Solarflaute: Unterschied zwischen den Versionen
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Eine Solarflaute tritt meist bei dichter, anhaltender Bewölkung, Nebel oder im Winterhalbjahr auf, wenn die Sonneneinstrahlung insgesamt gering ist. Besonders in Mitteleuropa kann die Leistung von Photovoltaikanlagen in solchen Phasen auf unter fünf Prozent der installierten Nennleistung absinken. Typisch sind Werte von zwei bis drei Prozent, wodurch der Solarstromertrag nahezu zum Erliegen kommt. Neben der fehlenden direkten Sonneneinstrahlung spielt auch die geringe Tageslänge im Winter eine Rolle. In einigen Fällen können Solarflauten mehrere Tage andauern, was die Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen deutlich einschränkt.<ref>[https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2022/energieversorgung-waehrend-der-dunkelflaute.html Fraunhofer ISE]</ref> | Eine Solarflaute tritt meist bei dichter, anhaltender Bewölkung, Nebel oder im Winterhalbjahr auf, wenn die Sonneneinstrahlung insgesamt gering ist. Oder vor allem bei im Volksmund genanntem '''Schmuddelwetter''' auf. Besonders in Mitteleuropa kann die Leistung von Photovoltaikanlagen in solchen Phasen auf unter fünf Prozent der installierten Nennleistung absinken. Typisch sind Werte von zwei bis drei Prozent, wodurch der Solarstromertrag nahezu zum Erliegen kommt. Neben der fehlenden direkten Sonneneinstrahlung spielt auch die geringe Tageslänge im Winter eine Rolle. In einigen Fällen können Solarflauten mehrere Tage andauern, was die Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen deutlich einschränkt.<ref>[https://www.ise.fraunhofer.de/de/presse-und-medien/news/2022/energieversorgung-waehrend-der-dunkelflaute.html Fraunhofer ISE]</ref> | ||
=== Abgrenzung und Bedeutung === | === Abgrenzung und Bedeutung === | ||
Aktuelle Version vom 16. Oktober 2025, 07:11 Uhr
Eine Solarflaute bezeichnet einen Zeitraum, in dem Photovoltaikanlagen aufgrund ungünstiger Witterungsbedingungen nur sehr geringe Strommengen erzeugen. Der Begriff wird in Analogie zur sogenannten Dunkelflaute verwendet, die eine gleichzeitige Ertragsschwäche von Wind- und Solarenergie beschreibt. Eine einheitliche oder normierte Definition der Solarflaute existiert bislang nicht, weshalb die Bezeichnung vor allem beschreibend und nicht technisch festgelegt ist. In der Fachliteratur und Energiewirtschaft wird das Phänomen häufig mit Begriffen wie "niedrige solare Erzeugung" oder "Ertragsschwäche der Photovoltaik" umschrieben.[1]

Ursachen
Eine Solarflaute tritt meist bei dichter, anhaltender Bewölkung, Nebel oder im Winterhalbjahr auf, wenn die Sonneneinstrahlung insgesamt gering ist. Oder vor allem bei im Volksmund genanntem Schmuddelwetter auf. Besonders in Mitteleuropa kann die Leistung von Photovoltaikanlagen in solchen Phasen auf unter fünf Prozent der installierten Nennleistung absinken. Typisch sind Werte von zwei bis drei Prozent, wodurch der Solarstromertrag nahezu zum Erliegen kommt. Neben der fehlenden direkten Sonneneinstrahlung spielt auch die geringe Tageslänge im Winter eine Rolle. In einigen Fällen können Solarflauten mehrere Tage andauern, was die Stromversorgung aus erneuerbaren Quellen deutlich einschränkt.[2]
Abgrenzung und Bedeutung
Während der Begriff Dunkelflaute in wissenschaftlichen und politischen Diskussionen zunehmend etabliert ist, bleibt der Ausdruck Solarflaute unscharf. Er wird meist im Zusammenhang mit saisonalen Ertragsanalysen oder der Versorgungssicherheit in Zeiten schwacher Sonneneinstrahlung verwendet. Die genaue quantitative Grenze, ab der von einer Solarflaute gesprochen werden kann, ist nicht festgelegt und hängt von regionalen Bedingungen, Jahreszeit und Anlagentyp ab. Häufig wird der Begriff pragmatisch genutzt, wenn die solare Stromproduktion über längere Zeiträume so gering ist, dass sie zur Netzstabilität oder Eigenversorgung kaum beiträgt.[3]
Folgen und Gegenmaßnahmen
Solarflauten stellen insbesondere im Winter eine Herausforderung für Stromsysteme dar, die einen hohen Anteil an Solarenergie aufweisen. Während solcher Phasen müssen Stromspeicher, flexible Verbraucher oder ergänzende Energiequellen wie Windkraft, Wasserkraft oder konventionelle Kraftwerke einspringen. Auch der überregionale Stromaustausch kann helfen, regionale Schwächen auszugleichen. Langfristig gewinnen Strategien zur Sektorenkopplung und Speicherung erneuerbarer Energie zunehmend an Bedeutung, um die Versorgungssicherheit auch während längerer Ertragsschwächen zu gewährleisten.[4]