Blendung

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Hekuba blendet Polymnestor (Giuseppe Crespi)

Eine Form von Strafe, bei der die beschuldigte Person auf eine gewaltsame Art erblindet wurde. Dabei wurden dem Verurteilten die Augen entweder ausgestochen oder, bei einer etwas "mildereren" Variante, ein glühendes Eisen in der Nähe der Augen gehalten, wobei die Wärmestrahlung die Netzhaut zerstörte. Im zweiten Fall erblindete man ohne sichtbare äußere Schäden. Die Prozedur als solche blieb trotzdem sehr schmerzhaft. Die Blendung ist seit dem Altertum belegt. Im Byzantinischen Reich war sie neben dem Abschneiden der Nase eine beliebte Methode, Herrscherrivalen außer Gefecht zu setzen, da man damals der Überzeugung war, dass nur ein körperlich unversehrter Mensch ein Land regieren konnte.


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