Interessantes, Kurioses, Wissenswertes/Gesellschaft

Aus Wiki.sah
Wechseln zu:Navigation, Suche

Interessantes und Wissenswertes zum Thema Gesellschaft und Kultur.

Essen und Trinken

  • Die Kaffeemarke Kopi Luwak aus Osttimor unterscheidet sich von allen anderen Kaffeesorten dadurch, dass sie, um ihr spezielles Aroma zu entfalten, den Verdauungstrakt von einer Schleichkatzenart Fleckenmusang passieren muss. Kopi Luwak ist zugleich der teuerste Kaffee der Welt - das Kilo Kaffeebohnen kostet bis zu 1000 Euro [1]

Genussmittel

Alkohol

  • Schätzungen gehen davon aus, dass beim Verzehr eines Bieres bis zu 100.000 Gehirnzellen abgetötet werden. Bei einem Vollrausch sollen sogar ca. 10.000.000 Gehirnzellen unwiderruflich absterben.[2]
  • Mit über zehn Litern reinen Alkohols pro Einwohner im Jahr gehören die Deutschen international zu den Spitzenreitern. Pro Kopf entspricht das 134 Litern Bier und andere Getränke. Nach Schätzungen der Deutschen Hauptstelle gegen die Suchtgefahren leben hier zu Lande zund zweieinhalb Millionen behandlungsbedürftige Alkoholkranke. An den Folgen übermäßigen Trinkens sterben in der Bundesrepublik jährlich etwa vierzigtausend Menschen, siebzehntausend davon an Leberzirrhose.[3]

Drogen

  • Das Wort Heroin ist eine Wortabwandlung aus "heroic morphin" und wurde entwickelt, um morphiumsüchtige Soldaten, denen das Schmerzmittel während des Deutsch-Französischen Krieges (1870/71) verabreicht wurde, zu heilen. Die Folgen dieser "Ersatzdroge" beeinflussen uns bis heute.
  • Weltweit starben mehr Menschen an den Folgen des Rauchens als während des Zweiten Weltkriegs.[4] Allein im Jahr 2000 waren es fast 5 Millionen Tote. Die Einnahmen aus der Tabaksteuer in Deutschland betrugen im Jahr 2001 12,1 Milliarden Euro. Diese Summe deckt jedoch nicht einmal annähernd den volkswirtschaftlichen Schaden, der durch die Folge des Rauchens entsteht.
  • Das Risikoverhältnis für Lungenkrebs bei Rauchern beträgt 30:1, d.h., das Risiko, zu erkranken, liegt über 3000 höher als bei Nichtrauchern.[5] In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Raucher; sieben Millionen davon rauchen mehr als 20 Zigaretten pro Tag. Bis zu ihrem 75. Lebensjahr werden rund 16% von ihnen an Lungenkrebs versterben.[6]
  • Das Abhängigkeitspotential von Nikotin ist genauso groß wie das von Heroin.
  • Der Drogenhandel macht etwa 8 % des Welthandels aus.

Größte Bauwerke

  • Das 1943 erbaute fünfeckige Gebäude des Verteidigungsministeriums der USA, das Pentagon, ist von seiner Fläche her das größte Bürogebäude der Welt. Seine Bürofläche ist trotz einer relativ geringen Höhe von 23 Metern für die fünf Etagen dreimal so groß wie die des Empire State Building. Die Länge der Korridore beträgt 28 Kilometer.[7]
  • Der Regierungspalast des rumänischen Ex-Diktators Nicolae Ceausescu ist nach der Fläche das zweitgrößte Gebäude der Welt. Der Palast ist 365.000 m² groß und besteht aus 7.000 Räumen, wobei der größte davon 2.200 m² misst.
  • Der Louvre ist mit 198.000 m² Fläche eine der größten Palastanlagen Europas.[8] Mit über 60.000 m² Fläche, auf der über 400.000 Exponate ausgestellt werden, ist der Louvre auch das größte Museum der Welt.[9]
  • Die größte Kirche der Welt ist der Petersdom im Zentrum der Vatikanstadt. Die Innenfläche des 211,5 m langen und 132,5 m hohen Baus beträgt rund 15.160 m² (1,5 ha) und bietet rund 60.000 Menschen Platz, somit hat der Petersdom auch den größten Innenraum der Welt. Das Langhaus hat eine Länge von 187 m und eine Breite von 27,50 m, das Querschiff ist 138 m breit. Die Bauzeit betrug rund 120 Jahre.[10]
  • Das Empire State Building ist einschließlich der Antenne 443,2 m groß und war das höchste Gebäude der Welt, bis 1972 das World Trade Center eröffnet wurde. Nach dem Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001 hat das Empire State Building auf eine tragische Weise wieder den Status des höchsten Gebäudes von New York erlangt.[11] Der Wolkenkratzer wird im Schnitt 23-mal im Jahr vom Blitz getroffen.
  • Der gegenwärtig (2005) größte Wolkenkratzer der Welt ist der inklusive Antenne 520 m hohe Sears Tower in Chicago. Das zur Zeit höchste Bauwerk der Erde ist der 628,8 m hohe KVLY-Fernsehsendemast in Fargo, North Dakota.[12]

