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Opportunity bestätigt erneut die Hinweise für flüssiges Wasser in der Marsvergangenheit
24.03.2004 | 22:30 Uhr

Das Mars Exploration-Programm, insbesondere das Marsmobil Opportunity, wird zweifellos als eines der wichtigsten Meilensteine in die Geschichte der unbemannten Raumfahrt eingehen. Die Entdeckungsreihe, mit denen die beiden Marsrover die terrestrische Öffentlichkeit versorgen, reißt nicht ab. Es gilt nun als gesichert, dass in ferner Vergangenheit des roten Planeten fließendes Wasser über die jetzt von Steinen und Sanddünen dominierte Oberfläche floss. Die neusten Funde des Sedimentgesteins weisen eindeutige Wellenmuster auf, wie sie nur in Wasser geformt werden konnten. Die hohen Salzkonzentrationen ergänzen ihrerseits die Theorie, nach der Opportunity sich am Ufer eines ausgetrockneten uralten Sees oder Ozeans befindet.

Die bisherigen Anhaltspunkte erklären nicht, wann und wie lange das Wasser in der Gegend der Meridiani-Tiefebene existierte. Um mehr Indizien zu erfassen, damit diese Frage möglicherweise beantwortet werden kann, planen die NASA-Wissenschaftler den Rover zu einem anderen, größeren Krater zu schicken.


Sedimentschichten im Gestein - unverkennbare Zeichen für flüssiges Wasser

Die mit dem Microscopic Imager abgebildeten Texturen im Gestein wurden durch die Bewegung des Wasser verursacht, das mindestens fünf Zentimeter tief war (möglicherweise auch tiefer) und mit einer Geschwindigkeit zwischen 10 und 50 Zentimeter pro Sekunde floss. Die sinusförmigen Strukturen im Sedimentgestein, die durch Wellenbewegung an der Oberfläche verursacht wurden, unterscheiden sich deutlich von Strukturen, die durch Windeinwirkung erodiert sind. "Einige der Felsen in der 'Opportunity Ledge'-Formation sind sicherlich durch die Winderosion entstanden", sagte Dr. John Grotzinger, Rover Science-Team-Member vom Massachusetts Institute of Technology, "doch andere wurden zweifellos durch Wasser geformt."


Die Brandung eines urzeitlichen Sees sorgte für diese Strukturen

"In den letzten drei Dekaden haben mehrere Raumsonden Oberflächenmerkmale auf dem Mars gesichtet, die man am einfachsten durch Wassererosion erklären konnte", sagte Dr. James Garvin, Chefwissenschaftler für Mars- und Lunarforschung am Marshauptquartier in Washington, "aber wir haben keine definitiven Beweise gehabt. Das Mars Exploration Rover-Projekt wurde mit dem Ziel geplant, um solche Erkenntnisse wie diese zu erbringen, aber es übertraf unsere Erwartungen bei weitem. Eines Tages müssen wir diese Felsen einsammeln und sie auf die Erde holen, um sie in den irdischen Labors nach Hinweisen für vergangene oder gegenwärtige biologische Aktivitäten zu untersuchen."

"Diese Art des Gesteins mit evaporierten Sedimenten bietet die besten Voraussetzungen, biologisches oder biochemisches Material zu konservieren", sagte Dr. Steve Squyres von der Cornell University.

Die NASA-Experten am Jet Propulsion Laboratory erwarten, dass Opportunity und Spirit einige Monate länger halten werden als die anfänglichen Missionsziele von drei Monaten. Über welche Ressourcen die Rover noch verfügen, kann man aus dem folgenden Beispiel schließen: Für die 152 Mikroskopaufnahmen von dem Felsen "Last Chance" musste der Rover seinen Arm mehr als 200-mal an einem Tag bewegen.

mehr zur:
Mars Rover Exploration Mission
...................................................
Planet Mars: Stand der Forschung
Das Logbuch der Mission
Fotogalerie: Mars Rover Mission
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