Krieg in der Ukraine (2022): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Bild:2022 Russian invasion of Ukraine.svg|thumb|350px|Russische Invasion in der Ukraine]]
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In der Nacht vom 23. auf dem 24. Februar 2022 griffen die Streitkräfte Russlands den souveränen Staat Ukraine an. Dem großformatigen Angriff ging eine vorgetäuschte militärische Übung unweit der ukrainischen Grenze sowie der Anerkennung der völkerrechtlich zu [[Ukraine]] gehörenden [[Volksrepublik Donezk]] und der [[Volksrepublik Lugansk]] als eigenständige Staaten durch [[Russland]]. Von der Völkergemeinschaft wird die Invasion als ein unrechtmäßiger Angriffskrieg genannt. Russland selbst spricht von einer "militärischen Operation". Die russische Führung rechnete fest damit, Ukraine blitzkriegartig innerhalb weniger Tage zu besetzen. Von der russischen Seite rechnete niemand mit starkem Widerstand seitens der Ukrainer. Einen Plan B gab es nicht. Einige russische Soldaten hatten sogar Paradeuniformen dabei.<ref>[https://youtu.be/gu0jjkJtUic Internationale Pressekonferenz mit russischen gefangenen Wehrpflichtigen.]</ref>
Am 24. Februar 2022 begann [[Russland]] unter dem Vorwand einer „Spezialoperation“ einen brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die souveräne [[Ukraine]]. Moskau hatte zuvor monatelang Truppen an der Grenze zusammengezogen und die sogenannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine anerkannt – ein klarer Bruch des Völkerrechts und der territorialen Integrität der Ukraine.


Der [[Liste der Präsidenten der Ukraine|ukrainische Präsident]] [[Wolodymyr Selenskyj]] erklärte im ganzen Land das [[Kriegsrecht]]. Er appellierte an seine Bürger, sie sollen ihr Land mit Waffen verteidigen.
Die offizielle russische Propaganda rechtfertigte den Angriff mit fadenscheinigen Behauptungen von „Entnazifizierung“ und „Entmilitarisierung“, für die es keinerlei Beweise gibt. Vielmehr zielte der Überfall offenkundig darauf ab, die demokratisch gewählte Regierung in Kiew zu stürzen und eine Marionettenregierung zu installieren, um die Ukraine dauerhaft unter russischen Einfluss zu zwingen. Diese imperiale Aggression steht in direkter Tradition russischer Großmachtfantasien und war begleitet von systematischer Desinformation und dem Versuch, die Geschichte umzuschreiben.


In [[Kiew]] und [[Charkiw]] wurde zwischen 22:00 und 6:00 Uhr Ausgangssperre eingeführt. Wegen der Luft- und Raketenangriffen bleibt die U-Bahn rund um die Uhr geöffnet.
=== Militärische Entwicklung und Kriegsverlauf ===


Anfängliche Berichte, dass das russische Militär innerhalb des ersten Tages die Kontrolle über den ukrainischen Luftraum gewann, waren falsch. Ukrainische Luftwaffe war weiterhin intakt. Es gibt Videoaufzeichnungen, wie ukrainische Drohnen russische Technik vernichten. Die Bodentruppen bewegen sich auf die Hauptstadt Kiew zu und besetzten wichtige Infrastrukturpunkte. Viele ukrainische Webseiten sind nicht erreichbar. Das ukrainische Straßenverkehrsamt ''Ukrawtodor'' (Укравтодор) ruft die Bürger auf, militärische Markierungen auf den Straßen, die russische Einheiten zur Orientierung hinterlassen, mit Erde zuzuschütten oder mit Teer zu übergießen.<ref>[https://ukrainenews.fakty.ua/ru/397141-zarisovyvajte-zasypajte-zemlej-ukravtodor-prosit-unichtozhat-znaki-rossijskoj-armii-na-dorogah-foto fakty.ua/ru] (ru)</ref> Markierungen wurden auch auf Hausdächern als Ziele für Luftangriffe gefunden.
Der russische Angriff erfolgte aus mehreren Richtungen – aus [[Belarus]] im Norden, aus dem Donbass im Osten und von der Krim im Süden. Russland setzte auf einen raschen Sieg, scheiterte jedoch kläglich am entschlossenen Widerstand der ukrainischen Streitkräfte und Zivilgesellschaft. Kiew, das binnen Tagen eingenommen werden sollte, verteidigte sich erfolgreich. Statt eines [[Blitzkrieg]]s entwickelte sich der Angriffskrieg zu einem Fiasko für Moskau.


Menschen fliehen aus der Hauptstadt. Vor den Bankautomaten, Lebensmittelgeschäften und Tankstellen bilden sich lange Schlangen. Autokolonen bilden lange Staus aus der Stadt in Richtung Westen.
Die russische Armee offenbarte massive strukturelle Schwächen: veraltete Ausrüstung, miserable Logistik, mangelhafte Moral und Führung sowie eine kaum vorhandene Versorgung. Gleichzeitig zeigte sich die ukrainische Armee flexibel, kampferprobt und hochmotiviert. Unterstützt durch westliche Waffenlieferungen konnte sie ab Mitte 2022 zunehmend Boden zurückgewinnen. Besonders die Rückeroberung von Cherson im November 2022 gilt als strategisch und symbolisch bedeutend.


