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| | |-+  Ende der homosexualität?!
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Autor Thema: Ende der homosexualität?!  (Gelesen 8609 mal)
malchik1312
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Ende der homosexualität?!
« am: April 18, 2006, 10:23:21 »

Hab einen Bericht gelesen in dem es darum geht,dass in naher Zukunft die sexuelle Orientierung per Genmanipulation beeinflusst werden kann und es so kommen würde dass in ein paar 100 Jahren keine Homosexuellen mehr auf unserem Planeten wären.Ist das denkbar?Was meint ihr dazu?
Link:http://www.skeptischeecke.de/Worterbuch/Alphawellen/Beloffismus/Mythen_uber_Homosexualitat/mythen_uber_homosexualitat.html

Auzug:

Das Problem ist nur, dass es in hundert oder spätestens zweihundert Jahren kaum noch Homosexuelle geben wird – ganz besonders keine homosexuellen Männer.

Diese Schlussfolgerung leitet sich zwangsläufig aus den neuen Erkenntnissen der Genetik und dem Triumph der Frauenbewegung her. Niemand in der Genforschung zweifelt heute noch ernsthaft daran, dass Homosexualität eine starke genetische Komponente hat, und die präzise Identifizierung ist nur noch eine Frage der Zeit. Selbst ein Verbot jeglicher Forschung in diese Richtung würde nicht funktionieren. Der Punkt ist ganz einfach: Potenzielle Eltern sind schon per Definition heterosexuell, und die wenigsten von ihnen möchten ein homosexuelles Kind (ganz besonders ungern einen homosexuellen Jungen, denn der wird ihnen ziemlich sicher keine Enkel schenken). Das bedeutet nicht, dass Eltern ihre realen homosexuellen Kinder nicht oder weniger lieben – aber darum geht es nicht: Worum es geht, ist die Wahl, die diese Eltern – und besonders die Mütter – haben, bevor das Kind überhaupt auf die Welt kommt. Die Frauenbewegung hat durchgesetzt, dass schwangere Frauen innerhalb der ersten drei Schwangerschaftsmonate abtreiben dürfen, ohne dass ernsthaft nach Gründen geforscht wird (wenngleich es noch Reste von „Zwangsberatung“ gibt, die aber im Grunde belanglos sind). Man kann also nicht wirklich etwas dagegen sagen, wenn die Frau sich entscheidet, ein Kind abzutreiben, weil die Wahrscheinlichkeit unangenehm hoch ist, dass es homosexuell werden könnte.

Und das ist nur die erste Phase. Sobald eine effektive Methode zur Genreparatur erhältlich ist, mit der vor allem Erbkrankheiten ausgeschaltet werden können, spricht nichts dagegen, diese auch für andere Dinge anzuwenden: einfache Dinge wie Augen- oder Haarfarbe oder kompliziertere Dinge wie sexuelle Orientierung. Ein häufiger Einwand ist hier: Sexuelle Orientierung ist so kompliziert, dass man sie niemals präzise verorten kann. Selbst wenn dem so wäre, so könnte man immer noch probabilistische Entscheidungen fällen – auch ein 20prozentiges Risiko auf ein homosexuelles Kind könnte für viele Mütter schon zu viel sein. Aber Homosexualität kann genetisch sehr einfach sein, wenn sie sozusagen ein Trittbrettfahrer auf der allgemeinen Sexualität ist. Dieses System ist vorhanden, und es ist ungeheuer kompliziert; aber es könnte ein einzelner Schalter ausreichen, um die Sexualität sozusagen in eine andere Richtung zu lenken. Eine Maschine, die Schuhe produziert, ist mit Sicherheit ziemlich kompliziert; aber ob es grüne oder gelbe Schuhe werden, kann von einem einzigen Schalter abhängen.

