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Autor Thema: Terraforming MARS  (Gelesen 9305 mal)
Mark
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Terraforming MARS
« am: März 06, 2005, 07:02:49 »

Hallo!

Ich habe vor einigen Tagen einen Beitrag geschrieben (Photosynthese Mars), dem ich bedauerlicherweise kein Thema hier in den Unterforen zugeordnet habe. Hiermit eröffne ich einen neuen Thread im richtigen Unterforum.

Ich möchte mich mit Euch über das Thema "Terraforming Mars" unterhalten, da dieses meines Erachtens in der Raumfahrt, in der Wissenschaft und in der Menschheitsgeschichte einen sehr großen weiteren Schritt darstellt. Diese Thematik wird uns auch die nächsten Jahrzehnte und Jahrhunderte beschäftigen, da wir weiteren Lebensraum schaffen müssen nach dem Motto von Carl Sagan "Auf Zehenspitzen durch das Weltall". Präsident Bush hat vor seiner Wahl zur bemannten Raumfahrt aufgerufen; Ziel: Mars! Die NASA beschäftigt sich derzeit intensiv mit der Photosynthese - mit den Urzeit-Algen, die mehr Sauerstoff abgeben, als heutige Pflanzen.

Diese Idee ist nicht neu, schon Anfang der 80er wurden diese Spekulationen über eine Umgestaltung des Planeten Mars schon aufgegriffen:

Wenn wir die Polkappen des Mars zum Verdunsten bringen könnten, müßten wir sie erwärmen. Carl Sagan hatte damals die Idee, die Kappen zum Verdunsten zu bringen. Er sagte: "Unsere Aufgabe wäre es, künstliche Zuchtwahl zu treiben und durch genetische Eingriffe dunkle Pflanzen zu züchten - vielleicht Flechten - , die den weit härteren Umweltbedingungen auf dem Mars gewachsen wären." Insoweit meinte Sagan, dass sich dort ansiedelnde Pflanzen ausbreiten und das Eis dunkel färben, dass das Sonnenlicht wiederum absorbiert und das Eis erwärmt... .

Das Programm "NTV" hat im Fernsehen das Programm "Terraforming" vorgestellt. Hier wurde eine ganz andere Theorie vertreten: Umweltgase (Treibhausgase) in die Mars-Atmosphäre schießen, damit sich die Atmosphäre erwärmt und die Polkappen schmelzen, so dass es zumindest zu flüssigem CO2 umgewandelt wird. Ebenso verflüssigt sich das gefrorene CO2, das 10 Meter unter der Marsoberfläche angesiedelt ist. Später sollen die Urzeit-Algen für die notwendige Photosynthese sorgen...!

Mich hat das Thema sehr begeistert. Zwar werden wir es nicht mehr erleben, doch wir Menschen können HEUTE unseren Beitrag leisten, damit künftige Generationen die Chance haben, einen neuen Planeten zu erobern um dort in einer sauberen und neuen Welt als Jäger und Sammler tätig zu werden, wie einst auf dem Planeten Erde.

LG Mark



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Re: Terraforming MARS
« Antworten #1 am: März 07, 2005, 11:55:14 »

Hallo Mark!

Zuerst muss die ethische Frage geklärt werden, inwieweit wir dazu berechtigt sind. Gibt es Leben auf unserem Nachbarplaneten, auch wenn es sich bei den höchsten Lebensformen um Bakterien und Lebermoose handelt? Inwieweit wären wir dann berechtigt, diese extraterrestrische Flora und Fauna (oder irgendwas dazwischen) zu zerstören? Sind wird überhaupt dazu berechtigt, die Landschaften außerhalb unseres Mutterplaneten umzugestalten? Sind die Objekte unseres Sonnensystems nicht das Erbe der ganzen Menschheit? Und schließlich, was sagen dazu die unzähligen "Grundstücksbesitzer" mit einer schönen Urkunde zu Hause?

Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass unsere Spezies auf lange Sicht nur dann eine Chance hat, wenn wir im Weltraum neue Lebensräume erschließen. Wir dürfen nur nicht die gleichen Fehler begehen, wie unsere Vorfahren bei der Eroberung der Neuen Welt.