== Verluste ==
=== Verluste ===


Am Tag zwei nach dem russischen Einmarsch meldete Ukraine 137 gefallene ukrainische Soldaten. Aus dem Gebiet um die Stadt Charkiw werden 23 tote Zivilisten gemeldet. Die russische Armee soll sich bereits bis in die Vororten Kiews durchfekämpft haben.<ref>[https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/ukraine-erste-russische-einheiten-in-kiew/ar-AAUh7pK?ocid=uxbndlbing dpa: Russische Armee dringt nach Kiew vor]</ref>
Die russischen Verluste sind enorm: Zehntausende getötete Soldaten, darunter viele schlecht ausgebildete Wehrpflichtige und zwangsrekrutierte Strafgefangene. Tausende Panzer, Fahrzeuge, Flugzeuge und Hubschrauber wurden zerstört. Die berüchtigte Söldnergruppe Wagner, einst als Elite dargestellt, wurde im Fleischwolf der ukrainischen Verteidigung regelrecht zerschlagen. Auf ukrainischer Seite sind die Verluste ebenfalls hoch, jedoch wesentlich geringer im Verhältnis zur eingesetzten Kampfkraft. Besonders zivilgesellschaftlich bedeutet der Krieg einen tiefen Einschnitt: Hunderttausende Tote und Verletzte, Millionen Vertriebene.


Unterdessen erzählte ein verwundeter russischer Soldat in einem ukrainischen Hospital, die russische Militärführung hätte ihnen vor dem Einmarsch erzählt, Ukraine hätte zuerst russische Städte mit Raketen beschossen. Darüberhinaus sagte man den Soldaten, sie würden auf keinen Widerstand stoßen, weil die ukrainische Bevölkerung auf russischer Seite sei.<ref>[https://ukrainenews.fakty.ua/ru/397224-nam-skazali-chto-zdes-vse-za-nas-i-nikto-ne-sobiraetsya-voevat-poyavilos-video-plennogo-voyaki-putina fakty.ua] (ru)</ref>
=== Kriegsverbrechen ===


Ukrainische Verteidigung meldet kolossale Verluste der russischen Invasoren. Am Ende des zweiten Tages sollen mehr als 2.800 russische Soldaten [[Fracht 200|getötet wurden]] sein. Zudem seien etwa 80 Panzer abgeschossen, 516 gepanzerte Fahrzeuge, 10 Flugzeuge und 7 Hubschrauber.<ref>[https://ukrainenews.fakty.ua/ru/397205-pochti-tri-tysyachi-grobov-agressor-neset-rekordnye-poteri-za-vsyu-sovremennuyu-istoriyu-rf fakty.ua] (ru)</ref> Am 27. Februar gab ukrainische Führung an, mehr als 4.300 feindliche Soldaten getötet zu haben.<ref>[https://www.wlz-online.de/politik/ukraine-konflikt-news-aktuell-live-krieg-russland-putin-moskau-selenskyj-kiew-charkiw-widerstand-zr-91375650.html Ukraine-Krieg: Russland räumt erstmals Verluste ein - und erhebt Vorwürfe]</ref> Russland räumte erstmals auch offiziell Verluste ein. Angeblich würden sie viel niedriger als von der Ukraine angegeben liegen. An der Front wurden mobile Krematorien vom Typ IN-50.1K (ИН-50.1К) beobachtet. Es wird befürchtet, dass die russische Führung sie einsetzt, um die großen Verluste zu vertuschen.<ref>[https://www.merkur.de/politik/ukraine-konflikt-krieg-putin-russland-kiew-verletzte-soldaten-krematorium-video-91375456.html Merkur.de: Ukraine-Konflikt: Video zeigt russisches Krematorium auf Rädern - „sehr, sehr besorgniserregend“]</ref>
Russland führt seinen Krieg mit äußerster Brutalität und systematischen Menschenrechtsverletzungen. In Orten wie Butscha, Irpin oder Mariupol wurden Massengräber entdeckt, Zivilisten gezielt getötet, gefoltert oder verschleppt. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten wurden bombardiert. Russland greift gezielt kritische Infrastruktur an, um die Bevölkerung zu demoralisieren – ein klarer Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.


