Interessantes, Kurioses, Wissenswertes/Ökologie und Umwelt

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Interessantes und Wissenswertes zum Thema Ökologie und Umwelt.

Artensterben

  • Nach Schätzungen des berühmten Biodiversitätsexperten E.O. Wilson von der Harvard-Universität sterben jede Stunde bis zu drei Arten aus. Seine Meinung gilt unter den Fachkollegen noch als konservativ.[1] Im Allgemeinen geht man von einer Sterberate aus, die 1.000- bis 10.000-mal schneller abläuft, als durch den natürlichen Prozess der Evolution.
  • In den letzten 40.000 Jahren sind 85 Gattungen großer Säugetiere ausgestorben, darunter so eindrucksvolle Geschöpfe wie das Wollmammut, verschiedene Nashornarten, Riesengürteltiere, Riesenfaultiere und Säbelzahntieger. Zwischen dem Verschwinden dieser Tiere und der Besiedlung ihrer Lebensräume durch Menschen besteht ein enger Zusammenhang.[2]
  • Dass Arten entstehen und wieder untergehen, gehört zum natürlichen Kreislauf des Lebens. Praktisch alle Arten, die es einmal gab, sind ausgestorben (Nach Berechnungen der Fossilienfachleute etwa 99%). Etwa 250.000 solche Ereignisse sind gut durch Fossilien belegt. [34] Interessanterweise gibt es einen Zyklus des Massensterbens, der 26 Millionen Jahre dauert.[3] Belegt sind Ereignisse des Massensterbens im Ordovizium, Devon und Trias vor 440, 365 und 210 Millionen Jahren.[4] Was den 26-Millionen-Jahre-Zyklus verursacht, ist unbekannt. Möglicherweise sind kosmische Ereignisse dafür verantwortlich.
  • Es gibt Hinweise dafür, dass ein Großteil der Tierwelt Australiens durch die Vorfahren der Aborigines, die vor 55.000 Jahren den Südkontinent eroberten, ausgerottet wurde. Seit die Menschen das erste Mal Fuß in Australien setzten, verschwand 85% der großen Säugetiere, Riesenvögel und Reptilien mit einem Gewicht von mehr als 50 Kilogramm vom australischen Kontinent. Darunter der der Beutellöwe (Thylacoleo carnifex), das nilpferdgroße Riesenbeuteltier (Diprotodon optatum), bis zu 7 Meter lange und 600 Kilo schwere Reptilien (Megalania prisca), straußenähnliche Riesenvögel (Genyornis newton) und die PKW-großen Riesenschildkröten. Auch die vielfältige Vegetation ging im Zuge der Brandrodung immer mehr zurück, bis Australiens Landschaft fast ausschließlich Halbwüsten und Wüsten dominierten.[5]

Atomenergie

  • Für die Produktion von nur einer Kilowattstunde Atom- oder Kohlestrom werden 50 Liter Frischwasser verbraucht.
  • Der Preis für den Atomstrom wird durch Subventionen künstlich niedrig gehalten. Wenn man die ganze Kette mit in den Preis einbezieht, wozu die Kosten für die Entsorgung der nuklearen Rückstände gehören, der Bau und die Demontage des Atomkraftwerks, das höchstens ein paar Jahrzehnte lang in Betrieb sein wird, dann würden die Preise für den Atomstrom deutlich nach oben klettern.[6]
  • In den Ausbau der Atomindustrie flossen bis Ende 1995 insgesamt mehr als 160 Milliarden DM.
  • Der radioaktive Niederschlag nach dem Kernreaktorunfall in Tschernobyl ist zu Zweidrittel in Weißrussland niedergegangen. Bis heute leben zwei Millionen Weißrussen - ein Fünftel der Bevölkerung - auf verseuchtem Boden.[7] Nach Angaben des World Information Service on Energy wenden die Ukraine und Weißrussland noch heute bis zu 20 Prozent ihres Staatshaushalts für Folgeschäden der Tschernobyl-Katastrophe auf. Nach Regierungsangaben starben bei dem Tschernobyl-Unglück rund 125.000 Menschen. Die Zahl der wirklichen Opfer dürfte unter dem Gesichtspunkt der Spätfolgen wesentlich höher liegen. Zur Isolierung des Reaktors wurde bis Ende 1996 ein Mantel aus Stahl und Beton errichtet.

