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Die beiden Voyager-Sonden brachen im
Sommer 1977 zu ihren wohl niemals enden werdenden Reisen auf. Beide Sonden
tragen eine aus Kupfer gepresste "Schallplatte" an Bord, Sound of Earth
genannt mit Geräuschen und Bildern von der Erde. Die Aluminiumhülle, in der die
Platte aufbewahrt wurde, bat noch Platz für weitere Hinweise: zum Abspielen der
Platte, wie viel Spielzeit jede Plattenseite besaß, wenn man die 21-cm-Zeitskala
des Wasserstoffatoms wie bei der Pioneer-10-Platte verwendete. Dazu
kamen zwei der Pioneer-10-Diagramme: die Struktur des Wasserstoffatoms
und die Pulsarkarte.

Für den Fall, dass die Pulsarkarte nicht
ausreichen würde, um das Alter der Aufnahme zu bestimmen, überzogen die
Wissenschaftler die Behälterhülle mit einem extrafeinen Film aus reinem Uran
238. Durch seinen natürlichen Zerfall würde man das genaue Alter der Platte
bestimmen können.
Die Raumsonde Voyager 1 stellte vor kurzem
(17.02.1998, 23.10 Uhr MEZ) einen Rekord auf: Voyager 1 ist nun das
Raumfahrzeug, das am weitesten von der Erde entfernt ist. Sie ist nun 10,4
Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und hat die fünf Jahre zuvor
gestartete Pioneer-10-Sonde überholt. Voyager 1 ist jetzt so weit von der Erde
entfernt, dass es 9 Stunden und 36 Minuten dauert, bis ein Funksignal die Erde
erreicht. Das Funksignal wird von einem 20 Watt Sender produziert. Es ist so
schwach, dass die Summe der Energie, die die Antennen der Bodenstation erreichen
20-milliardenfach kleiner ist, als die Energie einer Batterie einer Digitaluhr.
Die NASA-Wissenschaftler rechnen jedoch damit, den Kontakt zu Voyager 1 noch
über zwanzig Jahre lang aufrecht erhalten zu können.
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Zuletzt geändert: 14. January 2009 |