Das ukrainische Verteidigungsministerium richtete eine Hotline für die Verwandten der russischen Soldaten ein. Mit der Hotline unter dem Namen "Kehre lebend aus der Ukraine zurück" (Вернись живым из Украины) appelieren Ukrainer an die Mütter der russischen Soldaten, alles in die Wege zu leiten, um ihre Söhne schnell aus dem unrechtmäßig geführten Angriffskrieg herauszubekommen.<ref>[https://ukraine.segodnya.ua/ukraine/vtorzhenie-rossii-tempy-napadeniya-snizheny-no-metody-okkupantov-vse-bolee-varvarskie-1605595.html ukraine.segodnya.ua] (ru)</ref>
Der Internationale Strafgerichtshof hat Ermittlungen aufgenommen. Präsident Putin und zahlreiche Kommandeure stehen im Verdacht, für [[Kriegsverbrechen]] und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein. Der Missbrauch sexualisierter Gewalt als Mittel der Kriegsführung ist dokumentiert, ebenso wie systematische Deportationen ukrainischer Kinder in russisches Staatsgebiet.


== Kriegsverlauf ==
'''Siehe auch:''' [[Liste der prominenten Opfer im Krieg gegen die Ukraine]]


=== Februar ===
=== Internationale Reaktionen ===


;24. Februar: Am frühen Morgen des 24. Februar dringen russische Streitkräfte vom Nordosten, vom Süden sowie vom [[Weißrussland|belarussischen]] Territorium mit einem großen Aufgebot von Soldaten und Kriegstechnik in die Ukraine ein.
Die westliche Welt reagierte mit massiven Sanktionen. Russland wurde wirtschaftlich isoliert, Banken wurden vom SWIFT-System ausgeschlossen, der Export von Technologie und Rüstungsgütern unterbunden. Zahlreiche internationale Konzerne verließen den russischen Markt. Gleichzeitig erhielt die Ukraine beispiellose Unterstützung: Waffenlieferungen, humanitäre Hilfe, finanzielle Mittel und politische Rückendeckung.
;28. Ferbruar: Der ukrainische Präsident Selenskyj wandte sich in einem Video zu den russischen Soldaten und Forderte sie zum Überlaufen auf.<ref>[https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-wolodymyr-selenskyj-will-russische-soldaten-zum-ueberlaufen-bewegen-a-7f14e5e4-37e3-4fd5-adfe-8e7871472666 spiegel.de: »Rettet euer Leben und geht heim!«]</ref> Er versicherte, sie alle freizulassen, wenn sie an Seite von Ukraine gegen die Moskauer besatzer kämpfen würden. Unterdessen meldete Ukraine mehr als 4500 getötete russische Soldaten, 29 abgeschossene Flugzeuge und Hubschrauber und 191 Panzer. Eine Reihe [[Russische Tageszeitungen|russischer Zeitungen]] wurde mittels [[DDoS-Attacke]]n lahmgelegt. Betroffen waren u. a. ''Kommersant'' und ''Moskowskij Komsomolez''.


=== März ===
Russland fand sich außenpolitisch in einer selbstverschuldeten Isolation wieder. Nur wenige Staaten – wie [[Nordkorea]], [[Iran]] oder [[Belarus]] – unterstützten den Angriff offen. Der Kreml versuchte, durch Gaslieferungen, Getreideblockaden und Desinformation internationalen Druck aufzubauen, scheiterte jedoch weitgehend.


;1. März: Die russische Armee zieht immer mehr Technik und Soldaten in Richtig Kiew. Satellitenbilder zeigen zwei Kolonnen mit 64 und 20 Kilometer Länge. Trotz der Übermacht des Feindes meldet das unkraunische Verteidigungsministerium den Abschuss von 29 russischen Flugzeugen und Hubschraubern, fast 200 Panzern, 846 gepanzerte Fahrzeuge, 77 Artillerieeinheiten, 7 Flugabwehrsysteme,  24 Mehrfachraketenwerfersysteme, 2 Landeboote und 305 Fahrzeuge.<ref>[https://ukrainenews.fakty.ua/ru/397517-unichtozheno-bolee-1500-edinic-rossijskoj-voennoj-tehniki-u-zelenskogo-nazvali-poteri-okkupantov-s-nachala-vojny-v-ukraine ukrainenews.fakty.ua]</ref>
=== Aktuelle Lage (Stand: Mitte 2025) ===
;3. März: Der mehrere Dutzend Kilometer lange russische Konvoi kommt nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums kaum voran. Schuld dafür sei der hartnäckige ukrainische Widerstand und technische Pannen.<ref>[https://www.tagesspiegel.de/politik/tags-zuvor-starb-eine-osze-mitarbeiterin-ukraine-meldet-34-tote-zivilisten-in-charkiw/28063400.html tagesspiegel.de: Russischer Konvoi kommt kaum voran]</ref>
;4. März: Ukraine kauft 20 Bayraktar TB2-Drohnen, die bereits geliefert und einsatzbereit sein sollen. Die Kampfdrohen des Typs Bayraktar haben sich im Kampf gegen schwere russische Kriegstechnik als äußerst wirkungsvoll erwiesen.<ref>[https://www.berliner-zeitung.de/welt-nationen/tuerkei-gelieferte-drohnen-sind-keine-hilfe-fuer-die-ukraine-li.215135 berliner-zeitung.de: Ukraine erhält Kampfdrohnen aus der Türkei: „Unendlich dankbar!“]</ref><br>Ukraine veröffentlichte offizielle Liste mit 116 russischen Kriegsgefangenen und ihren vollständigen Daten.<ref name="gruz200">[https://t.me/gruz200_ua/1793™ Telegram: Kanal gruz200]</ref>
;6. März: Verluste der russischen Streitkräfte seit Beginn der Kampfhandlungen:<ref name="gruz200">[https://t.me/gruz200_ua/1793™ Telegram: Kanal gruz200]</ref>


