Klimaprognose: Unterschied zwischen den Versionen

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Eine '''Klimaprognose''' ist eine wissenschaftliche Vorhersage über die zukünftige Entwicklung des Klimas in einem bestimmten geografischen Gebiet oder weltweit. Sie basiert auf der Analyse historischer Klimadaten, der Modellierung klimatischer Prozesse und der Bewertung verschiedener Szenarien [[Menschlcihe Einflussnahme auf das Klima|menschlicher Einflussnahme auf das Klima]].
Eine '''Klimaprognose''' ist eine wissenschaftliche Vorhersage über die zukünftige Entwicklung des Klimas in einem bestimmten geografischen Gebiet oder weltweit. Sie basiert auf der Analyse historischer Klimadaten, der Modellierung klimatischer Prozesse und der Bewertung verschiedener Szenarien [[Menschliche Einflussnahme auf das Klima|menschlicher Einflussnahme auf das Klima]].


== Grundlagen ==
== Grundlagen ==

Version vom 14. Mai 2025, 15:28 Uhr

Eine Klimaprognose ist eine wissenschaftliche Vorhersage über die zukünftige Entwicklung des Klimas in einem bestimmten geografischen Gebiet oder weltweit. Sie basiert auf der Analyse historischer Klimadaten, der Modellierung klimatischer Prozesse und der Bewertung verschiedener Szenarien menschlicher Einflussnahme auf das Klima.

Grundlagen

Klimaprognosen beruhen auf komplexen Klimamodellen, die physikalische, chemische und biologische Prozesse der Erdatmosphäre, der Ozeane, der Landflächen und der Kryosphäre (Eis- und Schneebedeckung) simulieren. Diese Modelle werden durch umfangreiche Messdaten kalibriert und kontinuierlich verbessert.

Klimamodelle

Es gibt verschiedene Arten von Klimamodellen, die je nach Umfang und Detaillierungsgrad variieren:

  • Globale Klimamodelle (GCMs): Simulieren das gesamte Klimasystem der Erde und liefern großräumige Prognosen.
  • Regionale Klimamodelle (RCMs): Bieten detaillierte Vorhersagen für spezifische Regionen.
  • Ensemblesimulationen: Führen zahlreiche Modellläufe mit leicht abweichenden Startbedingungen durch, um Unsicherheiten zu minimieren.

Einflussfaktoren

Zu den wichtigsten Einflussfaktoren für Klimaprognosen zählen:

  • Treibhausgase: Konzentrationen von CO₂, Methan und anderen Klimagasen.
  • Aerosole: Feinpartikel, die Sonnenstrahlung reflektieren oder absorbieren können.
  • Sonnenaktivität: Schwankungen der Sonnenstrahlung, die das Klimasystem beeinflussen.
  • Landnutzung: Veränderungen durch Rodung, Urbanisierung und Landwirtschaft.

Unsicherheiten

Klimaprognosen sind mit Unsicherheiten behaftet, die durch verschiedene Faktoren bedingt sind:

  • Modellunsicherheiten: Unterschiede in der Modellstruktur und den physikalischen Annahmen.
  • Szenarienunsicherheiten: Abhängigkeit der Prognosen von Annahmen über die zukünftige Entwicklung von Treibhausgasemissionen.
  • Natürliche Variabilität: Kurz- bis mittelfristige Klimaschwankungen wie El Niño.

Bedeutung

Klimaprognosen sind entscheidend für die Planung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel. Sie werden von Regierungen, Unternehmen und internationalen Organisationen genutzt, um Strategien zur Minderung der Klimafolgen zu entwickeln und Risiken zu minimieren.

Siehe auch

Literatur

  • IPCC: Klimawandelberichte
  • WMO: State of the Global Climate

Weblinks