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Autor Thema: Sarrazin-Sprüche  (Gelesen 5755 mal)
maywald
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Sarrazin-Sprüche
« am: Oktober 30, 2009, 05:33:47 »

Vor einiger Zeit habe ich das Buch von Daniel Kredig mit dem Titel "Dekadent und gefährlich" gelesen, worin er die soziale bwz. gesellschaftliche Funktion von sogenannten "Stereotypen"  analysiert und beschreibt. 
 Heute scheinen wir, den schrecklichen Erinnerungen von damals entwöhnt, wieder empfänglich zu sein für unqualifizierte Problem- und Schuldzuweisungen. 
Die neuzeitliche Krise ist auch eine in den Köpfen der Menschen und so hat jemand wie Thilo Sarrazin auch wieder die Möglichkeit,  diverse Randgruppen für das erneute Scheitern in unserer Gesellschaft verantwortlich zu machen. 
Wenn man genauer hinschaut und auch zuhört vernimmt man erneut das eklatante moralische Versagen unserer Eliten. 
In der "Welt Online" ( 30.10.2009) gelten Sarrazins Worte als "böse - aber wichtig".  Ist uns also das "böse" Benennen von Gruppen, die man für das allgemeine Übel in der Gesellschaft verantwortlich zu machen sucht, wieder wichtiger als die simple Analyse unserer gegenwärtigen Probleme.
Endlich sagt mal einer, was alle denken.  Er ist wenigstens mutig und aufrichtig zugleich.  Warum nicht das benennen, was ja ohnehin schon jeder wusste.
Herr Sarrazin sieht Menschen als das eigentliche Problem , Menschen, die anders sind als er, anders reden, anders denken, anders essen, einfach anders leben. 
Er spricht nicht wirklich das an, was uns allen auf den Nägeln brennt .  Die Sorgen der Menschen interessieren ihn überhaupt nicht. 
Er muss nicht um seinen Arbeitsplatz fürchten, noch hat er schlechte Schulen besucht, auch verdient er  gut.   Alles, worum er sich keine Sorgen zu machen braucht. 
Warum aber stören ihn die Probleme der anderen Menschen?
Warum ringt er um Pauschalierungen, welche die gegenwärtigen Probleme im ganzen zu reduzieren suchen auf die einen großen Übeltäter - die Türken und Hartz-IV-Empfänger?
Weil er sich und seinesgleichen, die bürgerliche Elite , für das von ihnen angerichtete moralische Desaster, genannt die Krise, entlasten will. 
Nach langer Zeit kann man ja wieder das versuchen, was ja ohnehin schon immer geplant  war, das Ausfindigmachen von Randgruppen, deren  Bezeichnung als  "Seuche", letzlich deren Bekämpfung und Ausmerze.  Das ist das Diktum eines Thilo Sarrazin.

Frank Maywald (Schorndorf)  Zwinkernd Huch Verlegen Traurig
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