*Solaten: ca. 1.100
Der Krieg ist zu einem [[Stellungskrieg]] mit hohen Verlusten degeneriert, insbesondere entlang der Frontlinie im Donbass und im Süden. Russland setzt weiterhin auf Massenbeschuss, Drohnenangriffe und Terror gegen die Zivilbevölkerung. Die Ukraine verteidigt sich erfolgreich, verliert jedoch täglich Menschenleben und Ressourcen.
*Panzer: 285
*Gepanzerte Fahrzeuge: 985
*Artillerieeinheiten: 109
*Raketenwerfer: 50
*Luftabwehrsysteme: 21
*Flugzeuge: 44
*Hubschrauber: 48
*Fahrzeuge: 447


;17. März: Die an der Invasion in der Ukraine beteiligte russische Armee soll nach Angaben der ukrainischen Seite bis zu 40 % Verluste erlitten haben. Sie setzen sich aus der zerstörten oder unbrauchbar gewordenen Technik sowie aus getöteten, verwundeten, demoralisierten oder geflohenen Soldaten zusammen. Die ukrainische Armee unternahm ihrerseits Gegenoffensiven. Infolge der Gegenoffensive wurde der Militärflughafen in [[Tschornobajiwka]] in der Nähe von [[Cherson]] zurückerobert. Es gibt immer mehr russische Soldaten, die sich vorsätzlich Schusswunden zufügen, um nicht an den Kampfhandlungen teilnehmen zu müssen. Was mit ihnen geschieht, ist nicht bekannt. Solche Praxis wurde im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] mit Fahnenflucht gleichgestellt. Darauf stand damals die Todesstrafe.
Die russische Gesellschaft ist gespalten: Während die staatliche Propaganda die Realität verzerrt, wächst der Unmut über Mobilmachung, wirtschaftliche Not und Rückschläge. Internationale Vermittlungsbemühungen bleiben ohne Durchbruch. Russland zeigt keine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft und setzt weiterhin auf Eskalation und Erpressung.


Russische Verluste:
Trotz aller Zerstörung zeigt sich die Ukraine entschlossen, ihre Freiheit und Souveränität zu verteidigen – nicht nur für sich selbst, sondern als Symbol für die Ablehnung imperialistischer Aggression im 21. Jahrhundert.
 
*Solaten: ca. 14.000
*Panzer: 444
*Gepanzerte Fahrzeuge: 1435
*Artillerieeinheiten: 201
*Raketenwerfer: 72
*Luftabwehrsysteme: 43
*Flugzeuge: 86
*Hubschrauber:108
*Fahrzeuge: 864
 
;21. März: Inzwischen sind sechs russische Generäle seit dem Einmarsch in der Ukraine getötet worden.<ref>[https://de.euronews.com/2022/03/20/russlands-armee-im-dilemma-wer-sind-die-6-in-der-ukraine-getoteten-generale euronews: Russlands Armee im Dilemma? Wer sind die 6 in der Ukraine getöteten Generäle]</ref> Die ukrainischen Verteidiger warfen russische Streitkräfte um bis 70 km in Richtung der belarussischen Grenze zurück. Die getöteten Generäle waren:
:- Generalmajor Andrei Mordwitschew
:- Generalmajor Witali Gerassimow
:- Generalmajor Oleg Mitajew
:- Generalmajor Magomed Tuschajew
:- Generalmajor Andrei Kolesnikow
:- Generalmajor Andrei Suchowetsky
 
In vielen russischen Großstädten gingen Menschen auf die Straße, um gegen den Krieg zu demonstrieren. Landesweit wurden mehr als 6.400 Menschen verhaftet. Darunter sogar Kinder. Das jüngste von ihnen war sieben Jahre alt.<ref>[https://www.google.de/amp/s/www.rtl.de/cms/moskau-putin-laesst-kinder-in-russland-festnehmen-weil-sie-blumen-vor-ukrainische-botschaft-legen-4928130.html%3foutputType=amp rtlnews: Wegen Blumen vor ukrainischer Botschaft: Putin lässt Kinder in Russland festnehmen]</ref>
 
;7. April
:Inzwischen ist es den ukrainischen Streitkräften gelungen, die russischen Invasoren nördlich von Kiew bis zur russischen Grenze komplett zu vertreiben. Die Russen konzentrieren ihre Kräfte im Osten und südlich von Krim aus. Als verstörend hat die Weltgemeinschaft die Bilder von gefolterten und umgebrachten Zivilisten in den von Russen verlassenen Ortschaften aufgenommen. Insbesondere ist das [[Massaker von Butscha]] an etwa 300 Zivilisten ein Akt von Kriegsverbrechen ohne Gleichen. Man befürchtet, dass sich ähnliche Verbrechen überall in den von Russen besetzten ukrainischen Gebieten abspielen.
 