Kinderarbeit

  • Obwohl fast alle Länder ein internationales Verbot von Kinderarbeit unterschrieben haben, sind weltweit mehr als 211 Millionen Kids unter 15 Jahren gezwungen zu schuften.[13]
  • In Indien, dem Land mit der höchsten Rate an Kinderarbeit, gehen 70 Millionen Kinder unter 14 Jahren nicht zur Schule.[14]
  • Eine Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) kommt zu dem Schluss, dass der volkswirtschaftliche Nutzen einer allgemeinen Schulbildung deren Kosten um den Faktor 6,7 übersteigt.[15]

Krieg und Gewalt

Kriege

  • Von 1900 bis 1996 gab es 250 Kriege und Bürgerkriege (mit je über 1.000 Toten/Jahr) mit insgesamt 109 Millionen Toten, davon 63 Millionen Zivilisten. 1996 gab es in 69 Ländern noch etwa 100 Millionen vergrabene Tretminen mit pro Jahr 26.000 Toten und Schwerverletzten, meistens Kinder. Um 1986 betrug die Sprengkraft der Atombomben aller Länder 18.000 Megatonnen TNT (18 Milliarden Tonnen). Geteilt durch die Erdbevölkerung waren das 4,0 Tonnen TNT pro Person; das ist eine solide Kugel Dynamit, von 1,5 m Durchmesser - eine solche Kugel Dynamit für jeden Menschen auf der Erde.[16]
  • Im 1. Weltkrieg waren 14 % aller Opfer Zivilisten. Im 2. Weltkrieg erhöhte sich diese Zahl auf 67 %. Heutzutage ist sie bei manchen Konflikten sogar noch höher.[17]

Lynchmorde

  • Nach eher konservativen Annahmen des Tuskegee Institute wurden in den Jahren 1889 bis 1940 insgesamt 3.833 Menschen gelyncht; 90 Prozent dieser Morde fanden in den Südstaaten statt, vier Fünftel der Opfer waren Afroamerikaner. Oft war nicht einmal ein Verbrechen als Anlass des Mordes nötig; wie im Fall Emmett Till reichte manchmal, damit die Schwarzen nicht zu aufmüpfig werden, als Begründung. 1939 hatte es bereits drei Lynchmorde gegeben, eine Umfrage in den Südstaaten ergab, dass sechs von zehn Weißen die Praxis des Lynchens befürworteten.[18]

Nuklearwaffen

  • Der erste Test der Wasserstoffbombe im Pazifik 1952 setzte mehr Sprengkraft frei, als alle Geschütze der beiden Weltkriege zusammen. Die Atollinsel Elugelab verschwand spurlos von der Erdoberfläche. An ihrer Stelle klafft unter Wasser ein kilometerbreiter Krater.
  • Der Begriff "Ground Zero" geht ursprünglich auf die Tests der ersten, überirdisch gezündeten Nuklearwaffen zurück, die einen riesigen Krater hinterließen.
  • Der stärkste Sprengsatz, der je zur Explosion gebracht wurde, war 58 Megatonnen "schwer". (Gezündet von der Sowjetunion am 30. Oktober 1961 auf Nowaja Semlja.)[19]
  • Die Feuerbälle, die von Waffen mit einer Sprengkraft zwischen 100 Kilotonnen und einer Megatonne erzeugt werden, reichen zu einem geringeren oder größeren Teil bis in die Stratosphäre hinein. Unter dem Einfluss der hohen Temperaturen, die im Innern eines atomaren Feuerballs herrschen, wandeln sich Teile des Luftstickstoffs in Stickoxide um, die wiederum das Ozon in der mittleren Stratosphäre chemisch angreifen und zerstören.[20]