Ein anderes Problem, das wir auf der Erde seit Jahrtausenden noch nicht lösen konnten, wäre das, wie wir uns davor schützen können, Konflikte mit den neuen Kolonien zu vermeiden. Wir sprechen bereits unseren nächsten Nachbarn auf der Erde das Menschsein ab, nur weil sie sich nach unserer Auffassung etwas anders benehmen, anders speisen, unverständliche Laute von sich geben, sich anderes (oder gar nicht) anziehen, andere Götzen anbetten und andere Hautfarbe haben. Wir atmen aber dieselbe Luft und leben unter demselben Himmel. Ganz anders jedoch die hypothetischen Kolonisten auf dem Mars. Trotz des Kontakts mit der Erde wird innerhalb weniger Generationen eine neue Population entstehen, die den Mars als ihren Heimatplaneten betrachten und ihm dieselben patriotischen Gefühle entgegenbringen würde, wie wir unserer Erde. Die neuen "Marsmenschen" werden aufgrund der geringeren Anziehungskraft des Mars morphologische Unterschiede entwickeln, z.B. ihre Muskelmasse abbauen und dünn wie Stabheuschrecken werden. Mit der verminderten Sonneneinstrahlung werden die Kolonisten einen anderen Hautton entwickeln. Wird die UV-Strahlung größer als die auf der Oberfläche der Erde sein (gegenwärtig hämmert sie ungebremst auf die Oberfläche des Mars), werden die Marsbewohner schwarz wie Kohle werden. Gelingt es bei dem Terraforming-Prozess eine ähnliche Sauerstoffatmosphäre mit der schützenden Ozonschicht wie auf der Erde zu erzeugen und sie natürlich auch zu behalten, werden sie unter Mangel an UV-Licht leiden und blass wie Wasserleichen werden. Vielleicht werden sie unter radikal anderen Umwelteinflüssen vermehrt zu Mutationen neigen und wären plötzlich mit ihren irdischen Verwandten nicht mehr fortpflanzungsfähig?

Ich weiß nicht, ob die menschlichen Raumfahrer mit den Instinkten der Savannenbewohner bereit wären, diese neuen Kreaturen noch als ihre Brüder zu betrachten.

Zitat
Ich habe vor einigen Tagen einen Beitrag geschrieben (Photosynthese Mars), dem ich bedauerlicherweise kein Thema hier in den Unterforen zugeordnet habe.
Oops, den Beitrag habe ich gar nicht gesehen. Hab' ihn in die richtige Kategorie verschoben.

Gruss

E.T.
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Mark
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Re: Terraforming MARS
« Antworten #2 am: März 09, 2005, 07:37:16 »

Hallo Mark!

Hallo E.T.! Sorry, dass ich direkt in Deinen Post hineinschreibe, aber so kann ich auf Deine Ausführungen genauer antworten...!

Zuerst muss die ethische Frage geklärt werden, inwieweit wir dazu berechtigt sind. Gibt es Leben auf unserem Nachbarplaneten, auch wenn es sich bei den höchsten Lebensformen um Bakterien und Lebermoose handelt? Inwieweit wären wir dann berechtigt, diese extraterrestrische Flora und Fauna (oder irgendwas dazwischen) zu zerstören? Sind wird überhaupt dazu berechtigt, die Landschaften außerhalb unseres Mutterplaneten umzugestalten? Sind die Objekte unseres Sonnensystems nicht das Erbe der ganzen Menschheit? Und schließlich, was sagen dazu die unzähligen "Grundstücksbesitzer" mit einer schönen Urkunde zu Hause?

Die Ethik muss beachtet werden, falls unser Nachbarplanet tatsächlich extraterrestrisches Leben beheimatet, was bisher nicht bewiesen worden ist. Zwar wurde Mars nun von uns Menschen "belebt", durch die Mikroorganismen an unseren Gefährten, angefangen von Viking I und II, über Pathfinder bis hin zu Opportunity und Spirit...! Sollten wir, wie in der Vergangenheit durch die christlichen Stolpersteine, heute immer noch an Religion und Ethik festhalten? Gibt es keinen knallharten wissenschaftlichen Weg, ist das Projekt Terraforming Mars abgesagt. Ich glaube, die Menschheit macht immer wieder den großen Fehler, an ihrer menschlichen, ethischen und religösen Seite festzuhalten, sie bremst sich nur selbst damit, steht sich nur selbst damit im Wege. Es wird Zeit zu beginnen, dass der Mensch über andere Dinge nachdenkt, nicht nur um seiner selbst Willen.

Abgesehen davon bin ich der Meinung, dass unsere Spezies auf lange Sicht nur dann eine Chance hat, wenn wir im Weltraum neue Lebensräume erschließen. Wir dürfen nur nicht die gleichen Fehler begehen, wie unsere Vorfahren bei der Eroberung der Neuen Welt.

