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Rückführung von Mars-Bodenproben: die nächste Etappe zur Exploration des Roten Planeten
07.07.2008 | 11:29 Uhr

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) und das Centre Nationale d'Etudes Spatiales (CNES) veranstalten am 9./10. Juli in Zusammenarbeit mit der NASA und der Internationalen Arbeitsgruppe zur Erforschung des Mars (IMEWG) im Auditorium der Bibliothèque Nationale de France in Paris eine internationale Konferenz zur Beratung der nächsten Schritte in der Mars-Exploration.

Zurzeit werden im Rahmen mehrerer NASA-Missionen (Phoenix, Mars Reconnaissance Orbiter, Mars Exploration Rover und Mars Odyssey) sowie der ESA-Mission Mars Express Daten gesammelt, während gleichzeitig die Vorbereitungen für weitere, noch faszinierendere Missionen, wie das Mars Science Laboratory der NASA oder die Mission ExoMars der ESA, laufen. Die Exploration des Mars schreitet also kontinuierlich voran. Die kommenden Missionen werden wissenschaftliche Nutzlasten und Technologien mit sich führen, die zur Verwirklichung des eigentlichen Ziels - eines bemannten Flugs zum Mars - beitragen werden.


Start des Space Shuttle Discovery

Künstlerische Darstellung des Mars-Sample-Return-Moduls (MSR) beim Abheben von der Marsoberfläche
Bild: ESA

Weltweit sind sich die Wissenschaftler bereits seit langem darin einig, dass als nächster Schritt, gleichsam als Quantensprung für unser Wissen über Mars und das Verständnis der dort herrschenden Bedingungen, zwangsläufig eine Mission zur Rückführung von Mars-Bodenproben stehen muss.

Als eine der grundlegenden Voraussetzungen für die Weltraumexploration, insbesondere solch anspruchsvolle Großvorhaben, wird zusehends die internationale Zusammenarbeit erkannt.

Diese beiden Beweggründe, d. h. der unumgängliche nächste Schritt in der Exploration des Mars sowie die internationale Zusammenarbeit, haben die IMEWG dazu veranlasst, einen internationalen Ad-hoc-Ausschuss zur Untersuchung einer internationalen Architektur für eine geplante Mission zur Rückführung von Mars-Bodenproben (MSR) einzusetzen.

Nach mehreren Monaten gemeinsamer Anstrengungen von Wissenschaftlern und Ingenieuren aus verschiedenen Ländern weltweit ist die so genannte iMARS-Gruppe nun in der Lage, die Ergebnisse ihrer Beratungen und das Konzept einer gemeinsamen Architektur für eine künftige internationale MSR-Mission vorzustellen.

Aus diesem Anlass kommen Vertreter aus Wissenschaft und Industrie sowie von Raumfahrtagenturen aus aller Welt auf der Internationalen Konferenz über die Rückführung von Mars-Bodenproben zusammen, um über den gegenwärtigen Stand und die Perspektiven für die Erforschung des Mars in den kommenden Jahrzehnten zu diskutieren. Die zentralen wissenschaftlichen Vorträge der Konferenz halten Steve Squyres von der Cornell University, Hauptexperimentator für den Mars Exploration Rover, sowie Jean-Pierre Bibring vom Institut d'Astrophysique Spatiale, Hauptexperimentator für eines der größeren Forschungsinstrumente auf der ESA-Sonde Mars Express.

Europäische und internationale Medienvertreter sind eingeladen, an dieser zweitägigen Konferenz teilzunehmen, um mehr über die internationalen Konzepte für eine Rückführung von Mars-Bodenproben zu erfahren und sich mit den wichtigsten Akteuren dieses weltumspannenden Großvorhabens der Exploration und Erforschung des Mars, des Fernziels der bemannten Weltraumexploration, auszutauschen.

Quelle: Pressemitteilung ESA





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Pressemitteilung: European Space Agency (ESA)



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