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Autor Thema: Treibhauseffekt  (Gelesen 25948 mal)
H. Thieme
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Treibhauseffekt
« am: August 09, 2005, 07:39:10 »

In der Erklärung des sogenannten "Treibhauseffektes" heißt es auf dieser Seite: "Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die durchschnittliche Temperatur auf -17 °C absinken. Es wäre auf der Erde fast so kalt wie auf dem Mars. Jede Veränderung der Treibhausgase (Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan) hat eine Störung des Wärmehaushalts zur Folge."

Diese Erklärung ist so nicht richtig. In erster Linie ist es das Vorhandensein einer Atmosphäre, das zu höheren Temperaturen im untersten Bereich der Atmosphäre im Vergleich zu den Oberflächentemperaturen eines Planeten ohne Atmosphäre führt. Nimmt man an, wie es in so vielen Lehrbüchern steht, daß unsere Erdatmosphäre keine sogenannten "Treibhausgase" enthielte, aber sonst die Masse der Erdatmosphäre hätte, dann wäre es sogar unerträglich heiß in dieser Atmosphäre. Weshalb? Der Wärmeübergang von durch Sonneneinstrahlung erhitzten Bodenbereichen in die darüberliegende Luft fände statt, so wie jeder Heizkörper die ihn umgebende Luft erwärmt. Der Wärmeeintrag in die Atmosphäre wäre also ungehindert möglich, ein Wärmeaustrag jedoch praktisch nicht mehr (in Bodennähe läge immer die kälteste, weil schwerste, Luft). Die sogenannten "Treibhausgase" sorgen also dafür, daß es nicht unerträglich heiß auf unserer Erde ist. Ausführliche Erklärung in:  "Die Erdatmosphäre - ein Wärmespeicher"  http://people.freenet.de/klima/wspeicher.htm
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Pascal
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #1 am: August 09, 2005, 07:14:28 »

Dein Kommentar hört sich zwar richtig an, ist er aber nicht. Denn du betrachtest lediglich die Sonnenseite eines Planeten mit/ohne Atmosphäre. Auf der Schattenseite wird es dementsprechend sehr viel kälter, da keine Atmosphäre da ist, die die Wärme am Planeten hält.

Aber jetzt wage ich mal eine Aussage:
Autoabgase+Produktion von Kraftfahrzeugen tragen weniger zum Treibhauseffekt bei als Reisfelder oder die Rinderzucht.

Ich will mich mit Details erstmal zurückhalten und warte auf eure Meinung dazu.
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #2 am: August 09, 2005, 08:33:48 »

@Pascal
Richtig. Ohne eine Atmosphäre wären die Oberflächentemperaturen auf einem Planeten auf der Sonnenseite weit höher als mit einer Atmosphäre, dafür auf der Nachtseite viel niedriger. Auf dem Mond schwanken die Temperaturen zwischen +150 °C und -150 °C. Lässt man die Strahlungsabsorption von den Treibhausgasen beiseite, würde es nur noch um die Wärmespeicherkapazität der Luftschicht gehen. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde sie aber längst nicht ausreichen, die durchschnittlichen Temperaturen auf der Erde von etwa 15 °C aufrecht zu erhalten.

Der Hr. Thieme vergisst aber auch die Konvektion. Laut seiner Logik würde die erwärmte Luft aufsteigen, während die kalte am Boden bliebe. Die warme Luft in den oberen Atmosphäreschichten müsste sich aber früher oder später abkühlen und wieder absinken.