Mit rechtlichen Mitteln gegen diese Möglichkeit vorzugehen, dürfte sich als sinnlos erweisen. Schon die Abtreibungsdebatte hat gezeigt, dass Illegalisierung einer opferlosen „Verbrechens“ bei starker Nachfrage in bedeutenden persönlichen Entscheidungen völlig nutzlos ist. Und selbst bei rigider und effektiver Kontrolle mit hoher Strafandrohung – und wie sollte das ohne Polizeistaat möglich sein? – hätten Frauen, die in Deutschland oder Europa keine Genanalyse ihres Fötus bekommen, die Möglichkeit, in andere Länder oder Kontinente auszuweichen – ein „Genanalysentourismus“ wäre die Folge. Der rechtskonservative Christ Pat Robertson hat süffisant angemerkt, dass die Schwulenbewegung bald Pro-Life werden müsste; der schwule Aktivist Larry Kramer hat dagegen gehalten, dass die Christen bald die Freiheit der Wahl propagieren müssten.

Soziologisch argumentierende Menschen könnten jetzt vorbringen, dass eine generell gesellschaftlich verbesserte Einstellung gegenüber Homosexuellen dazu beitragen könnte, dass angehende Eltern auch ein homosexuelles Kind bekommen möchten. Die Wahrscheinlichkeit hierfür ist eher gering; Menschen, die überhaupt Kinder wollen, wollen meist auch gerne Enkelkinder (evolutionspsychologisch leicht nachvollziehbar), die ihnen homosexuelle Söhne kaum schenken würden (dies gilt eingeschränkt für homosexuelle Töchter, bei denen die Nachwuchswahrscheinlichkeit höher ist). Außerdem haben auch Neigungen wie „Akzeptanz von Homosexuellen“ eine genetische Komponente, und wenn die Familie nicht weitergeführt wird, weil der homosexuelle Sohn keine Kinder bekommt, so wird auch diese Neigung nicht weitergegeben (selbst wenn man Großfamilien voraussetzt, so kommt es im Laufe mehrerer Generationen doch zwangsläufig zu einem langsamen „Wegtröpfeln“ der Neigung). In früheren Zeiten hätten sich Kritiker vielleicht noch mit der „unendlichen Plastizität“ der menschlichen Natur mühsam herausretten können – im Sinne einer über viele Generationen konstanten gesellschaftlichen „Schwulenfreundlichkeit“ – aber diese Position ist schon lange nicht mehr haltbar; dafür ist viel zu viel über die genetischen Komponenten des menschlichen Verhaltens bekannt. Aus offensichtlichen Gründen nützt es auch nichts, wenn homosexuelle Paare Babys adoptieren; diese werden nicht mit erhöhter Wahrscheinlichkeit selbst homosexuell, da es eben eine genetische Veranlagung ist. Auch Samenspenden homosexueller Männer werden keinen Effekt haben, denn die genetische Veranlagung wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit über das X-Chromosom weitergegeben, das alle Menschen von ihren Müttern erhalten; und selbst wenn sich dies nicht bestätigen sollte, würde dies den „Raubbau“ an den Homosexuellenzahlen nur verlangsamen, nicht stoppen.

Denkt man die gesellschaftlichen Konsequenzen durch, kann einem schwindlig werden (die Diskussion ist selbstverständlich nicht auf Homosexuelle beschränkt). Erstens: Die Zahl der Homosexuellen wird drastisch sinken, besonders im Falle der Männer. Zweitens: Diejenigen, die sich dennoch entscheiden werden, homosexuelle Kinder zu bekommen, sind Frauen, die aus bestimmten Gründen eine eingeschränkte Wahl haben. Eine kleine Gruppe werden hier Frauen sein, die so alt sind, dass sie keine weitere Möglichkeit mehr haben, ein Kind zu bekommen; diese Frauen werden sich vermutlich gegen eine Abtreibung entscheiden. Aber ab Phase 2 (Genreparatur) können sie sich dann wieder frei entscheiden. Und die andere – international gesehen sicher größere – Gruppe sind religiöse Fundamentalisten, die jeden Eingriff in eine Schwangerschaft ablehnen, weil er mit ihrem Glauben kollidiert. Drittens: Mit dramatisch schrumpfenden Homosexuellenzahlen wird die gesamte Homosexuellenkultur zerstört oder aber jedenfalls bis zur Unkenntlichkeit transformiert werden. Homosexuelle werden wieder unsichtbar sein – nur dieses Mal ist es nicht die Gesellschaft, die nicht sehen will, sondern es gibt tatsächlich (fast) nichts zu sehen. Viertens: Weibliche Homosexuelle werden prozentual gesehen einen höheren Anteil an der Zahl der Homosexuellen insgesamt haben, denn es steht zu erwarten, dass die mütterliche Bereitschaft, ein homosexuelles Mädchen zu bekommen, höher ist als bei einem Jungen.

