Der Kreuzritter (Stephen J. Rivelle): Unterschied zwischen den Versionen
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"Der Kreuzritter" von [[Stephen J. Rivelle]] erzählt die Geschichte des fiktiven Ritters Geoffrey de Montbard, der im späten [[11. Jahrhundert]] am [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzug]] teilnimmt. Der Roman ist als Tagebuch aufgebaut, das angeblich Jahrhunderte später in einem französischen Kloster entdeckt wird. Ein moderner Erzähler stößt auf das alte Manuskript, als er in [[Frankreich]] den Spuren seiner Familie nachgeht. Aus dieser Rahmenhandlung entwickelt sich ein doppelter Erzählstrang: die Suche nach den eigenen Wurzeln in der Gegenwart und der authentisch wirkende Bericht eines Kreuzfahrers, der Glaube, Pflicht und Schuld in einer gewalttätigen Epoche erlebt. | "Der Kreuzritter" von [[Stephen J. Rivelle]] erzählt die Geschichte des fiktiven Ritters Geoffrey de Montbard, der im späten [[11. Jahrhundert]] am [[Erster Kreuzzug|Ersten Kreuzzug]] teilnimmt. Der Roman ist als Tagebuch aufgebaut, das angeblich Jahrhunderte später in einem französischen Kloster entdeckt wird. Ein moderner Erzähler stößt auf das alte Manuskript, als er in [[Frankreich]] den Spuren seiner Familie nachgeht. Aus dieser Rahmenhandlung entwickelt sich ein doppelter Erzählstrang: die Suche nach den eigenen Wurzeln in der Gegenwart und der authentisch wirkende Bericht eines Kreuzfahrers, der Glaube, Pflicht und Schuld in einer gewalttätigen Epoche erlebt. | ||
Rivelle schildert den Aufbruch nach [[Jerusalem]] aus Sicht eines jungen Ritters, der sich aus religiöser Überzeugung dem Kreuzzug anschließt. Auf dem Weg durch [[Byzanz]], [[Kleinasien]] und das [[Heilige Land]] konfrontiert Geoffrey die Widersprüche seiner Zeit: Frömmigkeit und Fanatismus, Ehre und Grausamkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Der Autor greift dabei historische Ereignisse wie die Belagerung von | Rivelle schildert den Aufbruch nach [[Jerusalem]] aus Sicht eines jungen Ritters, der sich aus religiöser Überzeugung dem Kreuzzug anschließt. Auf dem Weg durch [[Byzanz]], [[Kleinasien]] und das [[Heilige Land]] konfrontiert Geoffrey die Widersprüche seiner Zeit: Frömmigkeit und Fanatismus, Ehre und Grausamkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Der Autor greift dabei historische Ereignisse wie die [[Belagerung von Antiochia]] und die Eroberung [[Königreich Jerusalem|Jerusalems]] im Jahr [[1099]] auf und verbindet sie mit persönlichen Erlebnissen des Protagonisten. Durch die Tagebuchform entsteht der Eindruck eines unmittelbaren Zeitdokuments, das die Schrecken und Ideale der [[Kreuzzüge]] aus der Innensicht schildert. | ||
In der Rezeption wird das Werk als atmosphärisch dicht und ungewöhnlich introspektiv beschrieben. Kritiker loben Rivelles Fähigkeit, historische Genauigkeit mit psychologischer Tiefe zu verbinden. Die Darstellung des Glaubens als Triebkraft und moralisches Dilemma hebt den Roman von reinen Abenteuererzählungen ab. Besonders hervorgehoben wird die klare Sprache und die glaubwürdige Gestaltung der mittelalterlichen Welt, die den Leser ohne übermäßigen Pathos in das Denken und Fühlen eines Ritters eintauchen lässt. "Der Kreuzritter" gilt als Beispiel für den modernen historischen Roman, der weniger auf Heldentum als auf menschliche Widersprüche und historische Erfahrung fokussiert ist. | In der Rezeption wird das Werk als atmosphärisch dicht und ungewöhnlich introspektiv beschrieben. Kritiker loben Rivelles Fähigkeit, historische Genauigkeit mit psychologischer Tiefe zu verbinden. Die Darstellung des Glaubens als Triebkraft und moralisches Dilemma hebt den Roman von reinen Abenteuererzählungen ab. Besonders hervorgehoben wird die klare Sprache und die glaubwürdige Gestaltung der mittelalterlichen Welt, die den Leser ohne übermäßigen Pathos in das Denken und Fühlen eines Ritters eintauchen lässt. "Der Kreuzritter" gilt als Beispiel für den modernen historischen Roman, der weniger auf Heldentum als auf menschliche Widersprüche und historische Erfahrung fokussiert ist. | ||
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Aktuelle Version vom 28. Oktober 2025, 22:00 Uhr
| Originaltitel | The Crusader |
| – | |
| Autor | Stephen J. Rivelle |
| Übersetzer | n. a. |
| Land | |
| Originalsprache | Englisch |
| Genre | Historischer Roman |
| Verlag | Verschiedene Ausgaben |
| Erscheinungsjahr | 2003 |
| Seiten | ca. 450 |
| ISBN | 3453115066 |
"Der Kreuzritter" von Stephen J. Rivelle erzählt die Geschichte des fiktiven Ritters Geoffrey de Montbard, der im späten 11. Jahrhundert am Ersten Kreuzzug teilnimmt. Der Roman ist als Tagebuch aufgebaut, das angeblich Jahrhunderte später in einem französischen Kloster entdeckt wird. Ein moderner Erzähler stößt auf das alte Manuskript, als er in Frankreich den Spuren seiner Familie nachgeht. Aus dieser Rahmenhandlung entwickelt sich ein doppelter Erzählstrang: die Suche nach den eigenen Wurzeln in der Gegenwart und der authentisch wirkende Bericht eines Kreuzfahrers, der Glaube, Pflicht und Schuld in einer gewalttätigen Epoche erlebt.
Rivelle schildert den Aufbruch nach Jerusalem aus Sicht eines jungen Ritters, der sich aus religiöser Überzeugung dem Kreuzzug anschließt. Auf dem Weg durch Byzanz, Kleinasien und das Heilige Land konfrontiert Geoffrey die Widersprüche seiner Zeit: Frömmigkeit und Fanatismus, Ehre und Grausamkeit, Hoffnung und Verzweiflung. Der Autor greift dabei historische Ereignisse wie die Belagerung von Antiochia und die Eroberung Jerusalems im Jahr 1099 auf und verbindet sie mit persönlichen Erlebnissen des Protagonisten. Durch die Tagebuchform entsteht der Eindruck eines unmittelbaren Zeitdokuments, das die Schrecken und Ideale der Kreuzzüge aus der Innensicht schildert.
In der Rezeption wird das Werk als atmosphärisch dicht und ungewöhnlich introspektiv beschrieben. Kritiker loben Rivelles Fähigkeit, historische Genauigkeit mit psychologischer Tiefe zu verbinden. Die Darstellung des Glaubens als Triebkraft und moralisches Dilemma hebt den Roman von reinen Abenteuererzählungen ab. Besonders hervorgehoben wird die klare Sprache und die glaubwürdige Gestaltung der mittelalterlichen Welt, die den Leser ohne übermäßigen Pathos in das Denken und Fühlen eines Ritters eintauchen lässt. "Der Kreuzritter" gilt als Beispiel für den modernen historischen Roman, der weniger auf Heldentum als auf menschliche Widersprüche und historische Erfahrung fokussiert ist.