Schusswaffen

  • Jährlich werden weltweit Waffenexporte und Rüstungstransfers im Wert von rund 21 Milliarden US-Dollar genehmigt.[21]
  • Jedes Jahr werden 16 Milliarden Schuss Munition produziert – das sind mehr als zwei Geschosse für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind auf dem Planeten.
  • Etwa 60 % der Kleinwaffen befinden sich in den Händen von Zivilisten. [58]
  • Durchschnittlich werden pro Jahr mehr als 500.000 Menschen mit konventionellen Waffen getötet: ein Mensch pro Minute. [...] In der gleichen Minute, in der eine Person durch bewaffnete Gewalt stirbt, werden 15 neue Waffen hergestellt und anschließend verkauft. [58]
  • Ein Drittel aller Länder gibt mehr Geld für Rüstung und Militär als für ihr Gesundheitswesen aus. [58]
  • Im Durchschnitt geben Länder in Afrika, Asien, Lateinamerika und im Nahen Osten pro Jahr 22 Milliarden US-Dollar für Waffen aus. Die Hälfte dieses Betrags würde ausreichen, jedem Mädchen und jedem Jungen in diesen Ländern den Besuch der Grundschule zu ermöglichen. [58]
  • 84 Prozent aller weltweit gehandelten Waffen, Munition und militärischen Ausrüstungen stammen aus den Staaten der G8 (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Japan, Kanada, USA und Russland). [58]
  • Das Risiko, dass ein Mitglied Ihrer Familie an einer Schusswunde stirbt, ist 22-mal so hoch, wenn Sie eine Waffe im Haus haben. In nur 2 Prozent der Fälle werden Schüsse auf Einbrecher abgefeuert. Der Rest erschießt versehentlich seine Familienangehörige oder Nachbarn. Etwa 250 Millionen Waffen befinden sich in den USA in Privathand, eine halbe Million werden jährlich gestohlen. Die Opfer von Schusswaffen sind meist Afroamerikaner zwischen 15 bis 24 Jahren. Sie werden sechsmal häufiger erschossen als die weißen Jugendlichen.[22]

Suizid

  • Die Veröffentlichung von Goethes "Die Leiden des jungen Werthers" 1774 hatte zur Folge, dass sich viele junge Menschen das Leben nahmen. Seitdem bezeichnen die Psychologen das Nachahmungsphänomen als "Werther-Effekt". Untersuchungen zeigen einen raschen Suizidanstieg nach Selbstmorden in Seifenopern und nach dramatischen Nachrichtenerstattungen über Selbstmorde. "Es gibt Nachrichten, die sind keine", schreibt die New York Times, "und Selbstmord gehört dazu". In Ländern wie Schweden oder Finnland ist die Suizidvorbeugung Aufgabe der Gesundheitspolitik.
  • Auch die Musik kann eine erstaunliche Wirkung auf den Menschen haben. So soll das melancholische Lied "Gloomy Sunday" des ungarischen Komponisten Reszo Seress aus dem Jahr 1932 mehrere Zeitgenossen in den Selbstmord getrieben haben.[23]
  • An den Niagarafällen geschieht im Schnitt alle zwei Wochen ein Selbstmord.
  • Alle zwei Wochen stürzt sich ein Mensch von der Golden Gate Bridge ins Meer hinunter. Ein 1,4 m hohes Geländer ist für Lebensmüde kein Hindernis. Nur 26 Menschen sollen den Todessprung seit Eröffnung der Hängebrücke im Mai 1937 überlebt haben.[24]
  • Im Durchschnitt sterben in der Bundesrepublik Deutschland jährlich zwischen 11.000 und 12.000 Menschen durch Suizid, wobei zusätzlich von einer hohen Dunkelziffer auszugehen ist. Diese Zahl entspricht ca. 1,3% aller Todesfälle und übersteigt damit die Anzahl der Verkehrstoten bei weitem.[25]