Wenn man Zahlen mag, kann man etwas drauflos spekulieren. Zurzeit kann man bundesweit von etwa 2 Millionen männlichen Homosexuellen ausgehen. Man schätzt, dass etwa 90 Prozent aller Frauen sich für eine Abtreibung entscheiden würden, wenn man ihnen mitteilt, dass sie mit deutlich erhöhter Wahrscheinlichkeit ein genetisch bedingt behindertes Kind bekommen würden. Nehmen wir nur einmal an, dass nur 50 Prozent aller Frauen, denen dasselbe in Bezug auf einen potenziell homosexuellen Sohn mitgeteilt wird, sich für eine Abtreibung entscheiden; in diesem Fall halbiert sich die Zahl der Homosexuellen. Nach dieser einen Generation beginnt jedoch fast mit Sicherheit Phase 2 (Genreparatur), womit sich mindestens 80 Prozent der betroffenen Frauen dafür entscheiden dürften; damit fällt die Homosexuellenzahl auf ein Fünftel, also bei gleichbleibender Bevölkerung in Deutschland auf 400.000 – und Deutschland ist ein liberales und tolerantes Land; in zahlreichen anderen Ländern ist es wesentlich schlimmer stigmatisiert, ein homosexuelles Kind zu haben, und es werden sich vermutlich fast alle Frauen dagegen entscheiden. Es ist wahrscheinlich nicht übertrieben, von einer weltweiten Ablehnungsquote von 85 % auszugehen, was bei heute etwa 3,2 Milliarden männlichen Menschen etwa 24 Millionen männliche Homosexuelle bedeuten würde. Weltweit. Und man kann vermuten, dass die Ablehnungsquote im Laufe der Generationen eher steigt als fällt, da Homosexuelle immer „unsichtbarer“ werden und es daher sozial und praktisch immer schwieriger werden dürfte, ein homosexuelles Kind zu haben – und auch die schlichte elterliche Liebe sollte man nicht vergessen: Kann mein Kind überhaupt glücklich werden, wenn die Wahl seiner potenziellen Partner so drastisch eingeschränkt ist? Dazu kommt, dass viele Homosexuelle aus Familien kommen werden, die – wie schon erwähnt – fundamentalistisch und alles andere als modern, liberal und progressiv sind – und das wird sich zweifellos auch auf den Charakter der Homosexuellen selbst auswirken und ihre Attraktivität für die Menschen des 3. Jahrtausends nicht gerade erhöhen.

Lässt sich dieser Trend aufhalten? Zunächst einmal kann man die simple Frage stellen: Wozu? Betrifft es einen Homosexuellen des Jahres 2006 wirklich, ob es im Jahre 2106 weniger, mehr oder gar keine Homosexuellen mehr gibt? Oder anders: Betrifft es mich wirklich, ob es im Jahre 2106 noch Deutsche oder Männer über zwei Meter gibt, nur weil ich diesen beiden Gruppen zufällig angehöre? Niemand spricht schließlich von einem Holocaust gegen deutsche Riesen, sondern einfach von dem Umstand, das solche Männer nicht mehr geboren werden – vielleicht kommt Größe ja mal aus der Mode – oder von einer Umdefinition eines politischen Begriffs (hoffentlich sind wir 2106 alle Europäer oder noch besser Weltbürger). Genauso wenig geht es darum, Homosexuelle zu vernichten, bekehren, therapieren oder sonst irgend etwas ... jeglicher Eingriff in den biologischen Lauf findet statt, bevor der Fötus auch nur entfernt einem Menschen ähnelt, trotz der Pro-Life-Propaganda. Außerdem wäre die Genreparatur kein schädlicher Eingriff, sondern eine Kleinigkeit (wenn nicht sofort, dann ganz bestimmt innerhalb weniger Jahre). Das seltsame Gefühl in der Magengegend, das einen bei dieser Argumentation befällt, ist stammesgeschichtlich verständlich, entbehrt aber jeder Logik – und gerade Homosexuelle sollten gelernt und verstanden haben, dass „Bauchgefühle“ kein besonders guter Ratgeber sind. Das „genetische Roulette“ ist zwar unser Erbe, aber niemand zwingt uns, es bis in alle Ewigkeit weiter zu spielen.