Zitat
Autoabgase+Produktion von Kraftfahrzeugen tragen weniger zum Treibhauseffekt bei als Reisfelder oder die Rinderzucht.
Ich habe die Daten zwar nicht parat, aber auch die Landwirtschaft und die Viehzucht gehören zum anthropogener Einfluss auf die globale Erwärmung.
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H. Thieme
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #3 am: August 10, 2005, 10:48:50 »

Irrtum, liebe Leute. Eine Atmosphäre, die nicht in der Lage ist, über Strahlung Energie abzugeben, und das wäre eine solche ohne die sogenannten "Treibhausgase", kann nur über Konvektion Wärme abgeben. Und dies ist in Richtung All nicht möglich, dort gibt es keine Materie, an die Wärme per Kontakt übertragen werden könnte. Und nach unten, zum Erdboden hin, ist dies auch nicht möglich, da die kälteste Luft, weil schwerer als wärmere, stets unmittelbar über dem Erdboden lagert. Eine Atmosphäre ohne die sogenannten "Treibhausgase" hätte bezüglich der Wärmeaufnahme praktisch Gleichrichter-Qualität, Aufnahme von Wärme über Konvektion geht, Abgabe über Konvektion geht nicht und Abgabe über Strahlung geht auch nicht, da die strahlungsaktiven Substanzen fehlen.



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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #4 am: August 10, 2005, 11:10:52 »

Irrtum, liebe Leute. Eine Atmosphäre, die nicht in der Lage ist, über Strahlung Energie abzugeben, und das wäre eine solche ohne die sogenannten "Treibhausgase", kann nur über Konvektion Wärme abgeben. Und dies ist in Richtung All nicht möglich, dort gibt es keine Materie, an die Wärme per Kontakt übertragen werden könnte. Und nach unten, zum Erdboden hin, ist dies auch nicht möglich, da die kälteste Luft, weil schwerer als wärmere, stets unmittelbar über dem Erdboden lagert. Eine Atmosphäre ohne die sogenannten "Treibhausgase" hätte bezüglich der Wärmeaufnahme praktisch Gleichrichter-Qualität, Aufnahme von Wärme über Konvektion geht, Abgabe über Konvektion geht nicht und Abgabe über Strahlung geht auch nicht, da die strahlungsaktiven Substanzen fehlen.

Kann ja sein, dass ich mich hier gleich lächerlich mache, aber ich riskiers.  Lächelnd
Also: Ein Hauptgrund für den Treibhauseffekt ist doch wohl, dass einfallende Sonnenstrahlung am Boden als Wärmestrahlung reflektiert wird. Für diese wiederum sind Treibhausgase wie CO2 oder hauptsächlich Methan opak, also undurchlässig, ne?
=>Der Treibhauseffekt ist dann nicht hauptsächlich wegen Strahlungsaktivität, sondern passiver Strahlungsblockade. Oder?
=>Ohne Treibhausgase können Wärmestrahlen, die am Boden entstehen, ungehindert ins All entweichen, also nix mit Einbahnstraße.

Na: Blamage, oder Hoppla,-stimmt-ja-Effekt? Oder zwischendrin?
 Zwinkernd

Grüßle,
Andreas
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #5 am: August 10, 2005, 11:29:22 »

Und zur Aussage "Autoabgase+Produktion von Kraftfahrzeugen tragen weniger zum Treibhauseffekt bei als Reisfelder oder die Rinderzucht." möchte ich vorschlagen, daß der interessierte Leser einmal bei http://www.biokurs.de vorbeischaut.

Und zum vorstehenden Eintrag: Wer Fragen stellt, macht sich nie lächerlich, es sei denn er kapiert vorher gegeben Antworten nicht, sofern diese denn verständlich waren.

