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Wie die Wissenschaftler von der Universität Bern im renommierten Medizin-Fachjournal The Lancet berichten, kamen sie in einer Vergleichsstudie zu dem Ergebnis, dass in keiner ernstzunehmenden Untersuchung die Homöopathie-Präparate über die Wirkung von Scheinmedikamenten (Placebos) hinausgehen. Die Wirkung von Homöopathie basiert demnach auf nichts anderem als Einbildung.
Dazu verglich das Team um Matthias Egger von der Universität Bern die Ergebnisse von 110 Studien, in denen die Wirksamkeit der homöopathischen Substanzen und echter Medikamente getestet wurde. Auch solche Faktoren wie die Teilnehmerzahl und die Wissenschaftlichkeit (randomisierte Doppelblindstudien) der vergangenen Untersuchungen wurden unter die Lupe genommen und bewertet. Das Ergebnis: In "kleinen, weniger guten" Studien zeigten sowohl homöopathische Präparate als auch echte Medikamente eine gewisse Tendenz zur Wirksamkeit. In den "großen, besseren" Untersuchungen blieben die homöopathischen Mittel gegenüber den schulmedizinischen Methoden wirkungslos.
Die Homöopathie ist eine von Samuel Hahnemann begründete Lehre, die den Grundsatz aufstellt, dass 'Ähnliches durch Ähnliches' geheilt werden kann. Dazu werden teilweise giftige Ausgangsstoffe potenziert, d.h. verdünnt, manchmal geringfügig, so dass sie ihre Wirkung immer noch entfalten können, in der Regel jedoch so stark, dass rein rechnerisch kein einziges Molekül der Grundsubstanz übrig bleibt. Aus diesen und auch anderen Gründen gilt die Homöopathie aus wissenschaftlicher Sicht als Pseudowissenschaft.
Leser-Kommentare:
Dr. Claudia Kostka: Sehr geehrte Damen und Herren,
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- mein damals 3 Monate altes Baby wurde aufgrund hohen Fiebers mit Homöopathie
- vom Kinderarzt mit mehreren hochpotenten Präperaten u.a. mit Arsenium Album
- C200 behandelt. Das ist ein Präperat, wie Sie wissen, wo vielleicht in 3 km
- Entfernung mal ein Molekül der Substanz Arsenium vorbeigefolgen ist. Die
- Reaktion war dennoch verheerend. Der gesamte Kopfbereich überzog sich
- beobachtbar innerhalb von wenigen Stunden mit Pickeln, die Wangen öffneten
- sich und suppten über Wochen. Wenn ich heute die Fotos anschaue, schaudert
- es mich.
- Homöopathen sprachen von Fehlbehandlung. Ärzte hatten keine Ahnung,
- schrieben ihre Diagnosen auf und kamen allenfalls mit Cortison. Mein Sohn
- wurde schließlich durch Heilmeditation und Energiearbeit geheilt.
- Ich frage Sie, kann man hier von Placebo-Effekt sprechen?
- Ich denke nein!!! Aus meiner Sicht ist weder die Schulmedizin noch die
- Homöopathie ausgereift. Und am wenigsten ausgereift sind unsere
- wissenschaftlichen Methoden. Hier muss man sich immer die Frage stellen, von
- wem der Forschungsauftrag kommt und welche Einstellung der Forscher hat.
- Dann kann man i.d.R. das Ergebnis antizipieren.
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- Mit freundlichen Grüßen
- Claudia Kostka (02.09.2005, 14:47 Uhr) E.T.: Sicher ist die Schulmedizin nicht ausgereift. Sie verbessert aber laufend ihre Methoden im Gegensatz zu Homöopathie und anderen ideologischen (Irr)lehren. Und wenn Sie als Wissenschaftlerin die Wirksamkeit der wissenschaftlichen Methode anzweifeln, dann frage ich Sie, was Sie als Alternativen vorschlagen würden? (05.09.2005, 22:24 Uhr) Maik Watzke: (12.09.2005, 10:21 Uhr) Anonym: Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das mir ein Homöopathiesches Mittel bei Magenproblemen sehrwohl geholfen hat. Was ich nicht sagen kann ist ob es doch nur der Placeboeffekt war. (12.09.2005, 10:29 Uhr) Anonym: Ich kann nur allen Leuten da draussen sagen das die Homoöpathie in manchen Dingen unschlagbar ist. Hierbei meine ich allerdings nur ein Mittelchen das für fast alle Wehwechen gut ist. Und gleichzeitig in so hohen Dosen eingesetzt werden soll wie mann es vertragen kann. Also Leute raucht soviel Gras oder Hasch wie nur möglich. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie ihren Dealer. Also Leute rollt euch eine Tüte und dann Schmerz weg!!! :-) (12.09.2005, 10:44 Uhr) Anonym: Zu dem Kommentar oben kann ich nur sagen stimmt 100%ig :-) (12.09.2005, 10:47 Uhr) E.T.: Ist das nicht komisch, dass die letzten 4 Kommentare dieselbe IP-Adresse haben? Hmm… Ein unerklärlicher Effekt quantenmechanischer Natur oder bloß Zufall? (12.09.2005, 22:29 Uhr) Nemo: Die Homöopathie widerspricht sowohl dem Wissen über die Physik als auch über die Biologie... jeder "Gläubige" oder Antroposoph darf gerne selbst wählen, an welchen unbehandelten Krankheiten er schließlich sterben will... aber bitte nicht auf Kosten unseres Gesundheitswesens und der allgemeinheit. (14.09.2005, 13:58 Uhr) niki: Wer heilt hat recht! Herzlichen Glückwunsch an die Lobby, die keine Ahnung hat und nicht dazu in der Lage ist, sich wirklich fundiert und respektvoll mit der alternativen Medizin auseinander zu setzten. Schade. Es werden doch nur die gefragt, die von vornherein meinen, die Naturheilkunde sei Hokuspokus. Die Macht haben nicht, die, die sich mit den Menschen und deren Beschwerden beschäftigen, sondern die, die nur Symptome sehen. Das ist nicht nur absurd, sondern ethisch äußerst bedenklich. Die erste Frage ist jedoch, warum können die klassischen Mediziner nicht mit den Naturheilkundlern zusammen arbeiten? Geht es ums Geld, oder um den Patienten? (30.09.2005, 20:37 Uhr) Kneemöller: Ich habe selbst derartig überzeugende Erfolge homöopathischer Mittel bei Kindern und bei Tieren erlebt, auf einer Kinderstation, bzw. während meiner Arbeit auf einem Biohof. Darüberhinaus muß gesagt werden, dass allein die enormen Erfolge in der Veterinärmedizin, bzw. in der Pädiatrie eine Argumentation mit der angeblichen Placebo-Wirkung ad absurdum führen.
