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Was ist kritisches Denken?
Kritisches Denken??? Ich muss zugeben, die Bedeutung dieser Worte
suggeriert uns so etwas wie Ungläubigkeit, Ablehnung und Dickköpfigkeit.
Skeptisch sein, andere Meinung haben, den Mainstream verlassen,
Kritik üben - all das ist in unserer Gesellschaft negativ behaftet.
Kritiker können sich keiner großen Beliebtheit erfreuen.
Kritiker sind besserwisserisch, haben immer irgendetwas auszusetzen,
sind humorlos, konservativ und überhaupt Spielverderber. So
in etwa ist das Bild des Kritikers in unserer Gesellschaft. Sogar
ein Freund von mir, der vom Wesen her selbst Kritiker ist, meinte
neulich zu einem auf meinem Schreibtisch liegenden Buch der deutschen
Skeptikervereinigung, sie seien so skeptisch, dass sie die eigene
Beteiligung an dem Buch anzweifeln würden.
Was für eine Art von Kritik ist kritisches Denken? Es gibt
Literaturkritiker, es gibt Musik- und Filmkritiker. Was wird beim
kritischen Denken kritisiert? Die Gedanken? Nein. Genau genommen
das Gegenteil von dem. Kritisches Denken befasst sich mit Para-
und Pseudowissenschaften, gesellschaftspolitischen Absurditäten
und dogmatisch-autoritärer Scholastik. Kritisches Denken hinterfragt
jene "Disziplinen", deren Behauptungen sich jeglicher
Rationalität und Beweisbarkeit und allem voran Common Sense
entbehren [*]. Kurzum: Kritisches Denken dient
der wissenschaftlichen Aufklärung der Gesellschaft. Besonders
viele Obskuritäten tummeln sich im Gesundheitsbereich - was
alle Menschen angeht und wo ein riesiger Potential an Aufklärung
vonnöten ist, trotz des hohen Gesundheitsbewusstseins - oder
vielleicht gerade deswegen. Denn Scharlatanerie, dubiose Behandlungspraktiken
mit allen nur erdenklichen Körperflüssigkeiten sowie die
gefährliche und nutzlose Nadelpiekserei sind in der modernen
Gesellschaft salonfähig geworden. "Back to the nature",
propagiert eine Armee von Kurpfuschern und Quacksalbern, oft unterstützt
durch einseitige, kritiklose und populistische Medienberichte. Manchmal
möchte man meinen, wenn man einschlägige Illustrierten
durchblättert oder sich in der Buchhandlung vor einem Wellness-
und "Gesundheitsliteratur" wieder findet, dass man nicht
im Zeitalter der Aufklärung lebt, sondern dass die Rückständigkeit
und Unvernunft die Gesellschaft dominieren.
Die kausalen Zusammenhänge lassen sich überall entdecken:
mangelnde wissenschaftliche Bildung an den Schulen, liberale politische
Haltung gegenüber der Alternativmedizin und nicht zuletzt das
falsche Umweltbewusstsein. Es sind aber nicht nur hartgesottene
"Naturfreunde", die aus ideologisch-naiven Vorstellungen jegliche
Pharmazeutika ablehnen, sondern auch viele der "gewöhnlichen" Menschen.
Denn leider sind viele dem Irrtum erlegen, dass die Naturerzeugnisse
zwangsläufig gesund seien und eine heilende Wirkung besitzen,
während die "Chemie" schadet, schwächt und vergiftet.
Das mag in einigen Fällen stimmen, aber krankmachende Keime
sind genauso ein Bestandteil der Natur wie Eiter, Knollenblätterpilze
und Hundekot, die in homöopathischen Mitteln Verwendung finden.
Während die Naturwissenschaftler - mit der Betonung auf das
Wort Natur (!) - aus Penicillium notatum, einem Schimmelpilz,
Antibiotika extrahieren, verwenden Homöopathen Arsen und Quecksilber
und dürfen sich dennoch Naturheiler nennen.
