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Autor Thema: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure  (Gelesen 15148 mal)
deep7
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Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« am: Juni 20, 2008, 08:19:53 »

Tarnfarbe Grün
Klimapolitik und ihre Profiteure

Langsam aber sicher wandelt sich die öffentliche Meinung bezüglich der Forcierung nachwachsender Rohstoffe als Ersatz für fossiles Öl oder zur Einspeisung in das bestehende Stromnetz. So beginnt die anfängliche Euphorie im Zuge der zunehmenden Nahrungsmittelknappheit als vorhersehbares Negativfeedback der sprießenden Mais- (für Biogas) und Rapsfelder (für Biodiesel) nachzulassen. Das Beispiel USA, wo ein Drittel der gesamten Maisproduktion für Treibstoffgewinnung verwendet wird, verdeutlicht die tatsächliche Brisanz: diese Menge von 138 Millionen Tonnen würde nämlich ausreichen, um die Unterernährten Afrikas und Asiens zu versorgen; stattdessen verwendet man die Ernte zur Deckung des Treibstoffverbrauchs der USA zu mickrigen drei Prozent!

Ein baldiger Stopp der ökonomischen Fehlentwicklung ist bei alldem jedoch nicht abzusehen.

Denn Großkonzerne in den Bereichen Energie, Chemie und Automobilbau haben das Thema längst für sich entdeckt und bestimmen durch lobbyistische Einflüsse die politischen Weichenstellungen.

Die Möglichkeit, Biogas ins öffentliches Netz einzuspeisen, verlockende Steuerbegünstigungen für Biodiesel sowie die allgegenwärtige Benzinpreisexplosion lockten kapitalkräftige Investoren an, die den Strukturwandel der einstigen Öko-Nische einleiteten: die anfänglichen dezentralen Strukturen mussten großflächigen Monokulturen platzmachen.

Intensivierung der Landwirtschaft und Folgen

Agro-Gentechnik-Unternehmen wie BASF, Monsanto, Syngenta, Bayer und wie sie alle heißen, deren Umsätze starke Dämpfung durch die kritische öffentliche Meinung im Hinblick auf die Verwendung von Pestiziden und Gefahren gentechnisch veränderter Nahrungsmittel erfahren mussten, erkannten früh einen neuen Absatzmarkt. So dürften Einwände gegen den Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln und gentechnisch veränderten Pflanzen im Bereich nicht für den Konsum bestimmter Pflanzen eher spärlich ausfallen.

Die Folgen für das natürliche Gleichgewicht bleiben jedoch bestehen oder werden sogar noch verschlimmert. Denn die Tatsache, nicht für den Konsum, sondern für chemische Reaktionen zu produzieren, macht den Weg frei für einen noch ungehemmteren Einsatz von Pestiziden.

Schon heute lassen sich die Resultate einer industriell geprägten, zu intensiven Landwirtschaft am Beispiel der Imkerei betrachten:
Gentechnik droht die dem Pollenmangel der Monokulturen und Pestiziden ausgesetzten Bienen dauerhaft zu schädigen und unsere Produkte zu kontaminieren.

Der fehlgesteuerte Boom im Agrarbereich bewirkte außerdem die Wiederbewirtschaftung ehemals stillgelegter Flächen, die sich zu einem idealen Rückzugsgebiet für Bienen und andere Insekten entwickelt hatten, die ihnen dadurch wieder verloren gingen.

Neben Raps und Mais ist auch für Pappeln der Anbau gentechnisch veränderter Sorten geplant. Damit wird es auch aus dieser Quelle gentechnisch veränderten Pollen in unseren Bienenprodukten geben. Der unterliegt dann keiner Prüfung mehr und stammt nicht von gentechnisch veränderten Organismen mit der Zulassung als Lebensmittel.

Die Intensivierung der Landwirtschaft gefährdet nicht nur die Bienengesundheit im Speziellen, sondern hat auch eine größere Dimension: sobald die ersten Kontaminationen in umliegenden Felder auftauchen, denn Pollen kennen keine Grundstücke, sobald dies geschieht, hat die Gentechnikindustrie auch schon den Fuß in der Tür. Die schwer aufzuhaltende Kontamination fremder Felder, deren Pflanzen für den Konsum bestimmt sind, wird dem Verbraucher langfristig keine Wahlfreiheit mehr lassen. Nach oben korrigierte Grenzwerte wären die wahrscheinlichste Maßnahme der Politik, ein Zurwehrsetzen der Verbraucher ist nicht mehr möglich.

