dramatisiert. Allerdings weisen Wissenschaftler darauf hin, dass eine solche Veränderung in der Realität mindestens mehrere Jahrzehnte dauern würde, nicht wenige Tage, wie im Film dargestellt, und in einem durch Treibhausgase ausgelösten Abschmelzen der Polkappen nicht realistisch ist.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Golfstrom
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Leon
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Re: The Day After Tomorrow
« Antworten #8 am: April 16, 2006, 09:21:50 »

E.T. Wikipeda ist nicht unbedingt eine wissenschaftliche Reverenz, da dieses Werk für Jedermann offensteht, der er etwas zu sagen meint. Die wissenschaftliche Korrektur fehlt vollständig.
Hier habe ich die Vorlesungsunterlagen der ETH Zürich über die Tiefseeströmungen.
http://www.eawag.ch/research_e/apec/research_e/Website%20zur%20Vorlesung/Files/A%20Prerequisites/Basic%20physical%20limnology%20and%20oceanography/Thermohaline%20Zirkulation%20im%20Meer/Thermohaline%20Zirkulation%20im%20Meer.pdf

Es gibt auf der Welt 2 wichtige downwellig-Gebiete. Im Bild 4.1 als S1 und S2 bezeichnet.

Das S1 Gebiet liegt südlich von Grönland im Nordantlantik. Wenn du die geographischen Verhältnisse einmal auf einem Globus anschaust, dann stellt sich die Frage, wie kann ein downwellig-Seegebiet Auswirkungen in die Karibik haben, wenn auf der rechten Seite der Nordöstliche Arm des Golfstrom nach Norden an Norwegen vorbei bis nach Spitzbergen fliesst. Auf der linken Seite fliesst ohne Beeinflussung der Labradorstrom an der amerikanischen Ostküste nach Süden.

Bildet das thermohaline Absinken eine merkliche Vertiefung im Ozean, so müssten nach dem Prinzip des geringsten Widerstandes Wasser von allen seiten angesaugt werden. Das geschieht aber nicht, denn Messungen haben ergeben die Absenkgeschwindigkeit von der Oberfläche bis in eine Tiefe von 3700 m ist so langsam, dass es ca. 1200 Jahre dauert bis ein Wasserteilchen in der Tiefe ankommt.

Das ist in den Unterlagen auch sehr gut dargestellt. Es liegt also auf der Hand, die Horrorszenarien eines Versiegen des Golfstromes und einer neuen Eiszeit in Europa ist ein hirnrissiger Blödsinn.
« Letzte Änderung: April 16, 2006, 09:24:45 von Leon » Gespeichert
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