Batterien

  • 40 Prozent der verkauften Batterien landeten im Jahr 2001 im Hausmüll. Das sind rund 100 Gramm pro Einwohner. Etwa eine Milliarde Batterien verbrauchen die Deutschen jedes Jahr. Die Rücknahmequote bei Knopfzellen liegt nur bei etwa 10 % der Verkaufsmenge. Der Quecksilbergehalt einer einzigen Knopfzelle kann ausreichen, um 800.000 Liter Wasser über den Trinkwassergrenzwert hinaus zu belasten.

Biogas

  • Nach Angaben des Fachverbandes Biogas e.V. reicht der Dung von vier Kühen aus, um ein Haushalt ein ganzes Jahr mit Strom zu versorgen. Das Energiepotential beträgt ca. 3.500 kWh. Damit könnte ein Pkw 4.480 Kilometer weit fahren.[8]

Brennstoffzelle

  • Das Prinzip der Brennstoffzelle wurde bereits 1839 von dem englischen Physiker W. Grove entdeckt. Ihr erster Einsatz fand jedoch über 100 Jahre später statt (Gemini-Mission, 1963). Heute gehören die Brennstoffzellen zur Standardausrüstung des Space Shuttle. Ihr Abfallprodukt - H2O - wird zur Wasserversorgung der Besatzung verwendet.

Diesel

  • Fast zwei drittel des durch Luftschadstoffe erzeugten Krebsrisikos gehen auf das Konto der Diesel-Motor-Emissionen. Die kalifornische Luftreinhaltebehörde (Californian Air Ressource Board) stufte die Dieselabgase als toxisch ein. Die deutsche Automobilindustrie weigert sich dennoch bis heute, Rußpartikelfilter in ihren Autos einzubauen (Stand 2005).

Energieeffizienz

  • Jede eingesparte Kilowattstunde konventioneller Energie muss erst gar nicht durch regenerative Energien ersetzt werden.
  • Die Stand-by-Geräte wie Fernseher und Stereoanlage sind für ca. 5% des deutschen Stromverbrauchs verantwortlich.
  • Das Potential der Einsparmaßnahmen in Deutschland liegt bei rund einem Drittel des heutigen Verbrauchs. Allein durch die Stand-by-Funktion in elektrischen Geräten werden in Deutschland jährlich über zwanzig Milliarden Kilowattstunden verschwendet - das entspricht der gesamten Stromproduktion der vier ältesten deutschen Atomkraftwerke.
  • Die ungenutzte Abwärme aller deutschen Großkraftwerke ist größer als der gesamte Heizenergieverbrauch aller deutschen Haushalte. Ein sinnvoller Umgang mit der sonst in die Atmosphäre abgestrahlten Wärme könnte die natürlichen Ressourcen schonen und die damit verbundenen Schadstoffemissionen reduzieren. Denn die privaten Haushalte sind fast für einen Drittel des Primärenergieverbrauchs verantwortlich. Energieeinsparung und effiziente Energienutzung (z.B. Kraft-Wärme-Kopplung - BHKW) können den Schadstoffausstoß und die Kosten deutlich reduzieren.

