Leere nach dem Orgasmus: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 11. November 2025, 22:13 Uhr
Leere nach dem Orgasmus (auch Post-Coital Dysphoria (PCD)' Post-Coital Sadness, Postkoitale Dysphorie oder sexuelle Nachtrauer) bezeichnet ein emotionales Phänomen, das nach dem Höhepunkt beim Sex auftreten kann. Betroffene empfinden oft Traurigkeit, Scham, Unruhe oder ein Gefühl von innerer Leere, obwohl der Orgasmus körperlich befriedigend war. Umgangssprachlich wird dieses Phänomen auch als "sexuelle Nachtrauer" bezeichnet. Es ist unabhängig vom Geschlecht, kommt aber laut Studien häufiger bei Frauen vor.
Symptome
Typische Gefühle und Reaktionen sind:
- Leere oder inneres Abgeschnittensein
- Traurigkeit oder Melancholie
- Scham oder Schuldgefühle
- Reizbarkeit oder innere Unruhe
- gelegentlich Müdigkeit oder das Bedürfnis nach Rückzug
Häufigkeit
Studien zeigen, dass etwa 20–40 % der Frauen und 5–10 % der Männer mindestens einmal solche Gefühle nach dem Sex erleben. Die Intensität und Dauer können stark variieren – von einigen Minuten bis zu mehreren Stunden.
Ursachen
Das Phänomen hat sowohl biochemische als auch psychologische Hintergründe:
- Neurobiologie: Nach dem Orgasmus sinken Dopamin und Adrenalin, während Prolaktin steigt. Diese Veränderungen können kurzfristige Traurigkeit oder Leere auslösen.
- Psychologische Faktoren: Stress, Schuldgefühle, Selbstwertthemen, ungelöste Konflikte oder emotionale Erwartungen an Nähe und Intimität verstärken die Wirkung.
- Soziale und geschlechtsspezifische Aspekte: Frauen berichten häufiger davon, möglicherweise weil emotionale Nähe stärker mit Sexualität verknüpft wird und gesellschaftliche Erwartungen das Bewusstsein für Gefühle nach dem Sex schärfen.
Umgang
Strategien, um die Leere nach dem Orgasmus abzumildern, können sein:
- Kuscheln, Umarmung oder körperliche Nähe
- Kommunikation mit dem Partner über Gefühle
- Entspannungstechniken oder bewusstes Wahrnehmen des Moments
- Reflexion über eigene Erwartungen und Bedürfnisse
Bedeutung
Das Phänomen ist weit verbreitet und gilt als normal. Es ist kein Hinweis auf psychische Störungen, kann aber belastend wirken, wenn es häufig auftritt oder intensive Schuldgefühle erzeugt. Bewusster Umgang und Selbstreflexion helfen, die Erfahrung zu verstehen und besser zu integrieren.