Warum ist es wichtig, skeptisch zu sein? In erster Linie natürlich,
weil Pseudowissenschaften direkt eine Gefahr darstellen, besonders
im Gesundheitswesen. Außerdem ist der wissenschaftliche Bildungsgrad
ein direkter Indikator für den wirtschaftlichen Erfolg einer
Gesellschaft. Aber der wichtigste Grund, meiner Meinung nach, warum
wir Skepsis praktizieren sollten, ist, um jede politische Wendung,
wenn sie darauf gerichtet ist, die schwächeren Mitglieder der
Gesellschaft auszugrenzen, sie zu diskriminieren, sie ihrer Freiheiten
zu berauben, sie zu verfolgen und vernichten zu wollen, in den Anfängen
erkennen und eliminieren zu können. Auf den ersten Blick mag dies
absurd erscheinen - jemand, der an Astrologie
glaubt oder die traditionelle chinesische Medizin praktiziert ist
nicht zwangsläufig ein schlechterer Mensch. Doch es sind meist diejenigen,
die ideologische Vorstellungen über ihren Verstand setzen. In auf
Ideologien aufgebauten Kreisen wird die zentrale Doktrin selten
in Frage gestellt.
Würden Hasstiraden, hetzerische Parolen, Klischees und verleumderische
Aufrufe von einem Hitler, einem Stalin, einem Milosevitsch oder
einem Bush noch Gehör in breiten Bevölkerungsschichten
finden? Wohl kaum. Alle demokratiegefährdenden, krankhaften
Auswüchse von Machtstreben, Hass und persönlichem Vorteil
bewegten Politiker würden spätestens an der Hürde
der Volkszensur scheitern. Totalitäre Regimes fürchten
nichts mehr als Kritik, wo ein kritikloser Zustand ihre Geburt erst
ermöglichte.
Was heißt das, kritisch zu sein?
Obwohl man nicht von einem Tag zum anderen zum Kritiker mutieren
kann und die Kunst des kritischen Denkens eine gewisse Entwicklung
erfordert, ist es doch im Grunde genommen ganz einfach. "Um ein
gesundes Maß an Skepsis zu beherrschen, braucht man keinen akademischen
Titel, wie die meisten erfolgreichen Gebrauchtwagenkäufer demonstrieren",
schrieb Carl Sagan, der Gründer der amerikanischen Skeptikerorganisation
SCICOP. Autos nehmen für viele von uns eine zentrale Stellung in
unserem Leben ein. Wenn man da zu leichtgläubig ist und beim
Kauf eines neuen Wagens auf die Schnauze fällt, riskiert man
womöglich sein soziales Statussymbol. Das wäre für
die meisten männlichen, vom Testosteronüberschuss nur
eingeschränkt zum Denken fähigen Zeitgenossen inakzeptabel.
Also, man schaut dem Händler genau auf die Finger.
Sobald wir das Autohaus mit oder ohne eine neue Blechkiste verlassen
haben, ist es aus mit dem zurückhaltenden Skeptizismus. Wir
kaufen eine von diesen Zeitungen aus der bunt bebilderten Boulevardpresse
und überfliegen unser Horoskop, auch wenn wir dem, was drin
steht, keine große Bedeutung beimessen. Aber nach 365 Vierzeilern
im Jahr und über dreieinhalbtausend in einem Jahrzehnt setzt
sich eine spezifische Vorstellung davon fest, dass da doch etwas
dran sein könnte. In Büchern, Zeitschriften und im Fernsehen
werden wir mit selbsternannten Experten konfrontiert, die die Richtigkeit
solcher Aussagen mit pseudowissenschaftlicher Terminologie und komplex
wirkenden geometrischen Vielecken und Kreisen, durchzogen von wilden
Linienstrukturen weismachen wollen.