Energieverbrauch

  • Der weltweite Primärenergieverbrauch beläuft sich auf 11.720 Milliarden Tonnen Steinkohleeinheiten. Deutschlands momentaner Energieverbrauch entspricht rund 500 Mio. t Steinkohleeinheiten. Diese Energiemenge würde - in Form von Kohle auf die Bahn verladen - einen Zug mit einer Länge von 400.000 km ergeben. Eine Strecke, die fast zehnmal um die Erde reicht!
  • Die Amerikaner bilden nur 5% der Weltbevölkerung, produzieren aber 25% der Treibhausgase - etwa 20 Tonnen pro Kopf, fast doppelt soviel, wie Europäer. Der Hunger nach Öl zeigt sich deutlich im Benzinverbrauch: 1.740 Liter Benzin pro Kopf benötigen die US-Bürger für ihre Mobilität. Zum Vergleich: die Deutschen verbrauchen nur 530 Liter pro Kopf. Aufgrund der billigen Energiekosten sind die Begriffe Sparsamkeit und Effizienz für die meisten Amerikaner ein Fremdwort: obwohl die Durchschnittstemperaturen höher als in Mitteleuropa sind, trocknen nur 15% ihre Wäsche an der Leine. Der Rest verwendet Wäschetrockner.
  • Würden alle Länder den gleichen Lebensstandard erreichen wie die OECD-Staaten, brauchten wir vier Planeten, um den Bedarf an Rohstoffen decken zu können.
  • In einem Zeitraum von 1990 bis 1998 ist der Energieverbrauch im Bereich Verkehr um 11 % und in den privaten Haushalten um 6 % gewachsen.[9]
  • Im Jahre 2003 wurden weltweit 2.470 Mrd. m³ Erdgas verbraucht. Damit deckt Erdgas etwa 25% des weltweiten Energieverbrauchs.[10]
  • Der Gesamtenergieverbrauch der Menschheit belief sich 1998 auf 1,1 x 1014 kWh. [48] (1971 - 65,05 GWh; 2001 - 116,76 GWh)

Erdöl

  • Die täglich geförderte Menge an Erdöl beträgt zur Zeit (2004) fast 80 Millionen Barrel (159 l). Ein Barrel hat einen Volumen von 0,159 m³. Somit entspricht die täglich geförderte Menge Rohöl 12.720.000 Kubikmeter - so viel wie ein 2 km langer, 2 km breiter und 3 m tiefer See. Jährlich entspricht diese Menge mehr als 4,6 Milliarden Kubikmeter Öl - fast 10% des Bodenseeinhalts (50 Milliarden Kubikmeter). In weniger als 11 Jahren fördert man so viel Öl, dass man den größten See Deutschlands damit füllen könnte.
  • Jeden Tag verbrauchen Menschen heute mehr Erdöl, als sich auf natürliche Weise in 1.000 Jahren gebildet hat.[11]

Geothermie

  • 99 Prozent unseres Planeten sind heißer als 1.000 Grad. Mit den heute zur Verfügung stehenden Technologien wäre es möglich, die geothermischen Ressourcen fast überall nutzen zu können. Wissenschaftlichen Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der benötigten Energie durch die Geothermie gedeckt werden könnte.
  • Mit der heutigen Technik ließe sich ein Potenzial erschließen, das dem 600-fachen des deutschen Jahrestromverbrauchs entspricht.[12]

Kerzenherstellung

  • Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Kerzenhersteller der Welt (Jahresproduktion etwa 116.000 Tonnen). 95 Prozent der Kerzen werden aus Paraffin hergestellt, das in aufwendigen Verfahren aus Erdöl gewonnen wird. Beim Verbrennen von Kerzen entstehen gesundheitsschädliche Partikel, die die Gesundheit stark belasten können. Insbesondere bei der Verbrennung von gefärbten Kerzen können toxische Stoffe wie Dioxin, Benzopyren und Formaldehyd in gesundheitsschädlich relevanter Menge freigesetzt werden.
  • Bei dem Brennvorgang einer Kerze werden Temperaturen von bis zu 1.400 °C erzeugt.[13]
  • In der Schwerelosigkeit brennt eine Kerze mit einer kleinen kugelförmigen Flamme, da es ohne Schwerkraft keine Konvektion heißer aufsteigender Gase gibt, die der Kerzenflamme die charakteristische langgestreckte Form verleihen.[14]
  • In einer Stunde verbrennt eine Kerze ca. 40 g Wachs und erzeugt eine Heizleistung von ca. 150 W. Die Lichtausbeute beträgt ca. 0,1 lm/W.[15]

Klimamodelle

  • Die heutigen Klimamodelle können sehr gut von den physikalischen Gegebenheiten auf das Klima auf Mars und Venus schließen.[16] Das heißt, dass die zugrunde liegende Physik der Modelle richtig ist.

