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Karies
Kategorie: Medizin

[lat. caries "Fäulnis"]
Zahnfäule. Zerstörung des Zahnschmelzes und des Dentins durch Entmineralisierungsprozesse.

Zahnkaries ist eine der verbreitetsten Erkrankungen der Menschheit. Zahlreiche Knochenfunde und historische Abbildungen belegen, dass Karies schon immer die Menschen plagte, wenn auch die Häufigkeit erst seit dem Paläolithikum überproportional zunimmt. Heute ist in Deutschland nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung wirklich völlig kariesfrei.

Auch wenn die Krankheit selbst lange bekannt ist, blieb man über die Ursachen von Karies im Dunkeln. In fast allen Kulturen nahm man früher an, dass es sich bei Karies um einen "Zahnwurm" handelt, der sich durch die Zähne bohrt und so Schmerzen verursacht. Heute weiß man, dass die Kariesentstehung mehrere Faktoren begünstigen: Bestimmte Milchsäurebakterien, insbesondere die Art Streptococcus mutans sorgen mit ihrem Abfallprodukt, der Milchsäure, für das Sinken des pH-Werts und die Demineralisation der Zahnsubstanz. Zuckerhaltige oder sauere Nahrung, geringer Speichelfluss, genetische Prädisposition, eine ungünstige Gebissanatomie und vor allem eine mangelnde Mundhygiene erhöhen die Gefahr, an Karies zu erkranken.

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