Wenn man die Position eines Menschen bezieht, dem diese Logik zuwider ist und dem sehr viel daran liegt, dass es auch in Zukunft noch zahlreiche Homosexuelle gibt, dann muss man gute Argumente vorbringen. Eine Möglichkeit wäre, auf den unwiederbringlichen Verlust der homosexuellen Kultur hinzuweisen – der unbestreitbar ist. Aber damit begibt man sich sofort in die Nähe derjenigen, die sämtliche Kulturen bewahren wollen, ganz gleich, wie abstoßend sie einem erscheinen mögen – radikale Kulturrelativisten, für die alle Kulturen im Grunde gleichwertig sind (ein Glaubenssatz, frei von empirischem oder moralischem Ballast). Außerdem ... besteht tatsächlich ein Zusammenhang zwischen künstlerischer Begabung und sexueller Orientierung? Wäre ein heterosexueller Andy Warhol kein begabter Künstler gewesen? Das ist unmöglich nachzuprüfen (vielleicht nicht, aber vielleicht wäre er sogar noch besser gewesen).

Es ist natürlich so, dass die Genreparatur auch umgekehrt funktioniert – es wäre auch möglich, ein eigentlich heterosexuelles Kind in ein homosexuelles zu verwandeln (oder präziser: die Wahrscheinlichkeit für Homosexualität deutlich zu erhöhen). Wäre es denkbar, dass Homosexualität sozusagen „in Mode“ kommt (so wie vermutlich verschiedene Augen-, Haar- und Hautfarben genetisch „in Mode“ kommen könnten)? Wenn ja, dann nicht lange, da – wie oben erwähnt – die Neigung, ein homosexuelles Kind haben zu wollen, eine genetische Komponente haben dürfte und damit nicht weitervererbt würde. Hingegen würde der explizite Wunsch, kein homosexuelles Kind haben zu wollen, sich im Genpool ausbreiten wie ein Buschfeuer. Konsequenz daraus ist, dass selbst eine kurzlebige Mode „pro Homosexualität“ nicht lange Bestand haben könnte und bestenfalls noch einige kleine Schlenker nach oben auf einer steil nach unten weisenden Kurve produzieren dürfte.

Wäre es unethisch, wenn Ärzte die entsprechende Information weitergäben? Vielleicht, aber das hält niemanden auf. „Sehen Sie, vor nicht länger als zehn Jahren sagten die meisten Genetiker, wir machen unter keinen Umständen bei einem Fötus eine Geschlechtsbestimmung, weil wir nicht wollen, dass auf dieser Grundlage abgetrieben wird.“, so Phil Reilly, Leiter des Shriver Center for Mental Retardation. „Hum. Jetzt wird die Information routinemäßig weitergegeben.“ Man kann sicher davon ausgehen, dass es sich bei Gentests genauso verhalten würde.