Todesstrafe

  • Der Erfinder des "Elektrischen Stuhls" war Thomas Alva Edison, den die meisten als den Erfinder der Glühlampe, des Phonographen und Kinematographen kennen. Die vermeintlich humanere Hinrichtungsmethode erwies sich gleich bei der ersten Exekution als brutal und barbarisch. Trotzdem setzte sie sich in den meisten Bundesstaaten durch.
  • Großbritannien hat 1996 als letzter westeuropäischer Staat die Todesstrafe offiziell abgeschafft, nach Belgien (1996), Spanien (1995), Italien (1994), Schweiz (1992), Irland (1990), Liechtenstein (1987), Niederlanden (1982) und Frankreich (1981). Nur noch zwei westliche Demokratien verbuchen für sich das Recht, über das Leben ihrer Bürger zu entscheiden: USA und Japan. USA ist weltweit Nummer vier im Verhängen der Todesstrafe. Nummer eins ist nach wie vor China mit weit über 2.000 Exekutionen im Jahr.
  • Über 80% der Exekutionen in den USA werden in Südstaaten vollzogen.
  • In Saudi Arabien steht für Hexerei die Todesstrafe.

Länder und Sitten

  • In einigen Städten Saudi-Arabiens ist der Verkauf und das Ausführen von Katzen und Hunden verboten, da dies laut Sittenpolizei häufig die Kontaktaufnahme zwischen Männern und Frauen begünstige.[26]
  • In China kam in den 1970er Jahren die Mode auf, Pyjamas auf offener Straße zu tragen und darin sogar Einkaufen zu gehen. Als Zeichen des Wohlstandes und der "Coolness" missverstandenes Kleidungsstück aus dem Westen, hat sich Pyjama einer großer Beliebtheit erfreut und sich fest in das kulturelle Weltbild der Chinesen integriert. Mittlerweile will die Regierung diesen "unzivilisierten" Brauch per Gesetz verbieten.[27][28][29]
  • Singapur gilt als die sauberste Stadt Asiens. Zwischen 1992 bis 2004 unterlag dort der Verkauf von Kaugummi einem absoluten Verbot. Inzwischen ist der Verkauf von Kaugummi zwar wieder gestattet, aber nur gegen die Vorlage eines Arztrezeptes und Personalausweises. Ein generelles Rauchverbot gilt in Singapur nicht nur in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, sondern auch in Personengruppen mit mehr als fünf Personen (z.B. in Warteschlangen).
  • In Asien ist der Glaube verbreitet, dass das Nashornpulver für die Potenz sorge, dass es vor AIDS und Krebs schütze und das hohe Lebensalter verspreche. Die aphrodisische Wirkung verdankt das Nashornpulver der Tatsache, dass sich ein Rhinozeros-Bulle drei bis vier Stunden am Stück mit einer Nashornkuh verlustieren kann.[30] Die Jagd auf die Nashörner sorgt für astronomische Preise auf dem Schwarzmarkt. So bringt ein Horn bei dem Schwarzhandel bis zu einer Million Dollar.[31][32]
  • Die höchste Minderjährigen-Mutterschaftsrate der Welt hat Sub-Sahara-Afrika.[33]
  • Vielen japanischen Frauen ist der Gedanke unangenehm, wenn man sie auf der (öffentlichen) Toilette hören würde. Aus diesem Grund betätigten sie immer wieder die Klospülung, um die Geräusche zu überdecken. Da der Wasserverbrauch dabei zu hoch war, entwickelte man in den 1980er Jahren ein Gerät Namens Otohime (音姫) "Geräuschprinzessin", das die Geräusche der Wasserspülung imitiert. Mittlerweile sind fast alle Damentoiletten in Japan mit diesem Gerät ausgerüstet.[34]