Gewinner Großkonzerne

Der "grüne Schein" der Angela Merkel und die Betonung der Notwendigkeit der Biotreibstoffförderung zur Einhaltung der gesteckten klimapolitischen Ziele ist dabei nichts weiter als eine Farce! Intensive industrielle Landwirtschaft erzeugt Rohstoffe mit erheblichem Energieaufwand und unter Abbau von Humus, wodurch zusätzlich CO2 freigesetzt wird. Die CO2-Bilanz ist nicht nur dann katastrophal, wenn in der dritten Welt Regenwälder abgeholzt und durch Palmölplantagen ersetzt werden. Auch der Anbau in der Region ist nur von Vorteil, wenn extensive Anbaumethoden verwendet werden.

Die Klimapolitik ist auf eine konzertierte Aktion von lobbyistischer Politik und Industrie zurückzuführen. So wurden sämtliche kleineren bis mittelständischen Konzerne durch die Wiederaufhebung der Steuererleichterungen am 1. Januar 2008 quasi ausgebootet. Demnach mussten etwa 70% der Unternehmen aus steuerpolitischen Gründen ihren Betrieb einstellen.

Vor allem die Großindustrie, die damit ihre Konkurrenz ausgeschaltet weiß, zieht also verschiedene Vorteile aus den klimapolitischen Entscheidungen:

  • Der Kampf gegen den Klimawandel ermöglicht den Zugriff auf staatliche Subventionen und Fördergelder.
  • Durch den Umstieg von fossilen auf nachwachsende Energiequellen ist scheinbar kein grundsätzliches Umdenken erforderlich.
  • Das konsumgetriebene Wirtschaftswachstum kann scheinbar unverändert weitergehen, ohne es vom Energieverbrauch zu entkoppeln.
  • Die Politik kann auf unpopuläre Mass­nahmen zur Senkung des Energieverbrauchs verzichten.
  • Die Automobilindustrie kann weiter ihre bekannte Modellpalette mit Verbrennungsmotoren vermarkten.
  • Biokraftstoffe scheinen gleichzeitig eine kurzfristig erreichbare Verbesserung der Energiesicherheit durch verringerte Abhängigkeit von Rohöl aus Krisenregionen zu bringen.
  • Durch eine Reduzierung der Nachfrage erhofft man sich auch eine Stabilisierung des Ölpreises.
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #1 am: Juli 01, 2008, 10:35:43 »

Es gibt viele Studien, die eine negative Energiebillanz von Biokraftstoffen belegen [1].

Aber mal eine andere Frage: Warum wird die Gentechnik so verteufelt? Und was unterscheidet die "industrielle Gentechnik" von dem, was man im Laufe von Jahrtausenden mit Hilfe der Zucht erreicht hat?
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #2 am: Juli 01, 2008, 11:24:50 »

Gerade aus diesem Grund: Weil es eben nicht Jahrtausende dauert.
Die Natur ist ein hochkomplexes System und wir können uns nicht anmaßen zu wissen, was unsere gentechnischen Veränderungen bewirken werden.
Findet eine langsame Anpassung statt verläuft diese parallel zu anderen Anpassungen. Das ist hier nicht der Fall. Daher die "Verteufelung".

Nebenbei, ich gehöre nicht unbedingt zu den Gentechnik-Gegnern. Nur zu den Zweiflern ...
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #3 am: Juli 01, 2008, 07:25:57 »

Seit es uns Menschen gibt, greifen wir in die Natur ein ... Teil derer wir natürlich auch sind. Heute geschieht das mit etwas anderen Mitteln als noch vor wenigen Dekaden. Zweifel zu haben ist ganz in Ordnung, aber ich denke, die Vorteile der Gentechnik überwiegen bei weitem die (irrationalen) Nachteile, die aus Ängsten vorm Unbekannten resultieren. Man denke nur an die vielen Millionen Menschen, die man mit Hilfe widerstandsfähiger Pflanzenarten ernähren könnte, die resistent gegen Insekten, Pilzbefall und Trockenheit sind. Bei so einem rasanten Bevölkerungswachstum heutzutage ist die Gentechnik anabdingbar ... auch wenn hungernde Menschen natürlich davon als letzte profitieren werden. Leider.
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #4 am: Juli 01, 2008, 08:40:38 »

Das größte Problem ist doch der Lobbyismus. Studien sind oft unzureichend, trotzdem kommen die Produkte auf den Markt. Beispiele für die  Probleme solcher Leichtfertigkeit sind "der umstrittene Süßstoff Aspartam, das Wachstumshormon rBST zur Steigerung der Milchleistung von Rindern sowie die in der Industrie häufig verwendete Substanz PCB".

