Herzog

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Aus dem Althochdeutschen: herizogo „der vor dem Heer zieht“. Entspricht dem französischen duc, dem englischen duke, dem italienischen duca und dem spanischen und portugiesischem duque, die allesamt auf den altrömischen Titel dux zurück gehen.

Ursprünglich ein, von einem germanischen Stamm gewählter, Heerführer, im Gegensatz zum göttlich legitimierten König. Mit der Bildung des Fränkischen Reiches unterstanden die Herzöge der Hochheitsgewalt des Königs, denen wiederum die Herrscher über bestimmte kleine Gebiete - die Grafen - untergeordnet waren. Im Kampf gegen separatistische Macht der Stammesanführer hob Karl der Große die Stammesherzogtümer auf. Nach seinem Tod jedoch erlebten sie vor allem in Frankreich, Deutschland und Italien eine Wiedergeburt. Die Herzogtümer genossen Souveränität, waren dem Königreich jedoch in mehr oder weniger loser Abhängigkeit angegliedert. In der Regel, je weiter die Herzogtümer vom Königspalast entfernt waren, je stärker ein Herzog war, desto unabhängiger war das Herzogtum von der königlichen Gewalt.

Siehe auch


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