:Die Hackergruppe ''Anonymous'' kam in den Besitz von 120.000 russischen Soldaten, die am Ukrainefeldzug teilnehmen. Die ukrainische Führung betont, dass jeder Soldat selbst für die Teilnahme an diesem unrechtmäßigen Krieg sich früher oder später vor einem Kriegsverbrechertribunal verantworten muss. Die komplette Liste ist hier veröffentlicht: [https://www.pravda.com.ua/news/2022/03/1/7327081/ pravda.com.ua].
 
Russische Verluste:
 
*Solaten: ca. 18.600
*Panzer: 684
*Gepanzerte Fahrzeuge: 1861
*Artillerieeinheiten: 332
*Luftabwehrsysteme: 55
*Flugzeuge: 150
*Hubschrauber: 135
*Fahrzeuge: 1324
 
;8. April
: Auf den vollgefüllten Bahnhof der ostukrainischer Stadt [[Kramatorsk]] ereignet sich ein russischer Raketenangriff. Mindestens 50 Menschen sterben. Darunter fünf Kinder.<ref>[https://amp.tagesspiegel.de/politik/mindestens-50-menschen-getoetet-usa-gehen-von-einsatz-einer-kurzstreckenrakete-in-kramatorsk-aus/28239550.html tagesspiegel.de: USA gehen von Einsatz einer Kurzstreckenrakete in Kramatorsk aus]</ref>
 
: Unterdessen in [[Deutschland]] ist die Unterstützung unter russischen [[Aussiedler]]n für den Krieg groß. In [[Berlin]] und [[Hannover]] fanden bereits [[Autokorso]]s mit bis zu 900 Teilnehmern statt. Solche Veranstaltungen sind bereits für andere deutsche Großstädte geplant. Im Angesichts des Krieges, Millionen von Kriegsflüchtlingen und zivilen Opfern in der Ukraine sind solche Aktionen moralisch mehr als fragwürdig. Die russischstämmigen Teilnehmer nutzen in Europa das Recht zur freien Meinungsäußerung, um ein Regime zu unterstützen, das jede andere Meinung verfolgt und bestraft.
 
=== September ===
 
*Anfang September startet Ukraine eine erfolgreiche Gegenoffensive in der Region Charkiw. Der ukrainischen Armee gelingt es, eine Fläche von mehr als 8370 Quadratkilometern zurückzuerobern. In der befreiten Stadt [[Isjum]] werden Massengräber von Zivilisten entdeckt.
 
;21. September: [[Putin]] ordnet die Teilmobilmachung der rund 300.000 Reservisten an. Die Mobilmachung läuft mehr als chaotisch ab. Die Logistik ist für das Aufkommen solcher Menschenmassen nicht vorbereitet, es fehlt an Ausrüstung. Teilweise müssen sich die mobilisierten Männer die Ausrüstung vom eigenen Geld kaufen. Hunderttausende Männer im wehrfähigen Alter fliehen über benachbarte Länder ins Ausland.
;23. September: In den selbsternannten ''Volksrepublik Lugansk (LNR)'' und der ''Volksrepublik Donezk (DNR)'' werden "[[Referendum|Referenden]]" über den Beitritt zur Russischen Föderation abgehalten. De jure haben sie im internationalen Recht und selbst nach russischem Recht keine Gültigkeit. Trotz internationaler Kritik werden die Scheinreferenden durchgeführt.
;26. September: Es wird ein Druckabfall in Röhre A von ''Nord Stream 2'' festgestellt. Als Ursache wird ein Leck in der [[Ostsee]] vor der Küste [[Dänemark]]s festgestellt. Der US-Geheimdienst CIA gab Hinweise an die Bundesregierung weiter, dass auf die Pipeline Anschläge verübt wurden.
[[Bild:Annexation of Southern and Eastern Ukraine.svg|thumb|150px|Die von Russland beanspruchten Regionen]]
;30. September: Russland proklamiert die völkerrechtswidrige [[Annexion]] der ukrainischen Gebiete Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson.
 
=== Oktober ===
 
*Die ukrainischen Streitkräfte setzen ihren Vorstoß im besetzten Osten und Süden vor. Die Russen erleiden hohe Verluste und müssen viele Ortschaften aufgeben.
 
;8. Oktober: Auf der '''[[Krim-Brücke]]''' explodiert allem Anschein nach ein mit Sprengstoff oder Munition beladener LKW, der einen Brand entfacht und Teile der Brücke zum Einsturz bringt.
;26. Oktober: Moskau beschuldigt Kiew, auf ukrainischem Territorium den Einsatz einer [[Schmutzige Bombe|Schmutzigen Bombe]] zu planen. Die Weltöffentlichkeit befürchtet, dass Russland den Einsatz von Radioaktiven Waffen plant, um die Schuld auf die Ukraine zu verlagern.
 