Sexualität

Homosexualität

  • Homosexuelle Menschen verfügen angeblich über einen sechsten Sinn, andere Homosexuelle zu orten, den sogenannten Gaydar (Kofferwort aus Gay und Radar). Diese Fähigkeit wird sogar wissenschaftlich untersucht. William Lee Adams, ein Harvard-Student, fand in einer Studie für seine Senior-Arbeit heraus, dass homosexuelle Männer und Frauen vor allem Schwule mit größerer Sicherheit und innerhalb kürzester Zeit nur anhand von Stummfilmen und Fotografien (beide vom Hals aufwärts sowie ohne Schmuck und Makeup) erkennen konnten.[35] Mehrere Studien ergaben zudem, dass homosexuelle Männer und Frauen aufgrund verschiedener Faktoren wie Geruch, der nicht bewusst wahrnehmbar ist (Pheromon), Erscheinung und Sprache leichter in der Lage sind, andere Homosexuelle zu identifizieren.
  • In Kanada wurde in 1960er Jahren ein Gerät zur Erkennung von Schwulen und Lesben entwickelt, das scherzhaft als "Fruit machine" bezeichnet wurde (engl. fruit "Homosexueller"). Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) versuchte zusammen mit einem Psychologen der Carleton University in Ottawa ein Messgerät zu entwerfen, welches aufgrund „objektiver“ wissenschaftlicher Methoden die sexuelle Orientierung erkennen können sollte. Es basierte auf der Änderung der Pupillengröße, wenn dem Betrachter Bilder von angezogenen und nackten Frauen und Männern gezeigt wurden. Das Gerät sollte dazu dienen, Personen aus den Gruppen der vermuteten Homosexuellen sowie jener, die der Homosexualität explizit verdächtigt wurden, der Kategorie der gesicherten Homosexuellen zuzuordnen und auch verhindern, dass homosexuelle Beamten eingestellt werden. Die Versuche wurden 1967 eingestellt.[36][37]
  • Während in der westlichen Welt die Homosexualität noch bis Ende der 1960er Jahre hinein strafrechtlich verfolgt wurde und im Christentum, Judentum und Islam homosexuelle Handlungen als Sünde angesehen werden, war die Homosexualität in Japan im Verlauf der Geschichte fast immer legal und von der Gesellschaft akzeptiert gewesen. Ähnlich wie im antiken Griechenland wurde Liebe zwischen Männern sogar als die reinste Form der Liebe überhaupt angesehen.

Pornografie

  • Das Wort Pornografie heißt in seiner eigentlichen Bedeutung Hurenschrift.[38]
  • Die Pornographie wurde in Deutschland erst ab 1975 unter Straffreiheit gestellt.
  • Die Amerikaner geben für Pornografie mehr Geld aus als für Theater, Museen und andere Kultureinrichtungen zusammengenommen. Allein in den USA soll der Umsatz der Pornoindustrie über dem des Hollywood liegen.
  • Laut Schätzungen der UNO wird durch Handel und Herstellung von Kinderpornografie weltweit so viel umgesetzt wie durch den illegalen Waffenhandel.[39]
  • In Deutschland sind "legal" ca. 400.000 Prostituierte registriert. Der Umsatz der ganzen Branche der Prostitution wird auf über 5 Milliarden Euro geschätzt.
  • Einer US-Studie zufolge werden Porno-Seiten im Internet fast dreimal so häufig angeklickt wie die Seiten der großen Suchmaschinen.
  • Laut einer Untersuchung der Organisation Young Media Australia ist in den letzten Jahren die Anzahl der Fälle drastisch gestiegen, in denen Kinder unter 10 sexuelle Gewalt ausübten. In 90% der Fälle gaben die Kinder an, mit Online-Pornografie in Berührung gekommen zu sein, und ein Viertel der Kinder benutzte das Internet ausschließlich zu diesem Zweck.[40]

Religion

  • Die Bibel wurde bisher in 451 Sprachen komplett und einzelne Bücher oder deren Teile in 2.479 Sprachen übersetzt (Stand 2008). Damit ist die Bibel mit Abstand das am häufigsten übersetzte und am meisten verbreitete Buch der Welt.[41]