Zur Bemerkung:Ein Hauptgrund für den Treibhauseffekt ist doch wohl, dass einfallende Sonnenstrahlung am Boden als Wärmestrahlung reflektiert wird. Für diese wiederum sind Treibhausgase wie CO2 oder hauptsächlich Methan opak, also undurchlässig, ne?
Auch das ist nicht so richtig. Hierzu könnte ein Blick auf die Strahlungsdiagramme in ich glaube Bild 3 von "Die Erdatmosphäre - ein Wärmespeicher" http://people.freenet.de/klima/wspeicher.htm hilfreich sein. Es trifft zu, daß die sogenannten "Treibhausgase" vom Erdboden abgehende Wärmestrahlung absorbieren, in Wärme umwandeln. Diese Wärme, wie auch über sämtliche anderen Wärmeeintragsmöglichkeiten (Konvektion, Kondensationswärme des kondensierenden Wasserdampfes) der Luft zugeführte Wärme, wird über die Thermik (Aufsteigen erwärmter Luft) in jene Schichten geleitet, von denen sie dann in Richtuing All abgestrahlt wird, wobei der Wasserdampf offenbar die ganz, ganz überwiegende Rolle spielt.

Es ist unzutreffend von "Strahlungsblockade" zu sprechen. Es sind ja gerade die strahlungsaktiven Bestandteile der Luft, die eine Abstrahlung der Wärme aus höheren Luftschichten in Richtung All ermöglichen.

MfG H. Thieme
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #6 am: August 10, 2005, 12:05:20 »

Danke für die Aufklärung. Ja, stimmt, ich habe da einen Fehler gemacht. Die Treibhausgase reflektieren nicht, sondern absorbieren, verhalten sich also wie ein schwarzer Körper. OK.

Ja, ja. So ist das, wenn man zu schnell liest. Augen rollen  Eigentlich wollte ich hauptsächlich darauf reagieren:
Irrtum, liebe Leute. Eine Atmosphäre, die nicht in der Lage ist, über Strahlung Energie abzugeben, und das wäre eine solche ohne die sogenannten "Treibhausgase", kann nur über Konvektion Wärme abgeben.
Mich störte, dass hier ohne Treibhausgase nur über Konvektion Wärme abgegeben würde - aber wer lesen kann ist natürlich klar von Vorteil: Die Atmosphäre kann ohne Treibhausgase nur durch Konvektion Wärme abgeben.
Über den Rest der Erde ist ja hier nix gesagt.

Also Verzeihung, dass ich Ihnen einen solchen Faux-Pas zugetraut habe.  Zwinkernd

P.S: Dass Sie sich gut mit dem Treibhauseffekt auskennen, ist ja voll in Ordnung. Aber zur Stützung Ihrer Aussagen Ihren eigenen Artikel anzugeben ist...wie soll ich's sagen... nicht sooooo argumentstärkend!  Lächelnd

Daher hier noch mal was von unserem Freund Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Treibhauseffekt

Nix für ungut, und Grüßle,
Andreas
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #7 am: August 10, 2005, 06:31:30 »

Irrtum, liebe Leute. Eine Atmosphäre, die nicht in der Lage ist, über Strahlung Energie abzugeben, und das wäre eine solche ohne die sogenannten "Treibhausgase", kann nur über Konvektion Wärme abgeben. Und dies ist in Richtung All nicht möglich, dort gibt es keine Materie, an die Wärme per Kontakt übertragen werden könnte. Und nach unten, zum Erdboden hin, ist dies auch nicht möglich, da die kälteste Luft, weil schwerer als wärmere, stets unmittelbar über dem Erdboden lagert. Eine Atmosphäre ohne die sogenannten "Treibhausgase" hätte bezüglich der Wärmeaufnahme praktisch Gleichrichter-Qualität, Aufnahme von Wärme über Konvektion geht, Abgabe über Konvektion geht nicht und Abgabe über Strahlung geht auch nicht, da die strahlungsaktiven Substanzen fehlen.
Mit deiner Aussage bin ich zufrieden. Jedoch hast Du nicht bemerkt, dass ich einen Vergleich zu einem Planeten komplett ohne Atmosphäre gezogen habe, geschweige denn Stellung bezogen.