Der Verweis darauf, dass eine Genanalyse außerordentlich kompliziert und vielleicht gar nicht wirklich machbar ist, hilft ebenso wenig. Erstens kann man gerade in diesem – außerordentlich „heißen“ – Bereich mit rasanten Fortschritten rechnen. Zweitens ist es schon passiert: „Es ist keine Frage, ob der Chip, mit dem man das Schwulengen finden kann, hergestellt werden soll oder nicht. Der Chip ist bereits hergestellt worden.“ (Burr). Ein solcher Chip, selbst wenn er nicht spezifisch zum Auffinden des Schwulengens konstruiert wird, ist von so großem medizinischen Nutzen, dass seine Verwendung nicht aufzuhalten ist. Chuck Link vom Human Gene Therapy Institute beispielsweise arbeitet in der Krebsforschung und träumt nach eigener Aussage von einer gezielten genetischen Krebstherapie – effektiv eine Genreparatur, die selbstverständlich auch für andere genetische Faktoren verwendet werden und sogar die sexuelle Orientierung bereits erwachsener Menschen ändern könnte. Chandler Burr merkt dazu an: „Dass bestimmte Gentherapieprozeduren noch nicht machbar sind, heißt nur, dass bestimmte Diskussionen bis morgen aufgeschoben werden.“ Wie weit weg ist morgen? Als Burr Chuck Link dazu befragte, entgegnete dieser: „Es wird für eine lange Zeit nicht möglich sein.“ Wie lang ist lang? „Oh, Jahre und Jahre in der Zukunft.“ Wie viele Jahre? Dreißig Jahre? Link lachte kurz auf und hebt die Augenbrauen: „Oh nein. Nicht so lange.“

Science Fiction? Gar nicht. Der US-amerikanische Genetiker Richard Lewontin sieht exakt diese Entwicklung voraus, wenn er über die Genforschung im Bereich sexueller Orientierung sagt: „Wozu will man die Antwort wissen? Allein die Frage zu stellen, impliziert, dass es eine wichtige Frage ist. Das ist mein Problem: Man muss mir klarmachen, warum man glaubt, es sei eine wichtige Frage.“ Der Genetiker David Botstein kommentiert: „ [Lewontin] glaubt, dass dies eine Art von Wissen ist, das ausschließlich missbraucht werden kann. Wenn ich [Dean] Hamer wäre, würde ich das [die Erforschung der genetischen Grundlagen der sexuellen Orientierung] nicht tun. Ich glaube nicht, dass dabei etwas Gutes herauskommt.“ Phil Reilly bringt es auf den Punkt: „Es spielt keine Rolle, was Sie oder ich denken. Bei Gentests ist das Einzige, was zählt, das, was die Frauen denken, die die Kinder kriegen. Ich glaube, es ist besser, der Frau zu gestatten, eine Schwangerschaft abzubrechen aus Gründen, die wir nicht akzeptieren, als zu bestimmen, was sie tun sollte. Und wenn sie sagt ‚Ich will kein homosexuelles Kind’, dann glaube ich nicht, dass der Staat das Recht hat, ihr zu sagen, was sie tun oder lassen soll. Es ist keine Schwulensache – es ist eine ‚Mein Bauch gehört mir’-Sache.“ Und was die technische Machbarkeit betrifft, so merkt Jasper Rine, Molekulargenetiker an der University of California, Berkeley, an: „Wenn man den technologischen Fortschritt in der Genetik in den letzten fünf Jahren zu Grunde legt, ist es nicht länger vernünftig, in Frage zu stellen, ob wir etwas verstehen können. Alles ist jetzt in Reichweite. Ich meine alles. Einige Sachen werden leichter werden, andere furchtbar schwierig, aber alles ist jetzt in Reichweite.“