Wir fühlen uns unwohl und suchen einen Heilpraktiker auf,
der uns ein Homöopathikum verschreibt mit der "Potenz"
D24. Die "Medizin" ist nicht nur einfach 1:10 hoch 24-mal
verdünnt; der Heilpraktiker würde behaupten, das Mittel
würde keine Wirkung entfalten, wenn man nicht bei jedem Verdünnungsprozess
die Flüssigkeit durchschütteln und zehnmal gegen den Erdmittelpunkt
klopfen würde. Aber wir kommen nicht darauf zu fragen, weil
wir es nicht wissen. Wir hinterfragen es nicht, auch wenn wir hier
und da schon mal was Negatives gehört haben - schließlich
werden die Kosten von der Krankenkasse getragen. Dann müsste
doch was dran sein.
Unterwegs besuchen wir einen Freund, der nach einem überraschenden
Anruf uns zu kommen bat. Unser Freund schwört auf ein Wellness-Getränk
namens Noni-Saft. Damit bestreitet er seinen Lebensunterhalt. Er
ist bereit, uns ein paar Fläschchen von diesem Getränk
abzutreten, gegen eine kleine Gegenleistung: Ein Vorführungsabend
in unseren eigenen vier Wänden. Widerstrebend willigen wir
ein - nach der letzten Veranstaltung solcher Art sind unsere Küchenschränke
zum Bersten voll vom Kunststoffgeschirr. Doch diesmal ist es nur
Saft. Was tut man nicht alles für seine Gesundheit?
Zu Hause angekommen machen wir es uns gemütlich vor dem Fernsehen.
Talk-, Comedy-, und Casting-Shows, nachgestellte Gerichtsverhandlungen,
packende Reportagen und beißender Humor. Und zwischen all
diesem Unterhaltungsstoff etwa 200 indoktrinierender Werbespots,
die darauf getrimmt sind, unsere natürliche Skepsis auszuschalten.
Denken ist nicht gefragt - denken ist out!
Was ist denn nun kritisches Denken? Wie bringe ich mir diese Denkweise
bei, wie werde ich zum Skeptiker? Der inzwischen verstorbene Astronom
und Humanist Carl Sagan, der sein Leben der Wissenschaft und der
Aufklärung widmete, schreibt über die praktische Anwendung
des kritischen Denkens im Alltag in seinem Buch "Der Drache
in meiner Garage" so: "Wie können wir einer Gesellschaft,
die unglaublich leichtgläubig ist, umfassender und nachhaltiger
kritisches Denken beibringen? Wäre es allgemein bekannt, dass
Tatsachenbehauptungen entsprechende Beweise erfordern, ehe man sie
akzeptieren kann, hätte die Pseudowissenschaft keine Chance.
Verantwortungsbewusste, grundlegende, rigorose Skepsis verlangt
[zwar] eine knallharte Denkweise, die man nur nach entsprechender
Ausbildung und Praxis beherrscht. [Aber:] Im Großen und Ganzen
besteht die demokratische Anwendung der Skepsis darin, dass jeder
Mensch eigentlich Wissensbehauptungen effektiv und konstruktiv überprüfen
können müsste."
Leichtgläubigkeit bringt wissenschaftliche Analphabeten hervor
Wir halten uns alle für aufgeklärt und gebildet. Doch
wenn man genauer hinschaut, könnte man meinen, dass unsere
Gesellschaft, die wie keine andere technologische Errungenschaften
konsumiert und denen sie ihren hohen Lebensstandard verdankt, die
Wissenschaft als etwas Negatives auffasst. Die Wissenschaft wird
als etwas Trockenes und Verkorktes dargelegt, als ein Beschäftigungsfeld
für Sonderlinge und Exzentriker. Dieser Prozess der Ablehnung
der Wissenschaft setzt schon sehr früh ein, allerspätestens
in der Schule. Das Schulsystem, so wie es ist, ist leider dazu verdammt,
Wissenschaftsmuffel hervorzubringen, wo seine eigentliche Aufgabe
einen gegenteiligen Effekt haben sollte. Man lernt mit akribischem
Fleiß die Integralrechnung, die Elemente der Periodentabelle
und Aufbau der Zelle. Man lernt wie besessen, schreibt die Klassenarbeit
und hackt das Thema ab - erledigt! Was die Schule zu vermitteln
versäumt, ist die Schönheit der Natur, die man mit der
Wissenschaft zu beschreiben versucht, dem Schüler nahezulegen. Sie
schafft es nicht, bei dem Schüler die Ehrfurcht zu wecken.
