Rhinokopia

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(griechisch ῥινός "Nase" und κόψιμο "schneiden")

Eine altbyzantinische Praktik, zur Strafe und zum Zweck der Demütigung des Opfers, dem Delinquenten die Nase abzunehmen. Meist wurde diese Form der Verstümmelung bei Ehebrechern und bei Kaisern angewandt. Man war der Meinung, dass nur ein körperlich unversehrter Mensch fähig zum Regieren war. Damals galt die Methode als eine humane Alternative zur römisch-heidnischen Hinrichtung. Die Praktik des Nasenabschneidens verschwand mit dem Kaiser Justinian II., der selbst verstümmelt und in die Verbannung geschickt wurde. Er kehrte jedoch rund 10 Jahre später aus dem Exil zurück, bestieg erneut den Thron und zeigte, dass auch ein Verstümmelter regieren konnte.


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