=== November ===
 
;9. November: Der russische Verteidungsminister Sergei Schoigu verkündet im Staatsfernsehen den Rückzug der russischen Truppen aus [[Cherson]]. Die ukrainischen Militärexperten sehen in der Ankündigung einen Bluff. Es wird befürchtet, dass russische Spezialeinheiten in Zivil einen heftigen Häuserkampf im Rahmen einer [[False-Flag-Operation]] führen werden. Dies werden russische Medien als erbitterten Widerstand der zivilen Bevölkerung gegen die ukrainische Armee ihren Zuschauern verkaufen.<ref>[https://www.youtube.com/watch?v=rpNnsR4az4A YouTube: Россия не сдаст Херсон, спецназ готовит провокации! Жданов оценил новые угрозы]</ref>
;14. November: Ukrainische Truppen befreien die von Russen aufgegebene Stadt Cherson. Der ukrainische Präsident Selenskyj besucht die befreite Stadt.
;15. November: Nahe dem [[Polen|polnischen]] Dorf ''Przewodów'' schlägt aller Wahrscheinlichkeit nach eine russische Rakete ein und tötet zwei polnische Bürger.
 
=== Dezember ===
 
;5. Dezember: Auf Militärflugplätzen Djagilewo und Engels-2 tief im russischen Staatsgebiet ereigneten sich Explosionen, bei denen Militärflugzeuge beschädigt wurden. In mindestens einem Fall wurde für den Angriff eine Drohne sowjetischer Bauart Tupolew M-141 verwendet, die von der Ukraine aus gestartet wurde. Am gleichen Tag kam es zu einer weiteren Explosion auf einem Flughafen in der Nähe von [[Kursk]], infolge der ein Treibstoffdepot ausbrannte.
 
== 2023 ==
 
=== Januar ===
 
;6. Dezember: Die [[USA]], [[Frankreich]] und [[Deutschland]] beschließen nach gemeinsamer Absprache, leichte Panzer sowie Patriot-Luftabwehrsysteme an die [[Ukraine]] zu liefern. Die USA liefern Panzer vom Typ ''Bradley'', Frankreich ''AMX-10 RC'' und Deutschland ''Marder-Schützenpanzer''. Der deutsche Rüstungshersteller [[Rheinmetall]] hat noch rund 60 Panzer am Werk, die in recht kurzer Zeit ausgeliefert werden könnten. Bisher verweigerte die Bundesregierung die Lieferung von Panzern an die Ukraine.
;18. Januar: In der Stadt [[Browary]] stürzt ein ukrainischer Hubschrauber über einem Kindergarten ab. An Bord des Hubschraubers befanden sich Mitglieder des Ministeriums für innere Angelegenheiten der Ukraine: der Innenminister Denys Monastyrskyj, sein Vize Evgenij Jenin sowie der Staatssekräter des ukrainischen Ministeriums Juri Lubkowitsch. Alle drei Mitglieder des politischen Kabinets sowie alle Mitglieder der Crew kamen beim Absturz ums Leben. Beim Aufschlag auf den Boden starben weitere Menschen, darunter ein Kind. Insgesamt beläuft sich die Zahl der Toten auf 17. Zur Ursache des Absturzes sind Ermittlungen aufgenommen worden.
;25. Januar: Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz entschließt sich nach großem innen- und außenpolitischen Druck nach 11 Monaten Krieg, Leopard-2-Panzer an die Ukraine zu schicken.
 
=== März ===
 
;14. März: Über dem [[Schwarzes Meer|Schwarzen Meer]] in der Nähe der Halbinsel [[Krim]] wurde eine US-Drohne vom russischen Kampfflugzeug Su-27 zum Absturz gebracht.