Kohle

  • Seit Beginn des Braunkohletagebaus vor 100 Jahren fielen diesem über 1.600 km² Landschaft zum Opfer.
  • In die Steinkohle fließen nach wie vor massive Subventionen: Bis zum Jahr 2005 69 Milliarden DM.

Kohlendioxid

  • Jede Kilowattstunde elektrischer Leistung, die in deutschen Kraftwerken erzeugt wird, setzt 682 g CO2 in die Atmosphäre frei. Beim Autofahren ist diese Menge nach ca. 3,7 km Fahrt erreicht.
  • Die Herstellung und Transport von einem Kilogramm importierter Baumwollbekleidung aus den USA setzt etwa 31 Kilogramm CO2 in die Atmosphäre frei. Aus dem ökologischen Anbau in Peru dagegen nur 6,5 Kilogramm.
  • Ein Viertel der Weltbevölkerung produziert heute drei Viertel der CO2-Emissionen. Die USA, auf die ein Viertel der weltweiten Kohlendioxid-Emissionen entfallen, haben seit 1990 den jährlichen Ausstoß an CO2 um 720 Millionen Tonnen gesteigert. In dem Land, in dem ein Liter Benzin nur halb so viel kostet wie ein Liter Mineralwasser, bläst jeder Bürger rein statistisch 20,5 Tonnen CO2 pro Jahr in die Luft. Ein Japaner hingegen bringt es auf 9,3, ein EU-Bürger auf 8,6, ein Chinese auf 2,5 und ein Inder nur auf 0,9 Tonnen CO2 pro Jahr.[17]
  • In den letzten 10.000 Jahren lag der atmosphärische Kohlendioxidgehalt recht stabil bei 220 ppm, mit nur geringen Schwankungen von +/- 10 ppm. Seit Beginn des 18. Jahrhunderts ist mit der sich beschleunigenden Industrialisierung auch die Konzentration von CO2 in zunehmenden Maße auf 360 ppm im Jahre 1995 gestiegen. Das entspricht einer Steigung um fast 30% in nur 200 Jahren. Daraus folgt, dass der natürliche (z.B. Vulkanische) CO2-Ausstoss gegenüber dem anthropogenen unbedeutend sein muss. Tatsächlich ist die anthropogene CO2-Emission (Nutzung fossiler Energieträger, Waldrodungen, Brennholznutzung, Zementproduktion) im Laufe des Industriezeitalters auf derzeit insgesamt ca. 8 Gt C/a (Milliarden Tonnen Kohlenstoff pro Jahr, entspricht ca. 30 Gt CO2/a) angestiegen, verglichen mit einer mittleren annährend konstanten vulkanischen Emission von ca. 0,1 Gt C/a.[18][19]
  • Der Kohlendioxidausstoß pro Kopf liegt in Deutschland bei 11.000 Kilogramm im Jahr.[20]
  • Die Erdkruste besteht aus rund 90% Kohlendioxid, das in Form von Kalkstein und anderen Karbonaten gebunden ist. Schon ein leichter Temperaturanstieg würde bewirken, dass sich ein Teil CO2 aus dem Oberflächengestein freisetzt und dadurch den Treibhauseffekt verstärkt, der seinerseits eine stärkere Erwärmung der Oberfläche zur Folge hätte. Eine wärmere Oberfläche aber würde mehr Karbonate zu CO2 verdampfen lassen und so immer weiter, bis sehr hohe Temperaturen erreicht wären. Wahrscheinlich spielte sich dieses Szenario so oder ähnlich auf der Venus ab, da Venus aufgrund ihrer größeren Sonnennähe höheren Temperaturen als die Erde ausgesetzt war. Heute besteht die Atmosphäre der Venus zu 90% aus Kohlendioxid. Eine konstante Temperatur auf der Oberfläche des erdnächsten Planeten beträgt 470 °C![21]
  • Die Konzentration von Kohlendioxid in der Atmosphäre hat seit Beginn der Industrialisierung um ein Drittel zugenommen. Damit ist der heutige CO2-Gehalt so hoch wie in den letzten 20 Millionen Jahren der Erdgeschichte nicht mehr.[22]

