Johannes Kepler

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Johannes Kepler (* 27. Dezember 1571 in Weil der Stadt, † 15. November 1630 in Regensburg) war ein bedeutender deutscher Astronom, Naturphilosoph, Mathematiker, Astrologe und Optiker. Er entdeckte die Gesetze der Planetenbewegung (Keplersche Gesetze).

Biografie

Keplers Vater verließ die Familie, als Johannes ein Jahr alt war. Seine Mutter zog das Kind allein auf. Sie weckte in ihm das Interesse für Astronomie, nachdem sie dem Jungen den Kometen von 1577[1] und die Mondfinsternis von 1580 zeigte. 1589 beginnt Kepler ein Theologiestudium am Evangelischen Stift in Tübingen. Trotz seines Wunsches, Geistlicher werden zu wollen, nimmt er im Alter von 23 Jahren einen Lehrauftrag für Mathematik an der evangelischen Stiftsschule in Graz an. 1597 heiratet er die Müllerstochter Barbara Mühleck, mit er er vier leibliche Kinder bekommt, von denen jedoch zwei überleben. 1600 nimmt er eine Stellung als Assistent des dänischen Astronomen Tycho Brahe an. Nach Brahes Tod wird Kepler 1601 kaiserlicher Hofmathematiker. Im Oktober 1604 beobachtet er eine Supernova im Sternbild Schlangenträger, die später Keplers Stern benannt wird. 1611 sterben seine Frau Barbara und einer seiner Söhne. 1613 heiratet er die Eferdinger Bürgerstochter Susanne Reuttinger. Mit ihr zeugt er sechs Kinder, von denen jedoch nur eins überlebt. 1615 wird seine Mutter Katharina der Hexerei angeklagt. Kepler kümmert sich persönlich um ihre Verteidigung, erreicht jedoch erst 1621 ihre Freilassung. 1622 stirbt seine Mutter an den Folgen der Haft und der Folter. Ab 1627 erstellt er in Sagan für Wallenstein Horoskope. 1630 reist Kepler nach Regensburg, wo er nach wenigen Monaten Aufenthalt im Alter von 58 Jahren stirbt.



Ausgewählte Werke

Literatur

Quellennachweise

  1. Thomas Sonar: 3000 Jahre Analysis: Geschichte, Kulturen, Menschen (Vom Zählstein zum Computer). Springer, 2011, S. 172

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