Da teile ich voll Deine Meinung und will ebenso hoffen, dass wie oben schon ausgeführt, der Mensch auf Vernunft und Wissen setzt, nicht auf religöse oder politische Machtansprüche...!

Ein anderes Problem, das wir auf der Erde seit Jahrtausenden noch nicht lösen konnten, wäre das, wie wir uns davor schützen können, Konflikte mit den neuen Kolonien zu vermeiden. Wir sprechen bereits unseren nächsten Nachbarn auf der Erde das Menschsein ab, nur weil sie sich nach unserer Auffassung etwas anders benehmen, anders speisen, unverständliche Laute von sich geben, sich anderes (oder gar nicht) anziehen, andere Götzen anbetten und andere Hautfarbe haben. Wir atmen aber dieselbe Luft und leben unter demselben Himmel. Ganz anders jedoch die hypothetischen Kolonisten auf dem Mars. Trotz des Kontakts mit der Erde wird innerhalb weniger Generationen eine neue Population entstehen, die den Mars als ihren Heimatplaneten betrachten und ihm dieselben patriotischen Gefühle entgegenbringen würde, wie wir unserer Erde. Die neuen "Marsmenschen" werden aufgrund der geringeren Anziehungskraft des Mars morphologische Unterschiede entwickeln, z.B. ihre Muskelmasse abbauen und dünn wie Stabheuschrecken werden. Mit der verminderten Sonneneinstrahlung werden die Kolonisten einen anderen Hautton entwickeln. Wird die UV-Strahlung größer als die auf der Oberfläche der Erde sein (gegenwärtig hämmert sie ungebremst auf die Oberfläche des Mars), werden die Marsbewohner schwarz wie Kohle werden. Gelingt es bei dem Terraforming-Prozess eine ähnliche Sauerstoffatmosphäre mit der schützenden Ozonschicht wie auf der Erde zu erzeugen und sie natürlich auch zu behalten, werden sie unter Mangel an UV-Licht leiden und blass wie Wasserleichen werden. Vielleicht werden sie unter radikal anderen Umwelteinflüssen vermehrt zu Mutationen neigen und wären plötzlich mit ihren irdischen Verwandten nicht mehr fortpflanzungsfähig?

Wenn es soweit ist, dass durch das Terraforming der Mars bewohnbar gemacht worden ist, eben durch eine Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre, Wasser, eine schützende Ozonschicht etc., dann gibt es wahrscheinlich die Erde schon nicht mehr bzw. Kriege, Umweltkatastrophen o. ä. haben langsam den Planeten zerstört und nur den wenigsten Erdlingen wird es gelingen, den Mars zu erreichen. Aber diesen wenigen neuen Bewohnern, die eben als Jäger und Sammler ein neues Leben beginnen, werden es tun, auch ohne die Erde, ganz gleich, ob sie schwarz oder bleich sind, 2,50 m groß und dürr. Carl Sagan sagte mal, dass sich der Mensch an das Universum anpassen muss und nicht umgekehrt. Der Mars wird und darf auch nicht unsere letzte Station sein, es muss weiter gehen über das Jupiter-System zu Titan im Saturn-System...

Sollte aber die Erde noch erhalten sein, dann müssen eben wieder einmal Gesetze und Waffen geschaffen werden, die diese verschiedenen Zivilisationen zum Frieden miteinander zwingen, denn anders wird es der Mensch nicht schaffen, und auch hier wird sich evtl. zeigen, dass der Mensch Frieden geben kann, wenigstens die mächtigsten Nationen.


Ich weiß nicht, ob die menschlichen Raumfahrer mit den Instinkten der Savannenbewohner bereit wären, diese neuen Kreaturen noch als ihre Brüder zu betrachten.

Zu Star Wars wird es nicht kommen. Doch die Gefahr besteht meines Erachtens auf jeden Fall. Aber da diese neue Welt langsam "gebaut" wird und die Menschen sich erst im Laufe von dutzenden Jahrzehnten bis Jahrhunderten langsam verändern werden, sehe ich dieser Gefahr noch eher etwas gelassener entgegen.

Zitat
Ich habe vor einigen Tagen einen Beitrag geschrieben (Photosynthese Mars), dem ich bedauerlicherweise kein Thema hier in den Unterforen zugeordnet habe.
Oops, den Beitrag habe ich gar nicht gesehen. Hab' ihn in die richtige Kategorie verschoben.

Vielen Dank!

Gruss

E.T.