Naturkatastrophen

  • Der 1998 durch Naturkatastrophen verursachte Schaden überstieg den der gesamten Achtzigerjahre.[23]

Pflanzenöl

  • Ein Hektar Energiepflanzen wie Raps bringt jährlich umgerechnet ca. 40.000 kWh. Das reicht für knapp 53.000 km mit dem Pkw.

Photovoltaik

  • Der photovoltaische Effekt wurde bereits 1839 von Alexandre Edmond Becquerel entdeckt. Er stellte fest, dass in einen Elektrolyten bei Sonneneinstrahlung die Spannung an den getauchten Elektroden anstieg.
  • Die im Bundesdurchschnitt (2003) installierte PV-Leistung beträgt pro Einwohner lediglich 2,5 Watt - so viel benötigt ein tragbares Radio.
  • Trotz des enormen Potentials der Solarenergie beträgt die Leistung aller weltweit installierten PV-Anlagen etwa 1 GW (2003).
  • Das Hauptargument der Photovoltaik-Gegner, die Herstellung der PV-Module erfordere mehr Energie als sie in ihrem Leben produzieren können, ist falsch. Bei den kristallinen Siliziumzellen beträgt die Amortisationszeit 2 - 6 Jahre, bei amorphen Zellen reichen bereits 1 - 3,5 Jahre. Die garantierte Lebensdauer einer Solarzelle beträgt hingegen 20 - 25 Jahre.
  • Würde man nur 11 Prozent der Sahara mit Solarzellen bebauen, könnte man den gesamten Energieverbrauch der Erde problemlos decken.

Regenerative Energien

  • Mittlerweile (2003) sind in Deutschlang im Bereich Regenerative Energien 130.000 Menschen beschäftigt. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Energien können langfristig über 500.000 Arbeitsplätze entstehen.
  • Der Anteil der Stromerzeugung aus Wind, Wasser, Sonne und Biomasse beträgt gegenwärtig (2003) neun Prozent.

Regenwald

  • In Brasilien wurden im Vorjahr über 26.000 km² Regenwald vernichtet, ein Großteil in Mato Grosso; das entspricht fast der Fläche Brandenburgs.[24]
  • Regenwälder beherbergen eine große Artenvielfalt. "Nach Schätzungen befinden sich in immergrünen Regenwäldern 50-60% aller auf der Erde lebenden Arten."[25]
  • Bereits heute sind über 50% aller Regenwälder verschwunden.[26]

Solarthermie

  • Ein Sonnenkollektor von nur 1 m² entlastet die Umwelt von Folgekosten aus den Schadstoffemissionen im Wert von 500 €. Ein Quadratmeter Sonnenkollektor vermindert die CO2-Konzentration der Atmosphäre ebenso gut wie 260 m² gesunden Mischwaldes.

Stand-by-Geräte

  • In den deutschen Privathaushalten und Büros fallen pro Jahr mindestens 20 Milliarden Kilowattstunden allein dem Leerlauf zum Opfer. Dies sind rund 4,4 Prozent des Gesamtstromverbrauchs in Deutschland. Dafür müssen zwei Großkraftwerke rund um die Uhr arbeiten. Und ihr Betrieb setzt 14 Millionen Tonnen Kohlendioxid (CO2) frei. Das sind etwa 1,5 Prozent des gesamten deutschen Kohlendioxidausstoßes.[27]
  • Mit 41,4% weisen die Fernsehen- und Videogeräte den größten Verbrauch im Stand-by-Betrieb in den privaten Haushalten auf.[28]