Christlicher Vandalismus

  • Die Christen haben sich im Laufe der Jahrhunderte vehement bemüht, die Zeugnisse vergangener Kulturen auszulöschen. So zerstörten sie nicht nur bewusst heidnische Tempel und andere Bauwerke, sie betrieben auch eine Art Zensur der ägyptischen Reliefschnitzereien, die nicht selten relativ freizügig gekleidete Personen darzustellen pflegten. Die sündhaft zur Schau gestellten Körperteile wurden von den Christen anstößig empfunden und mit scharfen Gegenständen weggeritzt.
  • "Man schätzt, dass allein im 19. Jahrhundert in Deutschland zwischen fünf und sechstausend Hünengräber zerstört wurden. Im Kreise Uelzen [...] gab es um 1850 noch 219 Gräber, heute sind es genau 17! Und von diesen 17 weisen die meisten schwere Schäden auf. [...] Nicht verschwiegen werden soll die Schuld der Kirche am allgemeinen Zerstörungswerk: Dadurch, dass die Pfarrer die Steinbauten als 'Teufelskanzeln', 'Teufelsbetten', 'Teufelsküchen', 'Heidenküppel' und 'Heidenkammern' verfluchten, gab man sie zur Vernichtung frei."[42]
  • Weil viele von den Christen als Heiden abgestempelten Völker wie beispielsweise die Germanen imposante Bäume, meist Eichen, verehrten, haben die frommen Christenmenschen im Zuge der Christianisierung die entsprechenden Heiligenstätten gefällt. Noch im 11. Jahrhundert erließ Bischof Burkhard von Worms ein Dekret, in dem er befielt, die "den Dämonen geweihte Bäume" auszureißen und zu verbrennen.
  • Die berühmte Bibliothek von Alexandria, die die größte Sammlung von Schriften der antiken Welt beherbergte, wurde von Christen unter Theophilus im Auftrag von Theodosius dem Großen im Jahr 391 n. Chr. zerstört.[43] Jedoch gingen nicht nur Christen mit Schriften Andersgläubiger auf solch eine Weise umher umher: Als Alexandria 642 durch den Kalifen Omar für den Islam erobert wurde, befahl er, alle noch vorhandenen Bücher zu vernichten, die dem Koran widersprachen. Da die übrigen Werke notwendigerweise nur das wiederholten, was sowieso bereits im Koran stand, waren sie folglich ebenfalls überflüssig, und konnten deshalb ebenfalls guten Gewissens vernichtet werden. Die Handschriften wurden zur Beheizung der öffentlichen Bäder verbrannt.[44]

Hexenprozesse

  • Die Hexenprozesse des 16. und 17. Jahrhunderts forderten zwischen 40.000 und 100.000 Menschenleben. Andere Schätzungen gehen etwa von einer Million Toten aus. Für all diese Opfer existiert bis heute kein Mahnmal.
  • Die überwiegende Mehrheit der bei den Hexenprozessen Verurteilten waren Frauen gewesen. Aber auch Männer und Kinder mussten sich gelegentlich vom Teufel los sagen und mit Gott im reinen auf dem Scheiterhaufen sterben. Noch seltener, aber dennoch praktiziert, wurde auch Tieren und sogar Gegenständen Prozess gemacht.
  • In Afrika werden bis heute Menschen wegen angeblicher Hexerei verfolgt und öffentlich gesteinigt.
  • Eine Frau wurde verurteilt, weil sie sich in einer Bierkneipe mit einem Säufer gestritten hatte. Nachdem er so maßlos betrunken war, dass er sich übergeben musste, beschuldigte er sie, ihn verhext zu haben - und man schenkte ihm Glauben.

Weitere Gräueltaten der Hexenverfolgung

  • 1493 Torquemado wird Generalinquisitor von Spanien. Er macht ca. 100.000 Menschen den Prozess, 10.000 davon werden verbrannt.
  • 1585 ließ der Erzbischof von Trier so viele Frauen als "Hexen" verbrennen, dass in zwei Dörfern jeweils nur noch zwei Frauen übrigblieben.
  • 1596 lässt Bischof von Gent mehr als sechshundert Personen in weniger als sechs Wochen den Feuertod sterben.

Wirtschaft

Schwarzarbeit

  • Nach Schätzungen von Friedrich Schneider, würden jährliche Mehreinnahmen in dreistelliger Milliardenhöhe zu erwarten sein, wenn die gesamte Schwarzarbeit in reguläre Arbeit umgewandelt würde. Im Handelsblatt wird im Januar 2004 von einer Studie berichtet, wonach 17 % (= 370 Milliarden €) des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland durch Schwarzarbeit erwirtschaftet wird. Dies entspräche circa 5,5 Millionen Arbeitsplätzen. 98 % aller Haushaltshilfen seien dem Bericht zufolge illegal beschäftigt, und im Schnitt koste eine Stunde Schwarzarbeit 20 €, eine Stunde reguläre Arbeit 50 - 70 €.[45]