Gruss Mark
« Letzte Änderung: März 09, 2005, 07:44:09 von Mark » Moderator informieren   Gespeichert

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Re: Terraforming MARS
« Antworten #3 am: Mai 20, 2005, 01:48:50 »

Ich denke hierbei handelt es sich um ein interessantes Thema
Zitat
Zuerst muss die ethische Frage geklärt werden, inwieweit wir dazu berechtigt sind. Gibt es Leben auf unserem Nachbarplaneten, auch wenn es sich bei den höchsten Lebensformen um Bakterien und Lebermoose handelt? Inwieweit wären wir dann berechtigt, diese extraterrestrische Flora und Fauna (oder irgendwas dazwischen) zu zerstören? Sind wird überhaupt dazu berechtigt, die Landschaften außerhalb unseres Mutterplaneten umzugestalten? Sind die Objekte unseres Sonnensystems nicht das Erbe der ganzen Menschheit? Und schließlich, was sagen dazu die unzähligen "Grundstücksbesitzer" mit einer schönen Urkunde zu Hause?

Die Ethik muss beachtet werden, falls unser Nachbarplanet tatsächlich extraterrestrisches Leben beheimatet, was bisher nicht bewiesen worden ist. Zwar wurde Mars nun von uns Menschen "belebt", durch die Mikroorganismen an unseren Gefährten, angefangen von Viking I und II, über Pathfinder bis hin zu Opportunity und Spirit...! Sollten wir, wie in der Vergangenheit durch die christlichen Stolpersteine, heute immer noch an Religion und Ethik festhalten? Gibt es keinen knallharten wissenschaftlichen Weg, ist das Projekt Terraforming Mars abgesagt. Ich glaube, die Menschheit macht immer wieder den großen Fehler, an ihrer menschlichen, ethischen und religösen Seite festzuhalten, sie bremst sich nur selbst damit, steht sich nur selbst damit im Wege. Es wird Zeit zu beginnen, dass der Mensch über andere Dinge nachdenkt, nicht nur um seiner selbst Willen.

In dem Fall teile ich mit Mark voll und ganz die Meinung . Ethische Fragen und Moralansprüche besonders von Seiten der Religion haben den Fortschritt in der Geschichte schon des öfteren zurückgeschmissen.Ich denke wenn der Mars tatsächlich unbewohnt ist spricht nichts dagegen , ihn nicht für unsere Zwecke zu verändern.

Zitat
Ein anderes Problem, das wir auf der Erde seit Jahrtausenden noch nicht lösen konnten, wäre das, wie wir uns davor schützen können, Konflikte mit den neuen Kolonien zu vermeiden. Wir sprechen bereits unseren nächsten Nachbarn auf der Erde das Menschsein ab, nur weil sie sich nach unserer Auffassung etwas anders benehmen, anders speisen, unverständliche Laute von sich geben, sich anderes (oder gar nicht) anziehen, andere Götzen anbetten und andere Hautfarbe haben. Wir atmen aber dieselbe Luft und leben unter demselben Himmel. Ganz anders jedoch die hypothetischen Kolonisten auf dem Mars. Trotz des Kontakts mit der Erde wird innerhalb weniger Generationen eine neue Population entstehen, die den Mars als ihren Heimatplaneten betrachten und ihm dieselben patriotischen Gefühle entgegenbringen würde, wie wir unserer Erde. Die neuen "Marsmenschen" werden aufgrund der geringeren Anziehungskraft des Mars morphologische Unterschiede entwickeln, z.B. ihre Muskelmasse abbauen und dünn wie Stabheuschrecken werden. Mit der verminderten Sonneneinstrahlung werden die Kolonisten einen anderen Hautton entwickeln. Wird die UV-Strahlung größer als die auf der Oberfläche der Erde sein (gegenwärtig hämmert sie ungebremst auf die Oberfläche des Mars), werden die Marsbewohner schwarz wie Kohle werden. Gelingt es bei dem Terraforming-Prozess eine ähnliche Sauerstoffatmosphäre mit der schützenden Ozonschicht wie auf der Erde zu erzeugen und sie natürlich auch zu behalten, werden sie unter Mangel an UV-Licht leiden und blass wie Wasserleichen werden. Vielleicht werden sie unter radikal anderen Umwelteinflüssen vermehrt zu Mutationen neigen und wären plötzlich mit ihren irdischen Verwandten nicht mehr fortpflanzungsfähig?