Straßenverkehr

  • Seit der Gründung der Bundesrepublik forderte der Straßenverkehr ca. 15 Mio. Verletzte und mehr als eine halbe Million Unfalltote! Jedes andere Produkt mit solch einem todbringenden Potential würde einen Aufschrei in der Öffentlichkeit nach sich ziehen und wäre kurz darauf verboten worden. Im europäischen Gesamtraum sind es rund 120 Tausend Tote jährlich, weltweit sind es laut Weltbank an die 700.000.
  • Jeder 450. zugelassene PKW verursacht während seiner Laufzeit einen Verkehrstoten, jeder 100. einen Behinderten und jeder 7. PKW einen Verletzten.[29]
  • Nach einer Untersuchung des Umwelt- und Prognoseinstituts in Heidelberg wird jedes Auto in Deutschland Jahr für Jahr mit etwa 3.000 Euro vom Steuerzahler subventioniert, wenn man neben Straßenbau und Parkfläche auch die Folgekosten für Invalidität, Krankenhausaufenthalt, Arbeitsausfall, Fassadenrenovierung, Mietminderung wegen Straßenlärm mit einrechnet.
  • 25 Prozent der Schadstoffe, die ein Auto während seines Autolebens emittiert, fallen bereits bei der Herstellung an.
  • Der Verbrennungsmotor eines durchschnittlichen PKWs hat im Stadtverkehr einen Wirkungsgrad zwischen 5 und 15%.
  • Der Straßenverkehr verursacht jährlich externe Kosten in Höhe von 80 Milliarden Euro. Das ist mehr als das Vierfache der Ökosteuer-Einnahmen im Jahr 2003.
  • 1960 musste ein Industriearbeiter für den Erwerb von 1 Liter Benzin 13 Minuten arbeiten, wofür er umgerechnet 30 Cent bekam. Heute muss der gleiche Arbeiter nur noch 4 Minuten für 1 Liter Benzin arbeiten.[30]
  • Laut ADAC kann an verkaufsoffenen Samstagen allein der Parkplatzsuchverkehr bis zu 75 Prozent des gesamten innerstädtischen Straßenverkehrs ausmachen.[31]
  • In den USA sind mehr Autos als Führerscheinbesitzer registriert.
  • Nach einer Studie der Universität Dortmund entstehen in Deutschland jährlich etwa 65.000 Tonnen Reifenabrieb. Der Reifenruß enthält das krebserregende Benzoapyren.[32] Durchschnittlich erzeugt ein PKW etwa 8 g Abrieb pro 100 km.[33]

Strom

  • Der in Deutschland erzeugte Strom stammt zu etwa 33 Prozent aus Atomkraftwerken, 56 Prozent aus fossilen Energieträgern und zu gut 7 Prozent aus erneuerbaren Energien. Für jede erzeugte Kilowattstunde wird durchschnittlich etwa 0,65 kg Kohlendioxid freigesetzt.[34]
  • Nur 1,3 % der deutschen Haushalte bezogen Ende 2003 ihren Strom von einem grünen Anbieter.[35]

Treibhauseffekt

  • Ohne den natürlichen Treibhauseffekt würde die durchschnittliche Temperatur auf -17 °C absinken. Es wäre auf der Erde fast so kalt wie auf dem Mars. Jede Veränderung der Treibhausgase (Wasserdampf, Kohlendioxid, Methan) hat eine Störung des Wärmehaushalts zur Folge. Während wir die Bildung des Wasserdampfs nicht direkt beeinflussen können, können wir dies ganz gut bei Kohlendioxid (der anthropogene Treibhauseffekt). Seit den Anfängen der Industrialisierung stieg die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre um 30 Prozent an.

Trinkwasser

  • Durchschnittlich verbraucht der Bundesbürger täglich 129 Liter Trinkwasser. Fast die Hälfte davon wird zum Baden/Duschen verwendet (50 l). Der zweitgrößte Verbraucher im Haushalt ist die Toilette (35 l), gefolgt von Waschmaschine (16 l), Garten/Geschirr (je 8 l), Kochen/Trinken (6 l) und Putzen (5 l). Ein bewussterer Umgang mit Wasser schont die endlichen Trinkwasserressourcen. Die Nutzung von Regen- und Grauwasser helfen dabei, den Wasserverbrauch deutlich zu verringern.