== Sanktionen gegen Russland ==
== Sanktionen gegen Russland ==


Die [[Länder der NATO]] haben umfassende Sanktionen beschossen und auf den Weg gebracht. Viele westliche [[Liste von Unternehmen, die sich aus Russland zurückziehen|Unternehmen und Handelsmarken ziehen sich aus Russland zurück]]. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen als Antwort auf den russischen Überfall auf die Ukraine ist der Ausschluss aus dem internationalen Finanztransfersystem SWIFT. Russland wäre nach [[Nordkorea]] und [[Iran]] der dritte Staat der vom SWIFT ausgeschlossenen Länder. Der Euro­pa­rat suspendierte zudem die Mit­glied­schaft Russ­lands. Am späten Nachmittag des 27. Februar reagierte Putin darauf, dass er an die Welt eine öffentliche Warnung aussprach und die Atomstreikräfte seiner Armee in höchste Bereitschaft versetzte.<ref>[https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-putin-versetzt-atomstreitkraefte-in-alarmbereitschaft-a-47a95226-3400-4cc2-8206-b3c10c8eaabe spiegel.de: Putin versetzt Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft]</ref>
Die [[Länder der NATO]] haben umfassende Sanktionen beschossen und auf den Weg gebracht. Viele westliche [[Liste von Unternehmen, die sich aus Russland zurückziehen|Unternehmen und Handelsmarken ziehen sich aus Russland zurück]]. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen als Antwort auf den russischen Überfall auf die Ukraine ist der Ausschluss aus dem internationalen Finanztransfersystem SWIFT. Russland wäre nach [[Nordkorea]] und [[Iran]] der dritte Staat der vom SWIFT ausgeschlossenen Länder. Der Euro­pa­rat suspendierte zudem die Mit­glied­schaft Russ­lands. Am späten Nachmittag des 27. Februar reagierte Putin darauf, dass er an die Welt eine öffentliche Warnung aussprach und die Atomstreikräfte seiner Armee in höchste Bereitschaft versetzte.<ref>[https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-putin-versetzt-atomstreitkraefte-in-alarmbereitschaft-a-47a95226-3400-4cc2-8206-b3c10c8eaabe spiegel.de: Putin versetzt Atomstreitkräfte in Alarmbereitschaft]</ref>
== Kriegsverbrechen ==
Obwohl der Krieg von der russischen Seite offiziell als militärische Sonderoperation bezeichnet wird, wurde er von Anfang an als Vernichtungskrieg gegen die ukrainische Bevölkerung und die Infrastruktur des Landes geführt. Abgesehen vom Flächenbeschuss der zivilien Einrichtungen und der Wohngebiete, wurden viele, [[Krieg in der Ukraine (2022)/Kriegsverbrechen|von den Besatzern begangene Gräueltaten dokumentiert]].
Als eines der bischer abscheuligsten Verbrechen wurde das [[Massaker von Butscha]] dokumentiert, bei dem russische Besatzer scheinbar wahllos Menschen und Tiere erschossen. Die Angabe der menschlichen Verluste beläuft sich auf etwa 300. Manche der Opfer wurden mit verbundenen Händen hinter dem Rücken mit einem Genickschuss exekutiert.<ref>[https://www.stern.de/politik/ausland/massaker-von-butscha--augenzeugen-schildern-hinrichtungen-und-folter-31755292.html stern.de: "Haben auf jeden geschossen, den sie gesehen haben": Augenzeugen schildern Massaker von Butscha]</ref>
*[[Liste der prominenten Opfer im Krieg gegen die Ukraine]]


== Wirtschaftliche Folgen für Europa ==
== Wirtschaftliche Folgen für Europa ==


Siehe dazu: [[Abhängigkeit der europäischen Staaten vom russischen Gas]]
Siehe dazu: [[Abhängigkeit der europäischen Staaten vom russischen Gas]]
== Verlauf der Kampfhandlungen ==
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War in Ukraine 2022 - en.svg|Karte der Invasion der russischen Streitkräfte am 24. Februar
Kherson Offensive (25 February 2022).png|Angriff von der Krim aus (25. Februar)
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== Infos von der Front aus der Hauptperspektive ==
== Infos von der Front aus der Hauptperspektive ==

Aktuelle Version vom 3. Juni 2025, 16:34 Uhr

 
Russische Invasion in der Ukraine

Am 24. Februar 2022 begann Russland unter dem Vorwand einer „Spezialoperation“ einen brutalen, völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die souveräne Ukraine. Moskau hatte zuvor monatelang Truppen an der Grenze zusammengezogen und die sogenannten „Volksrepubliken“ Donezk und Lugansk im Osten der Ukraine anerkannt – ein klarer Bruch des Völkerrechts und der territorialen Integrität der Ukraine.

Die offizielle russische Propaganda rechtfertigte den Angriff mit fadenscheinigen Behauptungen von „Entnazifizierung“ und „Entmilitarisierung“, für die es keinerlei Beweise gibt. Vielmehr zielte der Überfall offenkundig darauf ab, die demokratisch gewählte Regierung in Kiew zu stürzen und eine Marionettenregierung zu installieren, um die Ukraine dauerhaft unter russischen Einfluss zu zwingen. Diese imperiale Aggression steht in direkter Tradition russischer Großmachtfantasien und war begleitet von systematischer Desinformation und dem Versuch, die Geschichte umzuschreiben.

Militärische Entwicklung und Kriegsverlauf

Der russische Angriff erfolgte aus mehreren Richtungen – aus Belarus im Norden, aus dem Donbass im Osten und von der Krim im Süden. Russland setzte auf einen raschen Sieg, scheiterte jedoch kläglich am entschlossenen Widerstand der ukrainischen Streitkräfte und Zivilgesellschaft. Kiew, das binnen Tagen eingenommen werden sollte, verteidigte sich erfolgreich. Statt eines Blitzkriegs entwickelte sich der Angriffskrieg zu einem Fiasko für Moskau.

Die russische Armee offenbarte massive strukturelle Schwächen: veraltete Ausrüstung, miserable Logistik, mangelhafte Moral und Führung sowie eine kaum vorhandene Versorgung. Gleichzeitig zeigte sich die ukrainische Armee flexibel, kampferprobt und hochmotiviert. Unterstützt durch westliche Waffenlieferungen konnte sie ab Mitte 2022 zunehmend Boden zurückgewinnen. Besonders die Rückeroberung von Cherson im November 2022 gilt als strategisch und symbolisch bedeutend.

