Adolf Hitler: Unterschied zwischen den Versionen
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| NAME = Adolf Hitler | |||
| BILD = Adolf Hitler 1936 (foto carnet).jpg | |||
| ALTERNATIVNAMEN = | |||
| KURZBESCHREIBUNG = deutscher Diktator, Führer der NSDAP | |||
| GEBURTSDATUM = 20 April 1889 | |||
| GEBURTSORT = Braunau am Inn, Österreich-Ungarn | |||
| STERBEDATUM = 30 April 1945 | |||
| STERBEORT = Berlin, Deutsches Reich | |||
| STAATSANGEHÖRIGKEIT = Deutsches Reich | |||
| TÄTIGKEITSFELD = Politik | |||
| BEKANNTFÜR = nationalsozialistische Diktatur, Zweiter Weltkrieg, Holocaust | |||
| AKTIVSEIT = ca. 1919–1945 | |||
| WERKE = "Mein Kampf" | |||
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'''Adolf Hitler''' (* 20. April 1889 in Braunau am Inn; † 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft. Er war von 1933 bis 1945 [[Liste deutscher Reichskanzler|Reichskanzler]] und ab 1934 auch Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches, wobei er sich selbst den Titel „Führer und Reichskanzler“ gab. Hitler war Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und zentraler Akteur bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur sowie bei der Entfesselung des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Unter seiner Führung wurde ein Regime aufgebaut, das auf Ideologien von [[Rassismus]], [[Antisemitismus]] und autoritärer Herrschaft beruhte. In dieser Zeit kam es zur systematischen Verfolgung politischer Gegner, zur Gleichschaltung der Gesellschaft und zur Ermordung von Millionen Menschen, darunter rund sechs Millionen europäische [[Juden]] im [[Holocaust]]. | '''Adolf Hitler''' (* 20. April 1889 in Braunau am Inn; † 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft. Er war von 1933 bis 1945 [[Liste deutscher Reichskanzler|Reichskanzler]] und ab 1934 auch Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches, wobei er sich selbst den Titel „Führer und Reichskanzler“ gab. Hitler war Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und zentraler Akteur bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur sowie bei der Entfesselung des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Unter seiner Führung wurde ein Regime aufgebaut, das auf Ideologien von [[Rassismus]], [[Antisemitismus]] und autoritärer Herrschaft beruhte. In dieser Zeit kam es zur systematischen Verfolgung politischer Gegner, zur Gleichschaltung der Gesellschaft und zur Ermordung von Millionen Menschen, darunter rund sechs Millionen europäische [[Juden]] im [[Holocaust]]. | ||
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Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg, ausgelöst durch Hitlers Außenpolitik, die auf Expansion und Revision des [[Versailler Vertrag]]s ausgerichtet war. In schneller Folge wurden zahlreiche europäische Länder von der Wehrmacht besetzt. Die militärischen Erfolge der Anfangsjahre konnten jedoch nicht gehalten werden. Mit dem Angriff auf die [[Sowjetunion]] im Juni 1941 eskalierte der Krieg weiter. Zeitgleich wurde die systematische Vernichtung der europäischen Juden durch die sogenannte „Endlösung“ organisiert. Unter Hitlers Regie entstand ein weitverzweigtes Netz von Konzentrations- und Vernichtungslagern. | Am 1. September 1939 begann mit dem [[Zweiter_Weltkrieg#Überfall_auf_Polen|Überfall auf Polen]] der Zweite Weltkrieg, ausgelöst durch Hitlers Außenpolitik, die auf Expansion und Revision des [[Versailler Vertrag]]s ausgerichtet war. In schneller Folge wurden zahlreiche europäische Länder von der Wehrmacht besetzt. Die militärischen Erfolge der Anfangsjahre konnten jedoch nicht gehalten werden. Mit dem Angriff auf die [[Sowjetunion]] im Juni 1941 eskalierte der Krieg weiter. Zeitgleich wurde die systematische Vernichtung der europäischen Juden durch die sogenannte „Endlösung“ organisiert. Unter Hitlers Regie entstand ein weitverzweigtes Netz von Konzentrations- und Vernichtungslagern. | ||
Ab 1943 verschlechterte sich die militärische Lage des Deutschen Reiches zunehmend. Die Niederlage in Stalingrad, die alliierte Landung in Italien und später in der Normandie leiteten das Ende der deutschen Expansion ein. Trotz der Aussichtslosigkeit der Lage weigerte sich Hitler, zu kapitulieren. In den letzten Monaten des Krieges war er zunehmend isoliert und von realitätsfernen Vorstellungen geleitet. Am 30. April 1945 beging er im Führerbunker in Berlin Selbstmord, als [[sowjetische Truppen]] die Stadt einnahmen. Kurz darauf kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos. | Ab 1943 verschlechterte sich die militärische Lage des Deutschen Reiches zunehmend. Die Niederlage in Stalingrad, die alliierte Landung in Italien und später in der Normandie leiteten das Ende der deutschen Expansion ein. Trotz der Aussichtslosigkeit der Lage weigerte sich Hitler, zu kapitulieren. In den letzten Monaten des Krieges war er zunehmend isoliert und von realitätsfernen Vorstellungen geleitet. Am 30. April 1945 beging er im Führerbunker in Berlin Selbstmord, als [[sowjetische Truppen]] die Stadt einnahmen. Kurz darauf kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos. | ||
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Aktuelle Version vom 15. November 2025, 20:56 Uhr
Adolf Hitler (* 20. April 1889 in Braunau am Inn; † 30. April 1945 in Berlin) war ein deutscher Politiker österreichischer Herkunft. Er war von 1933 bis 1945 Reichskanzler und ab 1934 auch Staatsoberhaupt des Deutschen Reiches, wobei er sich selbst den Titel „Führer und Reichskanzler“ gab. Hitler war Vorsitzender der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP) und zentraler Akteur bei der Errichtung der nationalsozialistischen Diktatur sowie bei der Entfesselung des Zweiten Weltkriegs. Unter seiner Führung wurde ein Regime aufgebaut, das auf Ideologien von Rassismus, Antisemitismus und autoritärer Herrschaft beruhte. In dieser Zeit kam es zur systematischen Verfolgung politischer Gegner, zur Gleichschaltung der Gesellschaft und zur Ermordung von Millionen Menschen, darunter rund sechs Millionen europäische Juden im Holocaust.