Was jedoch die Schule verpasst, das holen die Medien rasch nach.
Sie leisten einen entscheidenden Beitrag bei der Vermittlung von
Werten und beeinflussen wie kaum etwas anderes die Meinungsbildung.
Unter dem harmlos klingenden Vorwand, uns unterhalten zu wollen,
üben die Medien, allen voran das Fernsehen, einen destruktiven
Einfluss aus, insbesondere auf die Jugendlichen. Welchen didaktischen
Wert haben die Fernsehprogramme? Im Grunde genommen ist diese Frage
falsch formuliert. Vielmehr sollte sie lauten: Welchen Schaden richtet
die Pseudodidaktik der privaten Sender an?
Die Schulen sorgen dafür, dass schon das Wort Wissenschaft
Aggressivität schürt, das Fernsehen greift mehr oder minder
dieselbe Thematik auf, kaut sie für uns durch und würgt
den Stoff in unsere vor Staunen geöffneten Münder. Ist
das nicht toll, wie es bei denen da abgeht: Sprengexperten lassen
Gebäude in sich stürzen, die fast klinisch steril zu Staub
zerfallen, Seismographen zeigen Erschütterungen auf, in nächster
Sekunde fließt glühende Lava den Abhang hinunter. Dazu
aufgepeppte bunte Bilder, dramatische Musik, theatralisch klingender
Begleittext. Habe ich irgendwas vergessen? Ach ja, Haie und Schlangen
- die sollten auch nicht fehlen. Ist das nicht toll, wie es in der
Wissenschaft so abgeht? Wozu denn noch Pythagoras, Logarithmen und
das restliche nutzlose Zeug?
Die nächste Sendung erzählt uns über Wasser mit
Gedächtnis oder über Yeti, über mögliche Besucher
aus dem All oder Spuk-Geschichten, über "sanfte"
Heilverfahren wie Akupunktur oder Homöopathie
oder über harmonisches Wohnen mit Feng Shui. Ist die Wissenschaft
nicht spannend? Das Fernsehen weiß es halt, wie man so etwas
"rüber bringt".
Mit solchem oder ähnlichem "Wissenschaftsbeitrag"
haben die Privaten ihren gesetzlich festgelegten Anteil an "kulturell-bildenden"
Inhalten erfüllt und können sich getrost ihren Lieblingsthemen
zuwenden: exhibitionistische Laiendarsteller in pseudorealen Situationen
dem voyeuristisch veranlagten Publikum präsentieren und nach neuen
summenden Eintagsfliegen suchen, über die sich der Literat-König
Dieter Bohlen in Form seiner unerschöpflichen Portion Sarkasmus
ergießen kann. Und Lifestile - die schrille Lebenslust - darf
auch nicht fehlen! Leben allein reicht nicht, das Leben oder Ableben
muss mit Stil erfolgen - verrückt und einmalig, bunt und glamourös
- das ist unser Lebensinhalt, das ist unser Credo.