Mein Satz mit Autoabgasen und Rinderzucht war lediglich ein Anreiz für eine Diskussion. Aber nicht für einen plumpen Verweis auf eine zugegebenermaßen billige Webseite. Wozu eine CD kaufen, wenn Wikipedia alles schneller und günstiger liefert? (wiki = hawaiianisch, für schnell)
Ich halte mich da mal eher an mein eigenes Fachwissen - ich bin bytheway erwähnt, Umweltingenieur - und sage dir, dass Methan mehrhundertfach als Kohlenstoffdioxid zum Treibhauseffekt beiträgt.
Des weiteren ist Feinstaub zudem ein sehr großes Thema, wenn man das weltweite Klima betrachtet. Siehe hierzu einschlägige Berichte in den Medien/Sendungen zu Rußpartikelfiltern. Es gibt z.B Studien darüber, warum auf manchen Inseln die Atmosphäre absolut klar erscheint und auf anderen quasi nie. Das beruht auf atmosphärischen Strömungen von Feinstaub, Ruß und ähnlichen Partikeln, die vor allem durch die größte Umweltsau weltweit hervorgerufen wird: den Flugverkehr.

Ich sage Euch nur eines - in 50, spätestens 100 Jahren wird die Welt anders aussehen:

- In spätestens 20 Jahren: Die USA werden einige Länder wegen des Öls erneut angegriffen haben.
- In spätestens 50 Jahren: Es gibt kein Erdöl mehr. Man wird Flugbenzin und andere Kraftstoffe aus Kohle herstellen. Hitler hat das bereits im 2. Weltkrieg gemacht - es funktioniert.

Des weiteren wird es herbe Einschnitte geben. Eventuell auch klimatische. Es gibt Studien darüber, dass es sehr wahrscheinlich (~80 %) ist, dass binnen der nächsten 10-20 Jahre der Golfstrom ausfällt. Dann wird es mindestens durchschnittlich 10 Grad kälter in ganz Europa - mit erheblichen Wirkungen. Landwirtschaft, Energieversorgung, alles wird sich anpassen müssen. Es werden definitiv noch mehr Menschen hungern.
In anderen Gebieten wird es definitiv heißer. Die Wüsten breiten sich aus - Spanien und Portugal werden mehr und mehr versanden und deshalb ebenfalls weniger Erträge in der Landwirtschaft bringen.

Entwicklungen, die sehr wahrscheinlich kommen werden.

Und ich habe nicht einmal auf eine Webseite verwiesen Zwinkernd
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #8 am: August 10, 2005, 09:12:50 »

Zitat
Ich halte mich da mal eher an mein eigenes Fachwissen - ich bin bytheway erwähnt, Umweltingenieur - und sage dir, dass Methan mehrhundertfach als Kohlenstoffdioxid zum Treibhauseffekt beiträgt.
Das ist ja auch den meisten klar. Der Mann aber leugnet jedwede Wirkung der Treibhausgase auf das Weltklima.

Zitat
Des weiteren ist Feinstaub zudem ein sehr großes Thema, wenn man das weltweite Klima betrachtet.
Russpartikel und Aerosole kühlen die Erde wiederum ab (negativer Rückkopplungseffekt). Eine in Nature veröffentlichte Studie gibt Anlass zur Sorge, dass eine Verbesserung der Luftqualität die Erderwärmung beschleunigen könnte.
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #9 am: August 11, 2005, 12:05:04 »

Nun mal langsam. Und lasst Euch durch solchen Schwachsinn wie "Es gibt Studien darüber, dass es sehr wahrscheinlich (~80 %) ist, dass binnen der nächsten 10-20 Jahre der Golfstrom ausfällt. Dann wird es mindestens durchschnittlich 10 Grad kälter in ganz Europa - mit erheblichen Wirkungen. Landwirtschaft, Energieversorgung, alles wird sich anpassen müssen. Es werden definitiv noch mehr Menschen hungern."  nicht verängstigen. Die Lehre von der Hölle und dem darin brennenden Fegefeuer ist hier schlichtweg von der CLIMATOLOGY CHURCH kopiert worden. Man weiß, daß verängstigte Menschen gefügig und bestens manipulierbar sind. Deshalb: Nutzt Euer Gehirn, lernt, studiert und wagt Euch daran, Behauptungen zu überprüfen.

