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Aktuelle Version vom 23. Oktober 2025, 16:53 Uhr
| Heretic | |
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| Entwickler | Raven Software |
| Genre | Ego-Shooter, Fantasy |
| Modus | Einzelspieler, Mehrspieler |
| Plattformen | MS-DOS |
| Engine | Doom-Engine (modifiziert) |
| Erscheinungsdatum | 23. Dezember 1994 |
| Altersempfehlung | USK 16 |
| Sprache | Englisch |
| Website | - |
Überblick
"Heretic" ist ein 1994 veröffentlichtes Computerspiel, das von Raven Software in Zusammenarbeit mit id Software entwickelt wurde. Es handelt sich um einen Ego-Shooter, der auf einer modifizierten Version der Doom-Engine basiert. Im Gegensatz zu "Doom" wurde das Spiel in ein Fantasy-Szenario eingebettet, das Magie, mittelalterliche Architektur und übernatürliche Kreaturen in den Vordergrund stellt. Der Spieler übernimmt die Rolle eines Elfen, der gegen die sogenannten "Serpent Riders" kämpft. "Heretic" erschien ursprünglich für MS-DOS und wurde auf Disketten sowie CD-ROM vertrieben. Das Spiel gilt als einer der frühen Versuche, das etablierte Shooter-Genre mit Fantasy-Elementen zu verbinden, und prägte durch seine Mechaniken spätere Titel wie "Hexen" und "Hexen II".[1]
Handlung
Die Handlung von "Heretic" spielt in einer düsteren Fantasy-Welt, die von den Serpent Riders bedroht wird. Diese mächtigen Wesen haben zahlreiche Völker unterjocht und deren Anführer korrumpiert. Der Spieler schlüpft in die Rolle des Elfen Corvus, der sich gegen die Unterdrückung auflehnt und den Kampf gegen die Schergen der Serpent Riders aufnimmt. Die Geschichte wird nicht durch lange Zwischensequenzen erzählt, sondern entfaltet sich durch die Levelstruktur und die Konfrontation mit den Gegnern. Die düstere Atmosphäre, die architektonisch an Burgen, Katakomben und Tempel erinnert, verstärkt den erzählerischen Rahmen. Obwohl die Handlung knapp gehalten ist, vermittelt sie eine klare Motivation für den Spielfortschritt und verleiht dem Spiel eine eigenständige Identität im Vergleich zu anderen Shootern der Zeit.[2]
Spielmechanik
"Heretic" übernahm viele Grundelemente der Doom-Engine, führte jedoch mehrere Neuerungen ein, die das Spiel von seinem Vorbild unterschieden. Eine zentrale Innovation war das Inventarsystem, das es dem Spieler erlaubte, Gegenstände wie Tränke, Artefakte oder Zauberrollen zu sammeln und gezielt einzusetzen. Dies verlieh dem Spiel eine taktische Komponente, die über das reine Schießen hinausging. Zudem wurden Waffen durch magische Varianten ersetzt, darunter Stäbe, Zauberstäbe und Armbrüste, die unterschiedliche Effekte hatten. Auch die Möglichkeit, Objekte wie den "Morph Ovum" einzusetzen, der Gegner in harmlose Kreaturen verwandelte, trug zur Abwechslung bei. Die Levelgestaltung war komplexer als in vielen zeitgenössischen Shootern, mit versteckten Bereichen, Schaltern und Rätseln, die den Spielfluss erweiterten. Damit verband "Heretic" schnelle Action mit Elementen, die an Rollenspiele erinnerten.[3]
Entwicklung und Veröffentlichung
Die Entwicklung von "Heretic" begann Anfang der 1990er-Jahre, als Raven Software eng mit id Software zusammenarbeitete. Id stellte die Doom-Engine zur Verfügung, die von Raven für die Fantasy-Umgebung angepasst wurde. Die Veröffentlichung erfolgte im Dezember 1994 durch GT Interactive. Das Spiel erschien zunächst auf Disketten, später auch auf CD-ROM, die zusätzliche Inhalte wie digitale Musik enthielt. "Heretic" wurde in mehreren Versionen vertrieben, darunter eine Shareware-Fassung, die den ersten Abschnitt des Spiels kostenlos zugänglich machte. Diese Vertriebsstrategie trug erheblich zur Verbreitung bei, da Spieler durch die Shareware-Version einen direkten Eindruck vom Spiel erhielten. Die Zusammenarbeit zwischen Raven und id gilt als Beispiel für die enge Verzahnung von Studios in der damaligen Zeit, die den Erfolg des Genres vorantrieb.[4]
Rezeption
Zeitgenössische Kritiken zu "Heretic" waren überwiegend positiv. Besonders hervorgehoben wurden die atmosphärische Gestaltung, die abwechslungsreichen Waffen und das innovative Inventarsystem. Kritiker lobten zudem die grafische Umsetzung, die durch die Doom-Engine eine flüssige Darstellung ermöglichte. Einige Stimmen bemängelten jedoch, dass das Spiel in seiner Grundstruktur zu nah an "Doom" angelehnt sei und daher weniger originell wirke. Dennoch konnte sich "Heretic" durch seine Fantasy-Ausrichtung und die spielerischen Erweiterungen eine eigene Fangemeinde sichern. In späteren Jahren wurde das Spiel mehrfach neu aufgelegt und durch Source-Ports wie GZDoom für moderne Systeme zugänglich gemacht. Damit blieb es auch nach seiner ursprünglichen Veröffentlichung ein relevanter Titel in der Geschichte der Ego-Shooter.[5]
Nachwirkung
"Heretic" bildete den Auftakt zu einer Reihe von Spielen, die das Fantasy-Szenario weiter ausbauten. 1995 erschien mit "Hexen" ein direkter Nachfolger, der das Konzept erweiterte und stärker auf Rollenspielelemente setzte. 1997 folgte "Hexen II", das die Handlung fortführte. 1998 erschien mit "Heretic II" ein weiterer Titel, der jedoch auf eine Third-Person-Perspektive setzte und spielmechanisch neue Wege ging. Die ursprüngliche Fassung von "Heretic" blieb jedoch als klassischer Ego-Shooter in Erinnerung, der die Doom-Engine auf eine neue Art nutzte. In der Rückschau gilt das Spiel als wichtiger Schritt in der Entwicklung von Fantasy-Shootern und als Beispiel für die kreative Weiterentwicklung bestehender Technologien. Auch heute noch wird es in Retrospektiven und Sammlungen klassischer Spiele regelmäßig aufgeführt.[6]
Quellennachweise
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Computerspiel)
- ↑ https://www.bestoldgames.net/de/heretic
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Computerspiel)
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Computerspiel)
- ↑ https://www.nuku.de/archives/2022/04/18/heretic.html
- ↑ https://de.wikipedia.org/wiki/Heretic_(Computerspiel)