Verluste

Die russischen Verluste sind enorm: Zehntausende getötete Soldaten, darunter viele schlecht ausgebildete Wehrpflichtige und zwangsrekrutierte Strafgefangene. Tausende Panzer, Fahrzeuge, Flugzeuge und Hubschrauber wurden zerstört. Die berüchtigte Söldnergruppe Wagner, einst als Elite dargestellt, wurde im Fleischwolf der ukrainischen Verteidigung regelrecht zerschlagen. Auf ukrainischer Seite sind die Verluste ebenfalls hoch, jedoch wesentlich geringer im Verhältnis zur eingesetzten Kampfkraft. Besonders zivilgesellschaftlich bedeutet der Krieg einen tiefen Einschnitt: Hunderttausende Tote und Verletzte, Millionen Vertriebene.

Kriegsverbrechen

Russland führt seinen Krieg mit äußerster Brutalität und systematischen Menschenrechtsverletzungen. In Orten wie Butscha, Irpin oder Mariupol wurden Massengräber entdeckt, Zivilisten gezielt getötet, gefoltert oder verschleppt. Öffentliche Einrichtungen wie Schulen, Krankenhäuser und Kindergärten wurden bombardiert. Russland greift gezielt kritische Infrastruktur an, um die Bevölkerung zu demoralisieren – ein klarer Verstoß gegen das humanitäre Völkerrecht.

Der Internationale Strafgerichtshof hat Ermittlungen aufgenommen. Präsident Putin und zahlreiche Kommandeure stehen im Verdacht, für Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantwortlich zu sein. Der Missbrauch sexualisierter Gewalt als Mittel der Kriegsführung ist dokumentiert, ebenso wie systematische Deportationen ukrainischer Kinder in russisches Staatsgebiet.

Siehe auch: Liste der prominenten Opfer im Krieg gegen die Ukraine

Internationale Reaktionen

Die westliche Welt reagierte mit massiven Sanktionen. Russland wurde wirtschaftlich isoliert, Banken wurden vom SWIFT-System ausgeschlossen, der Export von Technologie und Rüstungsgütern unterbunden. Zahlreiche internationale Konzerne verließen den russischen Markt. Gleichzeitig erhielt die Ukraine beispiellose Unterstützung: Waffenlieferungen, humanitäre Hilfe, finanzielle Mittel und politische Rückendeckung.

Russland fand sich außenpolitisch in einer selbstverschuldeten Isolation wieder. Nur wenige Staaten – wie Nordkorea, Iran oder Belarus – unterstützten den Angriff offen. Der Kreml versuchte, durch Gaslieferungen, Getreideblockaden und Desinformation internationalen Druck aufzubauen, scheiterte jedoch weitgehend.

Aktuelle Lage (Stand: Mitte 2025)

Der Krieg ist zu einem Stellungskrieg mit hohen Verlusten degeneriert, insbesondere entlang der Frontlinie im Donbass und im Süden. Russland setzt weiterhin auf Massenbeschuss, Drohnenangriffe und Terror gegen die Zivilbevölkerung. Die Ukraine verteidigt sich erfolgreich, verliert jedoch täglich Menschenleben und Ressourcen.

Die russische Gesellschaft ist gespalten: Während die staatliche Propaganda die Realität verzerrt, wächst der Unmut über Mobilmachung, wirtschaftliche Not und Rückschläge. Internationale Vermittlungsbemühungen bleiben ohne Durchbruch. Russland zeigt keine ernsthafte Verhandlungsbereitschaft und setzt weiterhin auf Eskalation und Erpressung.

Trotz aller Zerstörung zeigt sich die Ukraine entschlossen, ihre Freiheit und Souveränität zu verteidigen – nicht nur für sich selbst, sondern als Symbol für die Ablehnung imperialistischer Aggression im 21. Jahrhundert.

Sanktionen gegen Russland

Die Länder der NATO haben umfassende Sanktionen beschossen und auf den Weg gebracht. Viele westliche Unternehmen und Handelsmarken ziehen sich aus Russland zurück. Eine der wirkungsvollsten Maßnahmen als Antwort auf den russischen Überfall auf die Ukraine ist der Ausschluss aus dem internationalen Finanztransfersystem SWIFT. Russland wäre nach Nordkorea und Iran der dritte Staat der vom SWIFT ausgeschlossenen Länder. Der Euro­pa­rat suspendierte zudem die Mit­glied­schaft Russ­lands. Am späten Nachmittag des 27. Februar reagierte Putin darauf, dass er an die Welt eine öffentliche Warnung aussprach und die Atomstreikräfte seiner Armee in höchste Bereitschaft versetzte.[1]

Wirtschaftliche Folgen für Europa

Siehe dazu: Abhängigkeit der europäischen Staaten vom russischen Gas

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