Wenn das stimmen würde: "und sage dir, dass Methan mehrhundertfach als Kohlenstoffdioxid zum Treibhauseffekt beiträgt", dann müßte in den von den Satelliten aufgenommenen Strahlungsspekteren schon mal eine Marke vom Methan zu erkennen sein. Ich habe bisher kein solches Spektrum gesehen, das auf Wirkungen vom Methan hinweist. Die Strahlung absorbierende Wirkung des Methan ist für den Wärmehaushalt der Atmosphäre im übrigen unerheblich. Aber Methan ist hier nicht das Thema.

Es sollte übrigens nicht so schwer zu verstehen sein, daß man sich bei der Betrachtung der Wirkungen der Erdatmosphäre auch mal die Sicht von außen, also aus dem All, heranzieht. Und da stellt sich die Erde mit ihrer Atmosphäre so dar, daß Wärmestrahlung zum geringeren Teil vom Erdboden ins All gelangt, zum noch geringeren Teil durch Strahlung ausgehend vom CO2 in der Luft in großer Höhe und bei dementsprechend geringen Temperaturen. Der ganz überwiegende Teil der Wärmeabstrahlung geht vom Wasserdampf und -sofern vorhanden- von den Wolken aus. Bei einer geschlossenen Wolkendecke geht nahezu die gesamte Wärmeabstrahlung von Wasserdampf und Wolken aus, selbstverständlich auf dem Temperaturniveau, auf dem sich Wasserdampf und Wolken in der Höhe befinden. Und da die Bewölkung stark schwankt, muß man wohl davon ausgehen, daß so gut wie allein die Bewölkung den Wärmehaushalt der Erde reguliert. (Welche Temperaturen haben wir denn an diesen gegenwärtigen Sommertagen?). Alle anderen Einflüsse in der Atmosphäre sind dagegen Kinkerlitzchen.

Eine Frage sei mir erlaubt, welche physikalischen Grundlagen darf man nicht kennen, muß man leugnen, um "Umweltingenieur" werden zu können? Oder muß man nur darauf verzichten, jemals selbständig denken zu wollen?
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #10 am: August 11, 2005, 01:19:51 »

Jungs, Jungs. Was'n los?
War hier nicht mal irgendwann was von "kritischem Denken" die Rede? Ankeifen gehört da glaube ich nicht so dazu.

Es stimmt, dass Wasserdampf den weitaus grössten Teil, etwa zwei Drittel, zum Treibhauseffekt beiträgt. Kohlendioxid macht ca. 15% aus, Ozon etwa 10%, Distickstoffoxid (N2O) und Methan (CH4) je etwa 3%.
Was hier bei den Zahlen evtl. ein bisschen Verwirrung stiftet, ist, dass seit Beginn der Industrialisierung bis heute bei Kohlendioxidgehalt um ca. 30%, der von Methan um 120% und der von Distickstoffoxid um ca. 10% zugenommen haben.
Quelle: Max-Plank-Institut für Meteorologie, 16.03.2000.

Das ist zwar nicht ganz up-to-date, aber immerhin.
D.H., was den sogenannten anthropogenen Treibhauseffekt angeht, beträgt die Einflusszunahme von Methan im Vergleich zum CO2 das Vierfache. Das heißt aber nicht, dass Methan den Löwenanteil zum Effekt ausmacht.

Hier den Beitrag des Menschen als Kinkerlitzchen zu verniedlichen bringt aber auch nix. Es stimmt, dass der Wassergehalt der Atmosphäre wesentlich stärkeren Einfluss nimmt, als die "Treibhausgase". Außerdem spielt auch der Sonnenzyklus eine nicht zu vernachlässigende Rolle.
Die Geschichte der Klimaforschung ist einfach zu jung, um hieb- und stichfeste Aussagen treffen zu können.

