Epikur: Unterschied zwischen den Versionen
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| NAME = Epikur | |||
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| ALTERNATIVNAMEN = Ἐπίκουρος (''Epíkouros'') | |||
| KURZBESCHREIBUNG = Griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus | |||
| GEBURTSDATUM = um [[341 v. Chr.]] | |||
| GEBURTSORT = [[Samos]] | |||
| STERBEDATUM = [[271 v. Chr.]] oder [[270 v. Chr.]] | |||
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| STAATSANGEHÖRIGKEIT = Griechisch | |||
| TÄTIGKEITSFELD = Philosophie, [[Epikureismus]] | |||
| BEKANNTFÜR = Lehre von der Lust als höchstem Gut | |||
| AKTIVSEIT = 4.–3. Jahrhundert v. Chr. | |||
| WERKE = ''Brief an Herodot'', ''Brief an Menoikeus'' (überliefert) | |||
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| ALTERMANUELL = ~ 71 Jahre | |||
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(griech. '''Ἐπίκουρος''' ''Epíkouros'') | (griech. '''Ἐπίκουρος''' ''Epíkouros'') | ||
(* um [[341 v. Chr.]] auf [[Samos]]; † [[271 v. Chr.|271]] oder [[270 v. Chr.]] in [[Athen]]) | (* um [[341 v. Chr.]] auf [[Samos]]; † [[271 v. Chr.|271]] oder [[270 v. Chr.]] in [[Athen]]) | ||
Griechischer Philosoph und Begründer [[Epikureismus|der nach ihm benannten Lehre]]. | Griechischer Philosoph und Begründer [[Epikureismus|der nach ihm benannten Lehre]]. Epikur lehrte ein Lebensideal, das auf der Befreiung von Angst und unnötigem Verlangen beruhte. Ziel des Menschen sei die ''Ataraxie'', ein Zustand innerer Ruhe, der durch maßvolle Lebensführung und geistige Klarheit erreicht werden könne. Die Philosophie Epikurs stellte nicht sinnliche Ausschweifung, sondern die vernünftige Begrenzung der Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Lust (''hēdonē'') verstand er als Abwesenheit von Schmerz im Körper und Unruhe in der Seele. | ||
Epikur gründete in [[Athen]] seine eigene Schule, den sogenannten "Garten des Epikur" (''Kēpos''), wo er seine Schüler unterrichtete und mit ihnen lebte. Er hinterließ ihnen diesen Garten in seinem Testament. In seiner Lehre verband er [[Atomismus|atomistische]] Naturphilosophie mit praktischer Ethik. Nach seiner Auffassung bestehen alle Dinge, auch die Seele, aus Atomen, die sich im leeren Raum bewegen. Dadurch erklärte er Naturvorgänge ohne göttliches Eingreifen und lehnte die Vorstellung von göttlicher Strafe nach dem Tod ab. Die Furcht vor den Göttern und vor dem Tod betrachtete er als die Hauptursache menschlichen Leidens. | |||
Epikurs Schriften wurden später von römischen Philosophen wie [[Lukrez]] weitergeführt und beeinflussten das [[antike]] wie das moderne Denken. Seine Haltung zur [[Religion]], sein Verständnis von Glück und seine Forderung nach geistiger Unabhängigkeit machen ihn zu einem der prägenden Denker der hellenistischen Philosophie. | |||
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Aktuelle Version vom 21. Oktober 2025, 16:45 Uhr
| Alternativnamen | Ἐπίκουρος (Epíkouros) |
|---|---|
| Kurzbeschreibung | Griechischer Philosoph, Begründer des Epikureismus |
| Geburtsdatum | um 341 v. Chr. |
| Alter |
~ 71 Jahre |
| Geburtsort | Samos |
| Sterbedatum | 271 v. Chr. oder 270 v. Chr. |
| Sterbeort | Athen |
| Staatsangehörigkeit | Griechisch |
| Tätigkeitsfeld | Philosophie, Epikureismus |
| Bekannt für | Lehre von der Lust als höchstem Gut |
| Aktiv seit | 4.–3. Jahrhundert v. Chr. |
| Werke (Auswahl) | Brief an Herodot, Brief an Menoikeus (überliefert) |
(griech. Ἐπίκουρος Epíkouros)
(* um 341 v. Chr. auf Samos; † 271 oder 270 v. Chr. in Athen)
Griechischer Philosoph und Begründer der nach ihm benannten Lehre. Epikur lehrte ein Lebensideal, das auf der Befreiung von Angst und unnötigem Verlangen beruhte. Ziel des Menschen sei die Ataraxie, ein Zustand innerer Ruhe, der durch maßvolle Lebensführung und geistige Klarheit erreicht werden könne. Die Philosophie Epikurs stellte nicht sinnliche Ausschweifung, sondern die vernünftige Begrenzung der Bedürfnisse in den Mittelpunkt. Lust (hēdonē) verstand er als Abwesenheit von Schmerz im Körper und Unruhe in der Seele.
Epikur gründete in Athen seine eigene Schule, den sogenannten "Garten des Epikur" (Kēpos), wo er seine Schüler unterrichtete und mit ihnen lebte. Er hinterließ ihnen diesen Garten in seinem Testament. In seiner Lehre verband er atomistische Naturphilosophie mit praktischer Ethik. Nach seiner Auffassung bestehen alle Dinge, auch die Seele, aus Atomen, die sich im leeren Raum bewegen. Dadurch erklärte er Naturvorgänge ohne göttliches Eingreifen und lehnte die Vorstellung von göttlicher Strafe nach dem Tod ab. Die Furcht vor den Göttern und vor dem Tod betrachtete er als die Hauptursache menschlichen Leidens.
Epikurs Schriften wurden später von römischen Philosophen wie Lukrez weitergeführt und beeinflussten das antike wie das moderne Denken. Seine Haltung zur Religion, sein Verständnis von Glück und seine Forderung nach geistiger Unabhängigkeit machen ihn zu einem der prägenden Denker der hellenistischen Philosophie.