Geboren in der damaligen österreichisch-ungarischen Monarchie, verbrachte Hitler seine Kindheit in verschiedenen Städten Oberösterreichs. Nach dem Tod des Vaters 1903 und der Mutter 1907 scheiterte er in Wien am Versuch, eine künstlerische Laufbahn einzuschlagen. Ab 1913 lebte er in München und nahm als Freiwilliger am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende blieb er in der Armee und wurde in der politisch instabilen Weimarer Republik als Redner und Agitator für völkisch-nationalistische und antisemitische Positionen aktiv. Die NSDAP, der er 1920 beitrat und bald vorstand, organisierte 1923 den gescheiterten Hitlerputsch. Während seiner Haft verfasste er das Buch Mein Kampf, das sein Weltbild und seine politischen Ziele darlegte.
Aufstieg zur Macht und Herrschaft
Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis 1924 baute Hitler die NSDAP systematisch wieder auf. In den späten 1920er Jahren profitierte die Partei von wachsender Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und politischen Instabilität der Weimarer Republik. Nach der Weltwirtschaftskrise von 1929 stiegen die Wahlergebnisse der NSDAP rapide. 1933 wurde Hitler von Reichspräsident Paul von Hindenburg zum Reichskanzler ernannt. Bereits kurz darauf begann die systematische Ausschaltung politischer Gegner, unter anderem durch das Ermächtigungsgesetz, das der Regierung weitreichende Vollmachten einräumte. In der Folge wurde die Demokratie abgeschafft und ein autoritärer Einparteienstaat errichtet.
Hitlers Herrschaft war geprägt von aggressiver Propaganda, Unterdrückung abweichender Meinungen und massiver Kontrolle aller Lebensbereiche. Die sogenannte Gleichschaltung betraf Parteien, Gewerkschaften, Presse, Justiz und Bildungssystem. Gleichzeitig wurde ein Führerkult aufgebaut, der Hitler als unfehlbaren Volksführer inszenierte. Zentral war die rassistische Ideologie des Regimes, in deren Rahmen antisemitische Gesetze erlassen und jüdische Bürger systematisch entrechtet, vertrieben und später ermordet wurden. Auch andere Gruppen wie politische Gegner, Homosexuelle, Roma, Menschen mit Behinderung und sogenannte „Asoziale“ wurden verfolgt. Innenpolitisch verfolgte das NS-Regime zudem eine expansive Aufrüstungspolitik und bereitete gezielt einen Krieg zur Erweiterung des „Lebensraums“ vor.
Zweiter Weltkrieg und Tod
Am 1. September 1939 begann mit dem Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg, ausgelöst durch Hitlers Außenpolitik, die auf Expansion und Revision des Versailler Vertrags ausgerichtet war. In schneller Folge wurden zahlreiche europäische Länder von der Wehrmacht besetzt. Die militärischen Erfolge der Anfangsjahre konnten jedoch nicht gehalten werden. Mit dem Angriff auf die Sowjetunion im Juni 1941 eskalierte der Krieg weiter. Zeitgleich wurde die systematische Vernichtung der europäischen Juden durch die sogenannte „Endlösung“ organisiert. Unter Hitlers Regie entstand ein weitverzweigtes Netz von Konzentrations- und Vernichtungslagern.
Ab 1943 verschlechterte sich die militärische Lage des Deutschen Reiches zunehmend. Die Niederlage in Stalingrad, die alliierte Landung in Italien und später in der Normandie leiteten das Ende der deutschen Expansion ein. Trotz der Aussichtslosigkeit der Lage weigerte sich Hitler, zu kapitulieren. In den letzten Monaten des Krieges war er zunehmend isoliert und von realitätsfernen Vorstellungen geleitet. Am 30. April 1945 beging er im Führerbunker in Berlin Selbstmord, als sowjetische Truppen die Stadt einnahmen. Kurz darauf kapitulierte die Wehrmacht bedingungslos.
Das Ende des Krieges hinterließ weite Teile Europas zerstört. Die Rolle Hitlers und des NS-Regimes wurde in den folgenden Jahrzehnten intensiv historisch aufgearbeitet. Sein Name steht heute international für diktatorische Herrschaft, Kriegsverbrechen und beispiellosen Massenmord. Die Auseinandersetzung mit seiner Person und der nationalsozialistischen Ideologie bleibt ein zentrales Thema in Bildung und Erinnerungskultur.