Aber:die globale Erwärmung findet statt, und sie ist gefährlich.es ist daher unser aller Pflicht, so viel dagegen zu unternehmen, wie in unserer Macht steht. Augen zumachen, Scheuklappen auf oder "wir ham da keine Schuld dran" bringen uns absolut jar nüscht!

Wie ist da Eure Meinung zu?
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #11 am: August 11, 2005, 04:03:15 »

Die globale Erwärmung, soweit sie nicht durch außerirdische Einflüsse (verstärkte Sonneneinstrahlung, Wirkungen kosmischer Strahlung) verursacht sein könnte, ist ein Riesenschmarrn. Es dürfte auch einem nur einigermaßen mit der Physik vertrauten Zeitgenossen verständlich sein, daß, wenn der Energieinhalt (Wärmeinhalt) des Systems Erde/Atmosphäre linear proportional der absolutenTemperatur in diesem System ist, die Abstrahlungsleistung hingegen sich proportional mit der vierten Potenz derselben Temperatur verändert, keine Erwärmung durch interne Faktoren stattfinden kann. Jeder Temperaturanstieg wird sofort durch eine weitaus überproportionale Steigerung des Wärmeabtransportes ausgeglichen. (Wenn ich hundert Euro einnehme und hundert Euro ausgebe, dann sammelt sich bei mir kein Geld an, wenn ich nun an Stelle von 100 Euro 101 Euro einnehne und gebe dann (101/100) hoch vier Euro = 104,0604 Euro aus, dann habe ich nichtmal mehr einen ausgeglichenen Haushalt. Klar?)

Nicht kapiert? Dann bitte lesen: "Die Erdatmosphäre - ein Wärmespeicher" http://people.freenet.de/klima/wspeicher.htm, und zwar solange, bis der Groschen gefallen ist.

Die einzige Wirkung eines erhöhten CO2-Gehaltes in der Atmosphäre wird mittlerweile von jenen Leuten, die da in der "Deutsche Meteorologische Gesellschaft" den Treibhauseffekt meinen verteidigen zu müssen, in der Verlagerung der Abstrahlungsebene des CO2 um einige hundert Meter in größere Höhe http://www.dmg-ev.de/gesellschaft/aktivitaeten/pdf/treibhauseffekt.pdf. Aber dieser Effekt ist vernachlässigbar gegenüber der Wirkung der Leistungssteigerung der Abstrahlung aus den anderen Bereichen.
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #12 am: August 11, 2005, 04:22:45 »

Wissen ist gut. Überheblichkeit nicht.
Wir leiden also alle an einer Massenhysterie, ne? Und das Ross-Eisschelf auch?

Und wenn hier die Temperatur 5 Grad steigt, und gleichzeitig in Johannesburg um 3° und in Addis Abbeba um 2° fällt, dann gibt es keine globale Erwärmung und alles ist in Butter?

Und was hat "global dimming" mit Treibhausgasen zu tun? Nix. was sind sonst die Quellen, die sie in Ihrem Essay angeben? Ein Buch über Thermodynamik, eine PPT eines "Institutes", der US-Regierung, des weltweit größten Umweltverschmutzers (!!!!), und eine PDF der Deutschen Meteorologischen Gesellschaft, die in ihrem Fazit zum Schluss kommt....
Zitat
Es ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen, daß sich die Strahlungsflüsse im System Erde/Atmosphäre durch die Zunahme der klimarelevanten Spurengase verändern. Ohne Berücksichtigung der Rückkopplung mit dem komplexen Klimasystem würde dies mit Sicherheit zu einer Erwärmung der Erdoberfläche und der Troposphäre führen. Die eigentliche, wissenschaftlich herausfordernde Debatte beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die verschiedenen Rückkopplungsprozesse die strahlungsbedingte Erwärmung verstärken oder dämpfen.

