Byzantinisches Reich

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(griech. Βασιλεία τῶν Ῥωμαίων "Reich der Römer" oder kurz Βυζάντιο[ν] Byzándio[n])

Das Byzantinische Reich (kurz Byzanz) war ein Kaiserreich im östlichen Mittelmeerraum, das sich nach der Reichsteilung des Römischen Reiches 395 in West- und Ostrom mit dem Regierungssitz in Konstantinopel (heute Istanbul) herausbildete. Das Byzantinische Reich war keine Neugründung im eigentlichen Sinn, sondern die Fortsetzung des oströmischen Staates. Die Bürger von Byzanz verstanden sich als Römer und nannten sich Ρωμαίοι Rhomaioi, obwohl die Sprache und Kultur griechisch waren. Die Bezeichnungen byzantinisch oder Byzantiner sind neuzeitliche Kunstwörter. Das Byzantinische Reich bestand bis zur Eroberung von Konstantinopel durch die Osmanen im Jahr 1453.

Zeitleiste

Das Oströmische Reich

Chronologie des Byzantinischen Reiches

Mittelbyzantinische Zeit

Spätbyzantinische Zeit

  • 1261: Rückeroberung Konstantinopels durch die Armee des byzantinischen Exilreiches Nikaia und Wiederherstellung des byzantinischen Reiches.
  • 1321-1347: Innerpolitische Kämpfe und damit verbundene Bürgerkriege erschüttern das Fundament des Staates.
  • 1347-1353: Infolge der großen Pestpandemie wird das Reich stark geschwächt.
  • 1360er Jahre: Die Osmanen erobern das byzantinische Thrakien.
  • 1453: Der osmanische Sultan Mehmed II. erobert Konstantinopel. Der letzte byzantinische Kaiser Konstantin XI. stirbt während der Kämpfe um die Stadt. Ende des byzantinischen Reiches als politische Einheit.
  • 1460: Die Osmanen erobern das byzantinische Despotat Morea
  • 1461: Eroberung des Kaiserreichs Trapezunt durch die Osmanen. David Komnenos, der letzte Kaiser von Trapezunt wird mit den männlichen Mitgliedern seiner Familie zwei Jahre später hingerichtet.


Siehe auch