Überfischung

  • Den Weltmeeren droht durch den Rücksichtslosen Umgang mit den tierischen Ressourcen eine akute Überfischung. Allein die Länder der Europäischen Union fördern ihre Fangflotten mit 1,5 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Jedes Kilogramm Fisch, das angelandet wird, ist bereits zu 20 Prozent vom Steuerzahler bezahlt worden.[36]
  • Der Gesamtbestand an Fischen und fischähnlichen Wesen in den Weltmeeren beträgt nicht einmal die Hälfte der Biomasse der Haustiere des Menschen.[37] Es kann keine Rede von "unerschöpflichen Ressourcen" der Ozeane sein. Sie sind akut von der Überfischung bedroht.

Viehwirtschaft

  • Sechs Milliarden Menschheit halten über 20 Milliarden Nutztiere. Davon gibt es über 1,3 Milliarden Rinder, die mindestens so viel "Lebendgewicht" wie 15 Milliarden Menschen auf die Waage bringen. Um ein Kilo Rindfleisch zu erhalten, benötigt man bis zu neun Kilo Getreide. Wird ein Rind durch importierte Futtermittel ernährt, muss pro Tag obendrein der Energieverbrauch eines Mittelklassewagens pro Jahr eingesetzt werden.[38]

Windkraft

  • In Deutschland gab es Ende 2002 mehr als 14.000 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 12.000 MW, was rein rechnerisch der Leistung von 24 größeren Kohlekraftwerken entspricht.
  • Um 25 % des deutschen Strombedarfs aus Windenergie zu decken, müssten lediglich 30.000 Windkraftanlagen mit einer Leistung von je 1,8 Megawatt installiert werden. Dies entspricht 15 % der 184.000 in Deutschland zur Verteilung der zentral in den Stromerzeugungsanlagen produzierten Energie aufgebauten Strommasten.
  • Mit einer Windkraft-Anlage lässt sich während der zwanzigjährigen Nutzungszeit rund 30 bis 82-mal soviel Energie gewinnen wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung verbraucht wird.
  • An einem guten Standort kann eine Windturbine schon in knapp zwei Monaten die für Herstellung, Betrieb und Entsorgung verbrauchte Energie wieder erzeugen.

Sonstiges

  • Allein in Münsterland werden jährlich rund 30 Millionen Hähnchen produziert. [39]
  • Manche Alpenflüsse haben seit der Einführung von Schneekanonen zwei Drittel ihres Wassers verloren. [40]
  • Schneekanonen: Um ein Hektar Skipiste mit 30 cm Schnee zu bedecken, braucht man eine Million Liter Wasser. [41]
  • Dioxine: Der größte Teil der Dioxine wird über die Milch aufgenommen. Und nur etwa 8 Prozent über Eier. [42]
  • Vegetarier haben gegenüber Fleischessern nicht unbedingt eine bessere Ökobilanz, wenn in ihrem Speiseplan überwiegend Milcherzeugnisse dominieren. Die Herstellung eines Kilogramms Käse setzt rund 8.340 g CO2 frei. Zum Vergleich: zur "Erzeugung" von einem Kilogramm Rindfleisch werden 6.430 CO2 freigesetzt. [43]
  • Im Vergleich zum Jahr 1950 stieg der Papierverbrauch um das Siebenfache an (Stand 2011). Deutschland liegt mit seinen 230 Kilo Papier, die jeder Bundesbürger statistisch pro Kopf verbraucht, viermal über dem Weltdurchschnitt. [44][45]
  • In Küstenregionen um die großen Hafenstädte wird die Luft deutlich stärker durch die Schiffe als durch Autoabgase belastet. [46] Im Gegensatz zu Autos fahren Schiffe gewöhnlich mit Restöl, dessen Schwefelgehalt mehrere tausend Mal höher ist als der von gewöhnlichem Dieselkraftstoff. [47]
  • Nach dem PS-Knick von 2009 steigen die Verkaufszahlen für Autos mit viel PS wieder an: im Januar 2011 hatte ein Neuwagen im Schnitt 133,6 PS unter der Haube, 2010 waren es noch 130,5 PS und 2009 waren es nur noch 118 PS. [48]
  • Eine Plastiktüte hält durchschnittlich 100 bis 400 Jahre, bevor sie verrottet. Selbst danach wird sie nicht vollständig biologisch abgebaut, sondern zerfällt nur in kleinere Teile.[49]
  • Jedes Jahr werden in den Industrieländern so viele Lebensmittel weggeworfen, wie sie in den Entwicklungsländern produziert werden.[50]
  • Der erste einer Universität zugeordnete botanische Garten wurde 1543 im italienischen Pisa gegründet.[51]