- Zudem ist die Homöopathie eine ganzhietliche Methode, das heißt, Studien von Homöopathiekritischen Ärzten, die nur über eine begrenzte, physikalisch/materielle Perspektive verfügen, können nicht den sehr vielschichtigen Wirkungszusammenhang überschauen,bzw. auch noch Studien durchführen, die wirklich der Vielschichtigkeit der Homöopathie gerecht werden. (06.10.2005, 16:53 Uhr) Vittore: Gerade weil die Zusammenhänge von krankheitsauslösenden Ursachen und Wirkungen mitunter sehr komplex, vielschichtig, ect. sind - da gebe ich dem Vorbeitrag völlig recht - ist es erstaunlich, wie einfach es sich gerade die Homöopathie damit macht. Da hilft ein bis zur Unkenntlichkeit verdünnter und anschliessend gerüttelter 'Wirkstoff' über einen mehr als märchenhaften Ursache- Wirkungszusammenhang dem Körper, mit einer Krankheit fertigzuwerden. Man macht sich noch nicht einmal die Mühe, das nachzuprüfen sondern bildet sich, in einem polemisierten Gegensatz zur Schulmedizin, einiges auf seine 'Ganzheitlichkeit' ein. Statt vernünftiger Studien zur Wirksamkeit, die auch den Vorteil einer Weiterentwicklung der Methode hätten, werden beständig Heilerfolge präsentiert und kolportiert. Das kann der Weg nicht sein. Wenn hier von 'ganzheitlichem' Heilen die Rede ist, dann benenne man doch bitteschön auch welche Aspekte des 'Ganzen' dazugehören und welche nicht, und unter welchen Bedingungen. Und dann ist man sehr schnell wieder bei der ganz seriösen, aus gutem Grund skeptischen, dafür aber fortschrittsoffenen wissenschaftlichen Methode. Alles andere ist eben doch: Glaube und Hoffnung - und die beiden sind schon seit je immun gegenüber Nachforschung und Zweifel. (07.11.2005, 14:55 Uhr) Anonym: Placebos gibt es in der Schulmedizin sowohl als auch in der Homöopathie! Es ist lächerlich sich nur darauf zu stützen!!!! (25.01.2006, 20:17 Uhr) E.T.: Nein, lächerlich ist es, Menschen ohne jeden Wirksamkeitsnachweis zu "behandeln" und sich mit Sprüchen wie "wer heilt, hat recht" gegen jede Kritik zu immunisieren. (05.02.2006, 17:17 Uhr) Alex: Zu Frau Dr. Claudia Kostka;
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- Unsere wissenschaftlichen Methoden sind also am wenigsten ausgereift, doch muss man sich erst einmal fragen wie solch eine Methode wirkt. Oft wird in der Natur etwas beobachtet oder durch einen Einfall der Grundstein für eine solche Methode gelegt. weiter machen sich viele Wissenschaftler an die Arbeit und untersuchen ihre Beobachtung/ ihren Einfall, nach jahrelanger Arbeit kommt man dann endlich zu einem Ergebnis. Dann kommen die Studien etc. also, bis das Präperat schließlich auf den Markt kommt sind (laut: Boehringer Ingelheim) 6 Millarden Euro ausgegeben worden und sicherlich nicht damit man ein Medikament hat, dass nicht wirkt...
- Außerdem: Die "Wirkstoffe" in der Komöopathie werden mehrfach verdünnt bis schließlich kein Molekül mehr im Präperat vorhanden ist (rechnerisch, die lösen sich ja nicht in Luft auf). Da es praktisch nicht möglich ist einen Stoff mit der Reinheit 100% herzustellen bedeutet das auch, dass Wasser nie frei von Verunreinigungen ist. Was will ich damit sagen? Nun warum sollte der "Wirkstoff" des Präperates wirken und nicht viel mehr die Verunreinigungen im Wasser, da sind doch viel mehr Verunreinigungen drin als sonst ein "Wirkstoff" und dass gilt sogar wenn 1 Molekül in dem Präperat drin ist... (07.03.2006, 23:46 Uhr) E.T.: Ich stimme Alex voll und ganz zu. Homöopathie ist aus der Sicht der heutigen Wissenschaft einfach inhärent unplausibel. Niemand, der nur ansatzweise naturwissenschaftliche Bildung genossen hat, dürfte behaupten, dass da "etwas dran sei". (08.03.2006, 00:00 Uhr)
Comment-Script (c) by Alex Ilosuna
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