Globalisierung

  • Die Umsätze von Wal-Mart oder DaimlerChrysler liegen deutlich höher als das Bruttoinlandsprodukt von Portugal, einem EU-Land mit zehn Millionen Einwohnern. Und die Wirtschaftskraft von Siemens und der Deutschen Bank überflügelt immerhin noch diejenige Ungarns. Internationale Verträge haben den Spielraum von Großunternehmen in den vergangenen Jahren stark ausgeweitet. Investitionsbeschränkungen, Zölle und andere Handelshemmnisse wurden zunehmend abgeschafft. […] Umweltstandards oder Arbeitsrechte spielen in den Vereinbarungen der Welthandelsorganisation WTO dagegen keine Rolle.[46]
  • Wo die nationalen Vorschriften den Konzernen zu streng sind, droht das Management häufig mit Abwanderung – und findet garantiert einen Ort, wo die Kontrolle schlechter und die Löhne niedriger sind. In keinem anderen Land der Welt wird heute mehr investiert als in China, wo der Mindestlohn von 40 oder 50 Euro im Monat straflos unterschritten werden kann, ein Arbeitstag durchschnittlich zwölf und manchmal sogar 18 Stunden beträgt und freie Gewerkschaften streng verboten sind. Davon profitieren allerdings nicht nur die Aktionäre der Konzerne, sondern auch Schnäppchenjäger und „geile Geizige“.[47]

Toilettenpapier

  • Das Toilettenpapier wurde von dem Amerikaner Joseph Gayetty im Jahre 1857 erfunden. Bis dahin nahm man einen nackten Stein oder Tonscherben (Griechen), einen mit Salzwasser durchtränkten Schwamm am Stock (Römer) oder auch Stroh und Laub (Germanen). Andere Völker benutzten auch eingeweichte Maiskolben, Moos, Lappen, Schafswolle oder einfach Wasser.

Quellennachweise

  1. Zeit online Wissen
  2. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  3. "Spektrum der Wissenschaft"
  4. Der Drache in meiner Garage. Oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven, Carl Sagan, 1997
  5. "Fauler Zauber - Betrug und Irrtum in den Wissenschaften", Robert Park, Europa Verlag, 2002, Himberg
  6. Onmeda, http://www.onmeda.de
  7. "Die Zeit"
  8. Universität Wien, http://www.univie.ac.at
  9. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  10. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  11. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  12. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  13. "Ver.di Publik"
  14. "Ver.di Publik"
  15. "Ver.di Publik"
  16. Sind wir allein? SETI und das Leben im All., Sebastian von Hoerner, März 2003
  17. amnesty international (ai), http://www.amnesty.de
  18. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  19. "Atomkrieg und Klimakatastrophe", Carl Sagan, Droemersche Verlagsanstalt, 1984 Ulm
  20. "Atomkrieg und Klimakatastrophe", Carl Sagan, Droemersche Verlagsanstalt, 1984 Ulm
  21. amnesty international (ai), http://www.amnesty.de
  22. "Stupid White Men", Michael Moore, Piper Verlag, Leck 2003
  23. "X-Akten gelöst", Bernd Harder, Alibri Verlag, 1999 Stuttgart
  24. Spiegel, http://www.spiegel.de
  25. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  26. N24-News
  27. Spiegel online
  28. The Telegraph
  29. n-tv.de
  30. Von der Spanischen Fliege zum Nashornpulver, bleibjung.de
  31. WDR 5, Leonardo
  32. Ein Horn bringt 1 Million Dollar, Tagesanzeiger
  33. Treffers, P.E. (November 22, 2003). Teenage pregnancy, a worldwide problem. Nederlands tijdschrift voor geneeskunde, 147(47), 2320-5. Retrieved July 7, 2006.
  34. Wikipedia, Toiletten in Japan
  35. Willow Lawson: Queer Eyes: Blips on the Gaydar, Psychology Today.com, November/Dezember 2005, Stand der Webseite: 4. April 2007
  36. In a Queer Country: Gay and Lesbian Studies in the Canadian Context, Terry Goldie, Arsenal Pulp Press (Oktober 2001)
  37. Pink Blood: Homophobic Violence in Canada, Douglas Victor Janoff, Univ of Toronto Pr (30. Mai 2005)
  38. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  39. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  40. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  41. Bibelreport, Ausgabe II, 2009, S. 7
  42. "Die ersten Deutschen - über das rätselhafte Volk der Germanen", S. Fischer-Fabian, Bastei Lübbe, 2003, Leck
  43. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  44. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  45. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  46. "Ver.di Publik"
  47. "Ver.di Publik"

Pfad: Home / Disziplinübergreifende Themen / Interessantes, Kurioses, Wissenswertes / Gesellschaft