Hermann-Michael Hahn
NASA bricht Kontakt zu ältester Raumsonde ab -Instrumente
bereits weitgehend ausgefallen
Nach 25 Dienst hat die US-Raumfahrtbehörde Nasa den Kontakt zur
Raumsonde 'Pioneer 10" abgebrochen. Ein weiterer Betrieb war nach
NASA-Angaben nicht mehr lohnenswert. Der Sender des letzten noch
funktionsfähigen Meßinstrumentes wäre ohnehin im kommenden Jahr
wegen Energiemangels ausgefallen, erklärte Projektleiter Larry
Lasher.
Die im März 1972 gestartete Sonde hatte zum ersten Mal den
Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter durchquert und damit den
Weg für die
Voyager- und
Galileo-Missionen
geebnet. Der acht Monate dauernde "Spießrutenlauf" war entgegen den
Befürchtungen der Astronomen ohne besondere Vorkommnisse verlaufen.
Seit Ende 1973 sendete
"Pioneer 10" Daten über den Gasriesen Jupiter, darunter erstmals
Angaben über die Masse und das Magnetfeld des Planeten. Daneben
lieferte die Sonde auch Informationen über den interplanetaren Raum
und die ins Sonnensystem eindringende kosmische Strahlung. 1983
passierte Pioneer 10 den Planeten Pluto und verließ als erstes
Raumfahrzeug das Sonnensystem. Nach Angaben von Lasher wird die
Sonde als "kosmische Flaschenpost" bis in alle Ewigkeit durch die
Galaxie schweben: Eine an der Außenwand befestigte Aluminiumplatte
mit Informationen über die Menschheit und das Planetensystem soll
etwaigen "Außerirdischen" Auskunft über die Herkunft des Fahrzeugs
liefern.
03.04.1997
Quelle:
Bild
der Wissenschaft