Was ist denn falsch an einer Gesellschaft, die einen hohen Lebensstandard
genießt und sich nun amüsieren will? Wohin aber steuert
eine Kultur, die betäubende Unterhaltung und Konsumdenken über
die Bildung und geistige Werte stellt, die unseren Lebensstandard
erst ermöglichten? Wäre es aus zukunftsperspektivischen
Überlegungen nicht klüger, Wissen als unser kostbarstes
Gut zu betrachten und das der jungen Generation zu vermitteln? Wir
schränken aber weiterhin unseren Horizont ein und produzieren
pausenlos Konsumenten und Verbraucher, speisen sie mit bunten Bildern
ab, setzen Konsumkraft mit Patriotismus gleich und wundern uns stirnrunzelnd,
warum unsere Jugend kaum Lesen, geschweige denn den feinen Unterschied
zwischen Wissenschaft und Pseudowissenschaft ziehen kann. Indem
wir uns an abergläubischen Vorstellungen entzücken und
das Steuerrad der Zeit zu der alten dogmatischen Scholastik herumreißen,
schänden wir das Andenken an Galileo Galilei, Giordano Bruno
und all die anderen fortschrittlichen Geister, die man als Ketzer
diffamierte, erniedrigte oder am Scheiterhaufen verbrannte.
Anhänger von Pseudowissenschaften und esoterischen Weltanschauungen
behaupten, offen fürs Neue zu sein. Allerdings verwechseln
sie das sogenannte "Neue" mit längst verworfenen
Theorien und Thesen. Die Astrologie stützt sich auf das geozentrische
ptolemäische Weltbild, das spätestens seit Kopernikus
widerlegt wurde; die Homöopathie, Akupunktur und TCM bedienen
sich bis heute Erklärungen, die einer Zeit entstammen, als
man vom Aufbau der Materie und Funktion der meisten Organe keinen
Schimmer hatte; und die moderne "Therapie-" und "Diagnoseverfahren"
wie die Irisdiagnostik, Biorhythmik und Kinesiologie kann außer
höchst abenteuerlich klingenden pseudowissenschaftlichen Terminologie
keine wissenschaftliche Grundlage vorweisen. Die Wissenschaft hat
hingegen in den letzten Jahren eine Reihe von bahnbrechenden Entdeckungen
gemacht, wie z.B. die Entwicklung von leitenden Polymeren, die Theorie
über Supraleiter und Supraflüssigkeiten, der Nachweis
von Neutrinos und die Entdeckung der Prionen. All diese Entdeckungen
wurden im Gegensatz zu Parawissenschaften mit dem Nobelpreis ausgezeichnet.
Nur wir wissen es nicht. Wie denn auch? Wenn die Abendnachrichten
zu zwei Drittel aus unbedeutenden Vorfällen, VIP-News und Sport
bestehen. Die Wissenschaft hat nicht den Hauch einer Chance, an
die Öffentlichkeit durchzusickern. "Schämen sollen
sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Technik und
Wissenschaft bedienen, und geistig nicht mehr davon erfahren, als
die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst",
sagte Albert Einstein.
Sind es nicht gerade wissenschaftliche Erzeugnisse, die uns in
Staunen versetzen und uns darüber hinaus ein angenehmes Leben
ermöglichen? Flugzeug und Raumfahrzeuge, Wettervorhersage und
GPS, Röntgen und Ultraschall, Mobiltelefon, Farbfernsehen und
Computer. Lebten wir vor nur 100 Jahren, würden wir die meisten
dieser Dinge nicht für möglich halten, und zu Zeiten des
Dreißigjährigen Krieges gar für Magie. Nichtsdestotrotz
ist es Realität, die wir allzu schnell für selbstverständlich
halten und uns gern an esoterischen Hirngespinsten ergötzen
und sie für das gültige Universum halten. Wenn wir auf
der Suche nach Staunen, den die meisten Menschen suchen, diesen
Pfad einschlagen, dann hat die Bildung, in die die Gesellschaft
so viel investierte, versagt. Die Frage bleibt immer noch offen.
Wo?
[*]
Die Vorgänge in der Natur, die die Naturwissenschaften untersuchen,
appellieren natürlich nicht automatisch an den gesunden Menschenverstand.
Ein Paradebeispiel dafür dürfte die Quantenphysik sein. Aber
auch die Unermesslichkeit des Universums, seine gewaltigen Dimensionen,
die Vorgänge in den Neutronensternen oder den Schwarzen Löchern
entziehen sich unserem Vorstellungsvermögen.
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