Wenn es soweit ist, dass durch das Terraforming der Mars bewohnbar gemacht worden ist, eben durch eine Sauerstoff-Stickstoff-Atmosphäre, Wasser, eine schützende Ozonschicht etc., dann gibt es wahrscheinlich die Erde schon nicht mehr bzw. Kriege, Umweltkatastrophen o. ä. haben langsam den Planeten zerstört und nur den wenigsten Erdlingen wird es gelingen, den Mars zu erreichen. Aber diesen wenigen neuen Bewohnern, die eben als Jäger und Sammler ein neues Leben beginnen, werden es tun, auch ohne die Erde, ganz gleich, ob sie schwarz oder bleich sind, 2,50 m groß und dürr. Carl Sagan sagte mal, dass sich der Mensch an das Universum anpassen muss und nicht umgekehrt. Der Mars wird und darf auch nicht unsere letzte Station sein, es muss weiter gehen über das Jupiter-System zu Titan im Saturn-System...

Genau in Konflikten sehe ich den Knackpunkt des gesamten Vorhabens. Es ist fast schon vorherzusehen , dass es irgendwann ( wenn dies alles geschehen würde) zu einem Krieg mit unseren "marsianischen Verwandten" kommen wird.Aus welchen Gründen auch immer!
Das ganze würde mich dann ein wenig an die Siedler die nach Amerika ausgewandert sind - dann die Unabhängikkeit erklärten erinnern( was natürlich mit Kriegen verbunden war). Und nun stelle man sich einen Krieg dieses Außmaßes vor.
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Re: Terraforming MARS
« Antworten #4 am: Mai 20, 2005, 03:02:14 »

Was aber, wenn der Mars doch Lebewesen beheimatet? Dafür sprechen beispielsweise die neusten Nachweise von Methan in der Atmosphäre. Zuerst muss dies eindeutig geklärt werden.

Zitat
Ethische Fragen und Moralansprüche besonders von Seiten der Religion haben den Fortschritt in der Geschichte schon des öfteren zurückgeschmissen.
Ihr begeht den Fehler, die Ethik mit Religion gleichzusetzen. Ich denke, bevor man ein für alle mal ein Biotop vernichtet, sollte man sich dies gut durch den Kopf gehen lassen. Ethik hat nichts mit bigotten Moralauslegungen der Christen, Moslems und sonstiger großer Religionen zu tun; sie beherbergt universelle Werte, wie die der Achtung vor dem Leben. Oder hättet ihr es gern, wenn eine Alienflotte á la "Independence Day" mit denselben Ansprüchen die Erde kolonisieren will?

Ist das nicht komisch: Wir suchen verkrampft nach Leben im All (und das schließt das  sog. 'primitive Leben' mit ein) und sind gleichzeitig bereit, das hypothetische Leben auf unserem Nachbarplaneten auszulöschen, nur weil die Menschheit Ansprüche auf die Planeten des Sonnensystems erhebt.
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Re: Terraforming MARS
« Antworten #5 am: Mai 20, 2005, 06:05:50 »

Was aber, wenn der Mars doch Lebewesen beheimatet? Dafür sprechen beispielsweise die neusten Nachweise von Methan in der Atmosphäre. Zuerst muss dies eindeutig geklärt werden.
Du hast völlig Recht.
Bevor wir nicht ganz sicher sind, dass der Mars wirklich eine sterile, rostige Wüste ist, dürfen wir dessen Umgestaltung keinesfalls in Gang setzen! Niemand könnte es verantworten, gerade das zu vernichten, was die Biologen so sehnlichst suchen und was dem Mars den größten Teil seiner Faszination verleiht.

Aber wenn wir auch nach den allergründlichsten Forschungen nicht den geringsten Marsorganismus zu Tage gefördert haben, wäre die Umgestaltung des Mars wohl kaum mehr vermeidbar. In diesem Fall würde ich exakt genauso denken/handeln, schließlich würde das Marsprojekt für die Menschheit als Ganzes zweifellos einen neuen Abschnitt in deren Geschichte bedeuten.

Die Basis unserer Zivilisation wäre auf zwei Planeten verteilt, was uns eine gewisse Rückversicherung gegen womöglich tödliche Fehler auf einem Planeten verleiht.

Ein solches, künstlich erschaffenes System, wie es ein umgeformter Mars nun einmal darstellen würde, hätte allerdings sehr viel Pflege nötig. So müsste beispielsweise ständig dafür gesorgt werden, dass die Erosion der Atmosphäre wieder ausgeglichen wird.
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Re: Terraforming MARS
« Antworten #6 am: Mai 22, 2005, 05:28:36 »

Restproblem stellen dann noch immer die Konflikte dar , die meines Erachtens unvermeindbar bleiben.
Natürlich erst nach einem längeren Zeitraum.
Oder habt ihr Vorschläge?
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