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 :: Astronomie und Raumfahrt ::


Mars Express findet Methan in der Marsatmosphäre
03.04.2004 | 13:03 Uhr

Während der letzten Observationen aus dem Orbit hat die ESA-Sonde Mars Express Spuren von Methan in der Marsatmosphäre nachgewiesen.

Die Marsatmosphäre besteht zu 95 % aus Kohlendioxid. Die restlichen 5 % bilden Sauerstoff, Wasserdampf, Kohlenmonoxid, Formaldehyd und wie wir jetzt wissen Methan. Methan wurde mit Hilfe eines Instruments namens Planetary Fourier Spectrometer (PFS) nachgewiesen. Allerdings ist die nachgewiesene Menge von Methan sehr gering - in einer Milliarde Teilchen sind lediglich zehn Methan-Moleküle enthalten (10 ppb). Nichtsdestotrotz wirft das die Frage nach seinem Ursprung auf. Besonders in Anbetracht der Tatsache, dass Methan und Sauerstoff sich schnell zu Kohlenstoff und Wasser verbinden, bedeutet das, dass Methan immer wieder neu produziert werden muss. Da die Marsatmosphäre über keine Ozonschicht verfügt, wird das Methan auch durch die energiereiche UV-Strahlung gespalten, so dass es in der Regel nur wenige Jahrzehnte, höchstens Jahrhunderte in der Marsatmosphäre verweilen kann. Es muss einen Mechanismus geben, der immer wieder die Atmosphäre mit Methan anreichert.

Zur Zeit ist es noch zu früh, irgendwelche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen, aber der Nachweis dieses überaus reaktionsfreudigen Gases verleitet zu Spekulationen nach seinem Ursprung. Es kommen zwei Hypothesen in Frage, die eine plausible Erklärung nach dem Ursprung dieses Gases bieten: Zum einen geologische Prozesse wie Vulkanismus, zum anderen organische Vorgänge. Die Hypothese des Vulkanismus kollidiert jedoch mit der bisher als sicher geltenden Erkenntnis, dass jegliche geologische Aktivität auf dem Mars seit mehreren Jahrmillionen erlöschen ist. Die zweite Hypothese nach dem biologischen Ursprung des Methan als Abfallprodukt von Marsbakterien stößt auf besonders reges Interesse der Wissenschaftler, da die Indizien nach Leben auf dem Mars mit dem neusten Fund immer größer und aussagekräftiger werden. Es sei an dieser Stelle bemerkt, dass in der Erdatmosphäre nachweisbare Methan größtenteils auf biologische Aktivitäten zurück geht, insbesondere auf die Flatulenz der Wiederkäuer.

Der Mars Express Orbiter wird in den kommenden Tagen und Wochen weitere Daten sammeln und uns zur Klärung dieser Fragen möglicherweise einen Schritt näher bringen.

Siehe auch:
> Planet Mars: Stand der Forschung
> Mars Express + Beagle 2: Das Logbuch der Mission



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