Quellennachweise

  1. Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens, Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Januar 2000
  2. Lucy und ihre Kinder, Donald Johanson & Blake Edgar, Spektrum Akademischer Verlag, 2000, Berlin
  3. Der entzauberte Regenbogen: Wissenschaft, Aberglaube und die Kraft der Phantasie, Richard Dawkins, Rowohlt Verlag, Hamburg 2002
  4. Lucy und ihre Kinder, Donald Johanson & Blake Edgar, Spektrum Akademischer Verlag, 2000, Berlin
  5. Telepolis, http://www.heise.de/tp
  6. "Mein Manifest für die Erde", Michail Gorbatschow, Cambus Verlag GmbH, 2003 Hemsbach
  7. "Mein Manifest für die Erde", Michail Gorbatschow, Cambus Verlag GmbH, 2003 Hemsbach
  8. "Neue Energie" - Magazin für die Erneuerbare Energie
  9. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  10. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  11. feliz.de, http://www.feliz.de/html/fakten.htm
  12. BINE Informationsdienst, http://www.bine.info
  13. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  14. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  15. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  16. Blauer Punkt im All, Carl Sagan, Knaur, München 1996
  17. "Spektrum der Wissenschaft"
  18. "Die Grenzen des Wachstums", Dennis Meadow, Rowohlt Verlag, 1973 Bonn
  19. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  20. Quarks&Co, http://www.quarks.de/energie/05.htm
  21. "Die Menschen der Steinzeit", Göran Burenhult, Weltbild, Wemding 2000
  22. "Spektrum der Wissenschaft"
  23. "Mein Manifest für die Erde", Michail Gorbatschow, Cambus Verlag GmbH, 2003 Hemsbach
  24. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  25. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  26. Wikipedia, http://de.wikipedia.org
  27. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  28. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  29. UPI Umwelt- und Prognose- Institut Heidelberg e.V., http://www.oneworld.at/root/start.asp?b=2&ID=184
  30. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  31. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  32. Auto Räder Reifen - Gummibereifung, http://zeuss.bva-bielefeld.de/gb/2004/news/index.php?seite=item&id=5414
  33. feliz.de, http://www.feliz.de/html/fakten.htm
  34. Umweltbundesamt, http://www.umweltbundesamt.de
  35. "Neue Energie" - Magazin für die Erneuerbare Energie
  36. Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens, Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Januar 2000
  37. Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens, Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Januar 2000
  38. Life Counts. Eine globale Bilanz des Lebens, Michael Gleich, Dirk Maxeiner, Michael Miersch, Januar 2000
  39. WDR 5, Leonardo
  40. WDR 5, Leonardo
  41. WDR 5, Leonardo
  42. WDR 5, Leonardo
  43. CO2-Emissionen in verschiedenen Lebensbereichen
  44. WDR 5, Leonardo
  45. Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Abfallvermeidung im Büro
  46. WDR 5, Leonardo
  47. Schifffahrt mit Todesfolge, Stern.de
  48. WDR 5, Leonardo
  49. Wikipedia, Plastiktüte
  50. WDR 5, Leonardo
  51. Liste botanischer Gärten

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