Das klingt ein kleines bisschen anders, ne?
Und ansonsten...na....IHR Essay. Hallo? Was stimmt an diesem Bild nicht?  Zwinkernd
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #13 am: August 11, 2005, 05:56:55 »

Sie Schlaumeier, es spielen die Strahlungsflüsse in der Atmosphäre in dieser Hinsicht keine Rolle. Die einzig und allein entscheidende Frage ist, ob am oberen Atmosphärenrand weniger oder mehr Wärme in den Weltraum (ausschließlich über Strahlung) entweicht. Und da ist es nun mal so, daß, wenn die Atmosphäre und auch die Erdoberfläche höhere Temperaturen ausweisen, deren Strahlungsleistung mit der vierten Potenz der Temperatur steigt. Ob innerhalb der Atmosphäre die Wärme über Massenaustausch (Thermik), Leitung, Verdunstung uind Kondensation oder Strahlung transportiert wird, ist für den Wärmehaushalt der Atmosphäre ohne Belang.

Es geht allein darum, ob die Atmosphäre mehr oder weniger Wärme enthält. Und durch mehr CO2 in der Atmosphäre kann der Wärmeinhalt der Atmosphäre nun mal nicht ansteigen. Die Abstrahlung der Wärme ins All wird durch mehr CO2 in der Atmosphäre keineswegs beeinträchtigt. In dieser Hinsicht ist das von Ihnen fett wiedergegebene Zitat Blödsinn.

Wenn Sie schon Murphys Law als Pseudonym benutzen, dann ist vielleicht darauf hinzuweisen, daß dieses "Gesetz" besagt, daß alles, was passieren kann, auch irgendwann passiert. Murphy formulierte aber nicht darüber hinaus. Also: Alles, was unmöglich ist, kann auch nicht passieren!
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Re: Treibhauseffekt
« Antworten #14 am: August 11, 2005, 07:31:44 »

Sie sind eloquent und fallen nicht gleich auf den Mund. Das ist gut, wenn Sie Ihren Standpunkt zu verteidigen wissen. Aber ich glaube, Sie stiften ein wenig Verwirrung, wenn Sie wild mit Begriffen von der vierten Potenz, Abstrahlungsleistung, Absorption und dergleichen umherschmeißen, um Ihrer vermeintlichen geistigen Überlegenheit Ausdruck zu verleihen. Ihre Aussagen sind im Allgemeinen richtig, aber sie hören sich nicht sehr schlüssig an, weil Sie, bewusst oder nicht, von einer logischen Falle in die nächste tappen. Sie verlieren sich in komplexen Aussagen, während Sie die einfachen Zusammenhänge schlichtweg ignorieren. Fakt ist, dass die kurzwellige Strahlung zum Infraroten hin verschoben wird, wenn sie von der Erdoberfläche reflektiert und auf die Moleküle der treibhausrelevanten Gase trifft. Oder anders: Warum lüften Sie im Sommer ihre Wohnung, wenn die eingedrungene kurzwellige Strahlung Ihrer Theorie zufolge ungehindert Ihre Behausung verlassen kann? Ihr Beispiel mit 100 Euro finde ich deswegen irgendwie irreführend. Wenn Sie Ihre Aussagen vereinfacht darstellen möchten, tun Sie uns bitte den Gefallen, Ihre Gedankenkette nachvollziehbarer zu präsentieren, um uns möglichst nicht zu überfordern.

Übrigens, wenn Sie meinen, dass die Abstrahlung der Wärme ins All durch mehr CO2 in der Atmosphäre keineswegs beeinträchtigt wird, wie wollen Sie dann die ziemlich homogene Temperatur auf der Venusoberfläche von 470 °C erklären (auch auf der Nachtseite)? Zur Erinnerung: Die Atmosphäre der Venus besteht zu 95% aus Kohlendioxid.
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