Zweiter Weltkrieg: Unterschied zwischen den Versionen

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Ohne den Ersten Weltkrieg gäbe es vielleicht keinen Zweiten Weltkrieg. Der Erste Weltkrieg schuf viele Voraussetzungen, die den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs maßgeblich beeinflusst haben. Die Deutschen waren in ihrem Nationalstolz gekränkt und litten unter den wirtschaftlichen Volgen des Versailler Vertrags. Diese Lage begünstigte den Aufstieg der Nazis und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite führten die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkriegs und noch stark präsente kollektive Erinnerung zur Zurückhaltung von Großbritannien und Frankreich gegenüber der aggressiven Politik Deutschlands. Die Appeasement-Politik stärkte Hitler in seinem Vorgaben und ließ ihn lange ungehindert seine Expansionspolitik betreiben.
Ohne den Ersten Weltkrieg gäbe es vielleicht keinen Zweiten Weltkrieg. Der Erste Weltkrieg schuf viele Voraussetzungen, die den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs maßgeblich beeinflusst haben. Die Deutschen waren in ihrem Nationalstolz gekränkt und litten unter den wirtschaftlichen Volgen des Versailler Vertrags. Diese Lage begünstigte den Aufstieg der Nazis und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite führten die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkriegs und noch stark präsente kollektive Erinnerung zur Zurückhaltung von Großbritannien und Frankreich gegenüber der aggressiven Politik Deutschlands. Die Appeasement-Politik stärkte Hitler in seinem Vorgaben und ließ ihn lange ungehindert seine Expansionspolitik betreiben.
Laut dem Versailler Vertrag durfte Deutschlands Heer eine maximale Stärke von 100.000 Soldaten aufweisen. Die Flotte wurde um achtzig Prozent reduziert. Schwere Waffen wie Panzer, Schlachtschiffe und U-Boote waren verboten. Die Höhe der Reparationszahlungen, die Deutschland abführen musste, betrug 269 Milliarden Reichsmark. Das entsprach 100.000 Tonnen Gold.


;25. Juli 1932: Polnisch-sowjetischer Nichtangriffspakt.
;25. Juli 1932: Polnisch-sowjetischer Nichtangriffspakt.

Version vom 27. August 2020, 13:15 Uhr

Der Zweite Weltkrieg stellte bis dato die massivste kriegerische Auseinandersetzung in der Geschichte der Menschheit dar. Der Kriegsschauplatz war nicht nur auf Europa beschränkt, sondern spielte sich auch in Nordafrika, in Japan und auf bzw. über dem Pazifik ab. Einmalig war nicht nur der Maßstab des Krieges, sondern auch die Verbrechen an der zivilen Bevölkerung und teils systematische Massenvernichtung einzelner Bevölkerungsgruppen und Minderheiten, unter denen die Juden die Größte bildeten. Der Ausgang des Zweiten Weltkriegs beeinflußte nachhaltig die Politik der osteuropäischen Staaten, der Länder des Nahen Ostens und hatte die Bildung der NATO bzw. des Warschauer Pakts zufolge.

Die führende Rolle an der Planung und Durchführung des als Raubzug geführten Vernichtungskrieges liege bei dem Dritten Reich, insbesondere bei der Parteispitze der NSDAP mit Adolf Hitler als Initiator. Woche Rolle der UdSSR am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs zufällt, ist historisch umstritten. Führende Historiker sind jedoch der Meinung dass die UdSSR vor der Schließung des Nichtangriffspakts 1939 den Krieg hätte verhindern können, wenn sie ein Bündnis mit Großbritannien und Frankreich eingegangen wäre.

Vorgeschichte

Ohne den Ersten Weltkrieg gäbe es vielleicht keinen Zweiten Weltkrieg. Der Erste Weltkrieg schuf viele Voraussetzungen, die den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs maßgeblich beeinflusst haben. Die Deutschen waren in ihrem Nationalstolz gekränkt und litten unter den wirtschaftlichen Volgen des Versailler Vertrags. Diese Lage begünstigte den Aufstieg der Nazis und ihre Akzeptanz in der Bevölkerung. Auf der anderen Seite führten die schrecklichen Folgen des Ersten Weltkriegs und noch stark präsente kollektive Erinnerung zur Zurückhaltung von Großbritannien und Frankreich gegenüber der aggressiven Politik Deutschlands. Die Appeasement-Politik stärkte Hitler in seinem Vorgaben und ließ ihn lange ungehindert seine Expansionspolitik betreiben.

Laut dem Versailler Vertrag durfte Deutschlands Heer eine maximale Stärke von 100.000 Soldaten aufweisen. Die Flotte wurde um achtzig Prozent reduziert. Schwere Waffen wie Panzer, Schlachtschiffe und U-Boote waren verboten. Die Höhe der Reparationszahlungen, die Deutschland abführen musste, betrug 269 Milliarden Reichsmark. Das entsprach 100.000 Tonnen Gold.

25. Juli 1932
Polnisch-sowjetischer Nichtangriffspakt.

Anschluss Österreichs und der Sudeten

1941

September

19. September
Die Soldaten der Wehrmacht besetzen Kiew.
24. September
Die zuvor von den Einheiten der NKWD vermieten Häuser auf der zentralen Straße von Kiew Chreschtschatyk, in die die deutsche Verwaltung einzieht, explodieren in einem riesigen Feuerball. Die von der Explosion ausgelösten Brände dauern mehrere Tage an. Von den Häusern der über einen Kilometer langen Straße bleibt fast nichts übrig. Schnell sind die "Schuldigen" gefunden - die Juden aus Kiew und den Vororten.
27. September
752 Patienten der psychiatrischen Klinik werden in Babi Jar erschossen. Sie sind die ersten Opfer der Massenerschießungen meist jüdischen Bürger in der Ukraine.
28. September
In Kiew werden mehr als 2.000 Flugblätter verteilt, in denen Juden der Stadt aufgefordert werden, sich am 29. September mit Dokumenten, Geld, Kleidung und Wertsachen an der Ecke der Straßen Melnikow und Degtjarewskaja zum Zwecke der "Umsiedlung" zu versammeln. Zuwiderhandlung wurde mit Erschießung angedroht.
29. September
Tausenden Menschen, die am Tag zuvor zum Versammeln aufgefordert wurden, wurden zu der Schlucht namens Babi Jar geführt, wo sie aufgefordert wurden, sich auszuziehen und Wertsachen abzulegen. Gruppenweise wurden Männer, Frauen und Kinder abgeführt, wo sie aus zwei Maschinengewehren erschossen wurden. Allein zwischen dem 29. und 31. September wurden in Babi Jar 33.771 Juden erschossen. Im Laufe der Okkupation wurden hier Russen, Ukrainer, Roma und sowjetische Kriegsgefangene systematisch ermordet. Nach Meinung der Historiker wurden in Babi Jar zwischen 100.000 und 150.000 Menschen erschossen.