Zecken

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Eine Zecke beim Lauern auf Beute

Zecken (Ixodida) gehören zur Klasse der Spinnentiere und zur Ordnung der Milben. Sie sind zugleich die größte Milbenart. Zecken gelten als Wirte für viele Infektionskrankheiten bei Menschen und Tieren.

Die Tiere sind in der Regel höchstens 4 mm groß. Nach einer Blutmahlzeit können sie auf bis zu 3 Zentimeter anwachsen.[1] So können manche Arten bis zum Hundertfachen ihres eigenen Körpergewichts an Blut aufnehmen. Zecken haben oft keine Augen. Männchen und Weibchen finden einander durch Düfte, durch essentielle Gerüche, die Geschlechtspheromone genannt werden.[2]

Wissenswertes

  • Bei dem Zeckenbiss (eigentlich Zeckenstich) können u.a. folgende Krankheiten übertragen werden: Borreliose, Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), Q-Fieber, Babesien, Tularämie, Omsker hämorrhagische Fieber, Boutonneuse-Fieber, Krim-Kongo-Fieber, Kyasanur-Forest-Krankheit, Rickettsiosen, Fleckfieber, Rückfallfieber und Texas-Fieber.[3] Um mögliche Infektionen zu vermeiden, sollten Zecken nur von einem Arzt entfernt werden. Es darf auf keinen Fall Öl, Nagellack oder Kleber angewendet werden, da das Tier seinen Darminhalt in die Wunde erbrechen kann.
  • Die Zecken haben je nach Art mindestens eine Nymphenstadie (die in Tropen und Subtropen lebenden Lederzecken - Argasidae - sogar bis zu acht Nymphenstadien). Dabei wechseln die Larven in jedem Stadium ihrer Entwicklung den Zwischenwirt. So übertragen sie vom Wirt zu Wirt Viren und Bakterien.
  • Es ist nicht der Geschmack von Blut, der die Zecke anzieht, sondern die Wärme. Wenn sie auf einen [...] mit warmem Wasser gefüllten Luftballon fällt, wird sie auch diesen bereitwillig durchbohren und sich [...] gierig mit Wasser vollsaugen.[4]

Quellennachweise