Ich habe folgende Arte-Doku vor einiger Zeit gesehen, kann die konkreten Inhalte aber nicht mehr wiedergeben. Wenn sich jemand die Zeit nehmen will: http://gedankenfrei.wordpress.com/2008/03/12/video-monsanto-mit-gift-und-genen/

Außerdem fehlt der Weitblick, etwa bezüglich des Einflusses auf Nicht-Zielorganismen wie eben das auf die Bienen und somit auf die Honigprodukte, die wir als Endverbraucher dann auf dem Esstisch stehen haben.

Mit der Doku erreichte Arte damals übrigens Rekordeinschaltquoten, zurecht wie ich finde.
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #5 am: Juli 02, 2008, 07:22:34 »

Seit es uns Menschen gibt, greifen wir in die Natur ein ... Teil derer wir natürlich auch sind. Heute geschieht das mit etwas anderen Mitteln als noch vor wenigen Dekaden. Zweifel zu haben ist ganz in Ordnung, aber ich denke, die Vorteile der Gentechnik überwiegen bei weitem die (irrationalen) Nachteile, die aus Ängsten vorm Unbekannten resultieren. Man denke nur an die vielen Millionen Menschen, die man mit Hilfe widerstandsfähiger Pflanzenarten ernähren könnte, die resistent gegen Insekten, Pilzbefall und Trockenheit sind. Bei so einem rasanten Bevölkerungswachstum heutzutage ist die Gentechnik anabdingbar ... auch wenn hungernde Menschen natürlich davon als letzte profitieren werden. Leider.
Angst vor Unbekanntem sollte natürlich niemals die einzige Triebfeder sein, etwas abzulehnen. Es ist natürlich auch immer leichter Ängste zu schüren, als die möglichen Vorteile einer Innovation herauszustellen. Aber genau da hakt es meiner Meinung nach. Die Geschichte zeigt, dass es möglich ist Ängste und Widerstände zu überwinden. Sonst würde wir heute nicht fliegen usw.
Doch nun stellt sich ja selbst dem aufgeschlossensten Menschen die Frage, warum man eine Innovation befürworten soll. Dann kommt die Frage nach den Risiken und schließlich eine mehr oder weniger einfache Abwägung ob potenzieller Nutzen und Risiken sich mindestens die Waage halten. Und genau das liegt der Hund begraben, das sagst du ja implizit selbst. Wenn ich als Argument höre, dass Gentechnik und helfen soll, die Ernährung der Menschen sicherzustellen, dann frage ich mich sofort, wer denn dafür sorgen will, dass die Lebensmittel auch dort ankommen? Wir haben schon heute genügend Lebensmittel auf der Welt. Trotzdem verhungern die Menschen. Es dauert Wochen bis man Menschen in einem Katastrophengebiet helfen darf (in Birma zb...). Aktuell Simbabwe: Einst die Kornkammer Afrikas und heute?
Sicher wird es Profiteure geben, wenn wir gentechnisch in die Natur eingreifen. Doch aller Voraussicht nach, wird das die Kluft zwischen Arm und Reich auf unserem Planeten kein bisschen verringern. Vielleicht werden wir in Europa oder sonstwo mehr und mehr auf Gentechnik setzen. Vielleicht werden dann die Erträge höher, der Anbau billiger, die Preise fallen. Mag sein, dass es uns besser gehen wird (wenn das keine gesundheitlichen Konsequenzen hat), aber die Entwicklung zeigt, dass wir (als wohlhabender Teil der Menschheit) nur weiter dafür sorgen werden, dass alles bleibt wie es ist. Wir haben doch genug damit zu kämpfen dass plötzlich Indien und China auf den Weltmarkt drängen. Afrika, Südamerika und riesige weitere Teile Asiens haben da noch lange keinen Platz ...
Wenn wir unsere menschlichen Probleme mal in den Griff bekommen werden, dann können wir darüber nachdenken, wie wir mit wissenschaftlichen Innovationen substanzielle Probleme wie Hunger und Armut angehen können. Sonst erreicht das alles nie diejenigen, die es wirklich bräuchten.

Andererseits möchte ich mir auch meinen kritischen Blick auf die wissenschaftlichen Leistungen bewahren. Die Wissenschaft hat schon andere Ideen hervorgebracht um Pflanzen vor Schädlingen zu schützen ... Nicht immer mit positivem Ergebnis. Vielleicht züchtet man sich mit gentechnischen Veränderungen (direkt oder indirekt) auch neue Formen von Schädlingen heran, die gegen vieles resistent sind, woran wir heute noch gar nicht denken?
Wie gesagt, die Natur ist ein äußerst komplexes System und je weniger der Mensch (weiter) darin herumpfuscht, desto besser ...
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #6 am: Juli 02, 2008, 02:41:56 »

Das Problematische an der Gentechnologie ist der polemische Umgang mit dem Begriff in den Medien. Polarisierende Gegenüberstellung von "Bio" und "Gentechnik" schürt Ängste und bringt schon in der Schlagzeile die Meinung eines Zeitungs- oder TV-Beitrags zum Ausdruck. Und die ist immer negativ! Allein schon deswegen nehme ich eine ablehnende Haltung gegenüber sogenannten "Bio-Produkten" ein. Aber wir sind ja nicht beim Thema "Ökologischen Landbau" (ist auch einen eigenen Thread wert), sondern immer noch bei der Gentenik.

