Am 2. März 1972 in den Weltraum geschossen, hat die Weltraumsonde
Pioneer 10 bereits über zehn Milliarden Kilometer zurückgelegt.
Etwa neun Stunden brauchen die Signale der NASA-Sonde, um die Erde
zu erreichen. "Gegen Weihnachten nächsten Jahres werden wir
endgültig den Kontakt verlieren", meint NASA-Wissenschaftler John D.
Anderson. In den 70er Jahren konnte Pioneer 10 als erstmals den
Asteroidengürtel durchqueren und wichtige Daten vom äußeren
Sonnensystem liefern, darunter die ersten Nahaufnahmen vom
Jupiter. Von der Anziehungskraft des Planeten beschleunigt
kreuzte sie die Umlaufbahnen von Uranus, Neptun und Pluto. 1983
verließ sie das Sonnensystem und befindet sich heute in der Nähe des
Kuiper-Gürtels. Die Forscher sind davon überzeugt, daß Pioneer 10
noch gut intakt ist. Die Sonde lege jeden Tag eine knappe Million
Kilometer zurück. Noch etwa 100 Jahre könne sie Energie aus ihrem
Nuklearreaktor beziehen, bevor sie stumm in die Weiten des Weltraums
treibe.
Pioneer 10 bewegt sich zur Zeit Richtung Sternbild Stier und wird es
in etwa zwei Millionen Jahren erreichen.
17.12.1997
Quelle:
Bild
der Wissenschaft