Oxalsäure
Als Oxalsäure wird eine organische Dicarbonsäure mit der Summenformel (COOH)2 bezeichnet, die auch unter den Namen "Kleesäure", "Äthandisäure" oder "Ethandisäure" bekannt ist.
Oxalsäure ist farblos, kristallin und gut wasserlöslich. Sie besitzt stark saure Eigenschaften und bildet mit vielen Metallen schwerlösliche Oxalate, darunter Calciumoxalat, das in biologischen und medizinischen Zusammenhängen eine wichtige Rolle spielt. Calciumoxalat ist Hauptbestandteil vieler Nierensteine [1].
In der Natur entsteht Oxalsäure sowohl durch Stoffwechselprozesse von Pflanzen als auch durch mikrobielle Aktivität. Besonders hohe Gehalte finden sich in Rhabarber, Sauerklee, Sauerampfer und Spinat. Beim Menschen wird Oxalsäure nur begrenzt abgebaut und größtenteils über die Niere ausgeschieden.
Technisch wird Oxalsäure unter anderem als Reinigungsmittel, zum Bleichen von Holz und Textilien sowie zur Entfernung von Rost eingesetzt. In der Imkerei dient sie zur Bekämpfung der Varroamilbe [2].