Zitat
Wenn ich als Argument höre, dass Gentechnik und helfen soll, die Ernährung der Menschen sicherzustellen, dann frage ich mich sofort, wer denn dafür sorgen will, dass die Lebensmittel auch dort ankommen?

Diese Problematik habe ich schon angesprochen, dennoch bringe ich einen Beispiel, wo der Einsatz gentechnisch veränderter Produkte in Entwicklungsländern schon mal positiv umgesetzt wurde und wird. Die Menschen in Asien kultivieren meist Reis, was in ärmeren Regionen vor allem die Nahrungsgrundlage darstellt. Im Reis fehlen die Vitamine A, B12, C und D völlig. Deswegen leiden Menschen dort unter Vitaminmangelerscheinungen. Eine Forschergruppe um Ingo Potrykus und Peter Beyer entwickelte eine gentechnisch veränderte Reissorte (Goldener Reis), eine Pflanze, die im Gegensatz zu anderen Arten Beta-Carotin syntesiert, was im menschlichen Organismus zur Bildung von Vitamin A führt! Derzeit wird der Goldene Reis ohne Profitinteresse und mit großem Erfolg in Indien, China, Indonesien und auf den Philippinen gepflanzt.

Zitat
Es dauert Wochen bis man Menschen in einem Katastrophengebiet helfen darf (in Birma zb...).

In Birma waren die Helfer nicht deswegen nicht schnell genug vor Ort, weil etwa logistische oder bürokratische Hürden zu überwinden waren, sondern weil das Militärtegime keine ausländische Hilfe wollte! Wie kann man einem Land helfen, das sich selber nicht helfen will?!

Insgesamt denke ich schon, dass die Gentechnik ihren Teil zum Wohle der Menschheit beitragen wird, auch wenn vielleicht nicht sofort alle Menschen davon direkt profitieren werden. Das lässt sich heutzutage schlecht kalkulieren. Was sich aber gut kalkulieren lässt, ist der geringere Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, was den Anbau gentechnisch modifizierter Pflanzen weit ökologischer macht als das heute der Fall ist.
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #7 am: Juli 02, 2008, 04:27:37 »

In Birma waren die Helfer nicht deswegen nicht schnell genug vor Ort, weil etwa logistische oder bürokratische Hürden zu überwinden waren, sondern weil das Militärtegime keine ausländische Hilfe wollte! Wie kann man einem Land helfen, das sich selber nicht helfen will?!
Wenn dich jemand niedertritt und er bietet dir dann auf einmal seine Hand an, würde das dich nicht verwundern? Sogar der Spiegel weist der großzügigen Hilfe der USA primär andere Intentionen als die Hilfe selbst zu. Das ist keine einfache Situation. Wahrscheinlich hast du aber trotzdem Recht, dass die burmesische Regierung umgekehrt die Priorität auf schnellstmöglichste Hilfe setzen hätte sollen, auch wenn berechtigte Zweifel an der Uneigennützigkeit der US-Hilfsaktion angebracht sind. Legitim ist die Reaktion in meinen Augen schon, doch die Menschen sollten tatsächlich an erster Stelle stehen.
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #8 am: Juli 02, 2008, 06:26:21 »

Was BIO und Nicht-BIO usw angeht, bin ich natürlich völlig deiner Meinung. Die Medien beeinflussen uns da schon ziemlich gezielt. Ist aber jetzt ein anderes Thema.

Ansonsten hab ich wie gesagt ja nichts dagegen, dass man die Leute ernährt. Nur die Verteilungsprobleme die wir haben, löst nicht die Gentechnik. Auch dann müssen die Lebensmittel erst mal hinkommen. Mehr wollte ich nicht sagen :-)

Und Birma hab ich nur angeführt um zu zeigen, dass selbst bei "gutem Willen" wie auch immer der aussieht, nicht alles einfach funktioniert, weil jemand was dagegen haben könnte.
Sind solche Probleme mal gelöst, kann man über Gentechnik nachdenken...
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Re: Tarnfarbe Grün - Klimapolitik und ihre Profiteure
« Antworten #9 am: Juli 02, 2008, 07:59:42 »

Wie man's sieht, ein hochkomplexes Thema mit keiner patentierter Lösung  Zwinkernd
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