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"Je weniger Aberglaube, desto weniger Fanatismus, je weniger Fanatismus, desto weniger Unheil." Voltaire 
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Atavismus
Kategorie: Biologie

(lat.: atavus Urahn)
Das Auftreten von anatomischen Merkmalen bei Organismen, die eigentlich für ihre Urahnen typisch waren und in gegenwärtiger Entwicklung keine weitere Funktion besitzen: z.B. Halsfisteln beim Menschen als Überbleibsel der während der Embryonalentwicklung angelegten Kiementaschen, Nickhaut, Steißbein, überzählige Zähne, zusätzliche Brustwarzen entlang der Milchleiste, starke Körperbehaarung oder der sog. Darwin-Ohrhöcker.

Wie alle übrigen Säugetiere, besitzen auch menschliche Embryos in ihrer frühen Entwicklungsphase einen teilweise langen wirbellosen Schwanz, der sich in weiteren Entwicklungsstadien des Embryos zurückbildet. Wenn dieser Prozess in irgendeiner Weise gestört ist, werden menschliche Babys - unabhängig von Hautfarbe - mit einem kleinen Schwänzchen geboren.

Atavismen kommen natürlich nicht nur beim Menschen vor. Alle Organismen können mehr oder weniger ausgeprägte Anomalien aufweisen: Bei Pferden kommt es hin und wieder zur Bildung überzähliger Zehen, den sog. Griffelbeinen, bei Meeressäugetieren wie Walen und Delphinen kommt es zur Bildung von Extremitäten, die Beinen von Landtieren ähneln, und bei einem der beliebtesten Labortiere - der Taufliege Drosophila - kommt es häufig zur Umbildung von Schwingkölbchen zu Hinterflügeln.

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