Chandler Burr nennt es das Wissen um Gut und Böse – die stetig wiederkehrenden Dilemmata, vor die Technologie und Wissenschaft die Gesellschaft stellen. Niemand von den Menschen, die in diesen Bereichen arbeiten, sind Schwulengegner (einige sind selbst homosexuell); Burr ist es nicht; und ich bin es auch nicht. Aber niemand kann sich ein realistisches Szenario ausmalen, das dem hier geschilderten grundsätzlich widerspricht und logisch überzeugender ist. Wenn es gute Argumente gibt, die ich übersehen haben sollte, dann wäre ich wirklich sehr daran interessiert, sie zu hören, und ich lade jeden Leser und jede Leserin der SE noch einmal extra dazu ein, sich an der Diskussion zu beteiligen. Ich kann nicht aus persönlicher Betroffenheit sagen, wie sich eine solche „Vision“ für einen Homosexuellen liest, aber – wie schon erwähnt – wenn ich Analogien dafür entwickeln müsste (Nationalität, Körpergröße, Interessenschwerpunkte), würde es mir schwer fallen, mich direkt von dem betroffen zu fühlen, was in hundert Jahren sein wird, wenn ich schon längst tot bin. Andererseits weiß ich, dass es Menschen gibt, denen sehr viel daran liegt, dass beispielsweise der Name ihrer Familie noch in Hunderten von Jahren existiert – persönlich nachempfinden kann ich das nicht.

 

 
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Re: Ende der homosexualität?!
« Antworten #1 am: April 18, 2006, 03:52:22 »

Ist Homosexualität eine Krankheit oder eine Abnormität? Es mag durchaus sein, dass die Homosexualität eine genetische Komponente hat, aber auch die psychischen Ursachen sollten nicht vernachlässigt werden. Vielleicht spielt die Veranlagung eine Rolle, aber die wirklichen Ursachen sind sicherlich weit komplexer. Ich persönlich glaube nicht an die genetischen Ursachen für die Homosexualität. Da die homosexuellen Männer ihre Gene in der Regel nicht weitergeben, dürfte es aus evolutionsbiologischen Gründen keine Homosexuelle geben! Es sei denn, die Trägerin des "defekten" Gens ist die Mutter. Aber dem Gen wäre das egal - solange es durch weibliche Nachkommen überlebt -, ob die Männlichen Föten abgetrieben werden oder nicht, da sie zu seiner Verbreitung nichts beitragen.

Was mich an dem Artikel stört, ist ein komischer sozialdarwinistischer Nachgeschmack, auch wenn der Autor dies explizit abstreitet. Ich glaube, in erster Linie ist es eine latente Abneigung gegenüber von Homosexuellen, die solche Trends hervorruft. In diesem Artikel (nichts gegen die Skeptische Ecke als solche!) fällt kein Wort über potentielle genetischen Krankheiten, die Zeugungsunfähigkeit hervorrufen, Singles oder kinderlosen Paaren.

PS. Ich bin nicht schwul. Aber ich begrüße (männliche) Homosexualität, weil ich mir daraus einen persönlichen Vorteil erhoffe, bessere Wahlmöglichkeiten beim anderen Geschlecht zu haben. In Praxis lässt sich diese positive Seite leider nicht beobachten.
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malchik1312
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Re: Ende der homosexualität?!
« Antworten #2 am: April 18, 2006, 05:51:51 »

Ist es überhaupt denkbar,dass Homosexualität eines Tages "ausstirbt"?Kann man diese neigung durch genmanipulation ausrotten oder bleibt sie für immer bestehen?
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Re: Ende der homosexualität?!
« Antworten #3 am: April 18, 2006, 06:37:43 »

Habe ich diese Frage nicht bereits in meinem vorigen Beitrag beantwortet? Ich glaube nicht. Aber das ist nur meine persönliche Meinung.
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Chriss18
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Re: Ende der homosexualität?!
« Antworten #4 am: Juli 28, 2006, 10:17:20 »

hi,

ich muss zugeben das ich den langen Textauszug nicht gelesen habe Verlegen, aber ich hätte vielleicht ne gute Theorie für das Entstehen von Homosexualität.

Vielleicht ist es eine seltene "Genkombination". Also das die Vermischung des Väterlichen und des Mütterlichen Genanteils dazu führt, das man homosexuell wird. So würde sich erklären lassen, wieso die Zahl weltweit und in fast jeden Land gleich hoch ist und es würde sich erklären, wieso es die homosexualität so lange gibt. Abgesehen davon könnte man dann sagen, das Homosexualität vielleicht eine von der Natur eingebaute Schutzfunktion ist, sprich das vielleicht die Überbevölkerung nicht noch stärker zunimmt oder so ähnlich.
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