Voyager 1- und Voyager 2-Sonden

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Die beiden Voyager-Sonden brachen im Sommer 1977 zu ihren wohl niemals enden werdenden Reisen auf. Beide Sonden tragen eine aus Kupfer gepresste "Schallplatte" an Bord, Sounds of Earth genannt, mit Geräuschen und Bildern von der Erde. Die Aluminiumhülle, in der die Platte aufbewahrt wurde, bat noch Platz für weitere Hinweise: zum Abspielen der Platte, wie viel Spielzeit jede Plattenseite besaß, wenn man die 21-cm-Zeitskala des Wasserstoffatoms wie bei der Pioneer-10-Platte verwendete. Dazu kamen zwei der Pioneer-10-Diagramme: die Struktur des Wasserstoffatoms und die Pulsarkarte.

Für den Fall, dass die Pulsarkarte nicht ausreichen würde, um das Alter der Aufnahme zu bestimmen, überzogen die Wissenschaftler die Behälterhülle mit einem extrafeinen Film aus reinem Uran 238. Durch seinen natürlichen Zerfall würde man das genaue Alter der Platte bestimmen können.

Die Raumsonde Voyager 1 stellte vor kurzem (1998) einen Rekord auf: Voyager 1 ist nun das Raumfahrzeug, das am weitesten von der Erde entfernt ist. Sie ist nun 10,4 Milliarden Kilometer von der Erde entfernt und hat die fünf Jahre zuvor gestartete Pioneer-10-Sonde überholt. Voyager 1 ist jetzt so weit von der Erde entfernt, dass es 9 Stunden und 36 Minuten dauert, bis ein Funksignal die Erde erreicht. Das Funksignal wird von einem 20 Watt Sender produziert. Es ist so schwach, dass die Summe der Energie, die die Antennen der Bodenstation erreichen 20-milliardenfach kleiner ist, als die Energie einer Batterie einer Digitaluhr. Die NASA-Wissenschaftler rechnen jedoch damit, den Kontakt zu Voyager 1 noch über zwanzig Jahre lang aufrecht erhalten zu können.

Heute, am 6. Januar 2019, ist Voyager 2 ca. 119,54 Astronomische Einheiten (AE) von der Sonne entfernt, das sind etwa 17,88 Milliarden Kilometer.

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