Charles Darwin
| Alternativnamen | Charles Robert Darwin |
|---|---|
| Kurzbeschreibung | Britischer Naturforscher, Begründer der modernen Evolutionstheorie |
| Geburtsdatum | 12. Februar 1809 |
| Alter |
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| Geburtsort | Shrewsbury, England |
| Sterbedatum | 19. April 1882 |
| Sterbeort | Downe, London, England |
| Staatsangehörigkeit | Britisch |
| Tätigkeitsfeld | Naturwissenschaftler, Biologe, Geologe |
| Bekannt für | Evolutionstheorie, The Origin of Species |
| Aktiv seit | 1831–1882 |
| Werke (Auswahl) | The Voyage of the Beagle, On the Origin of Species, The Descent of Man |

(* 12. Februar 1809 in Shrewsbury; † 19. April 1882 in Downe, London)
Britischer Naturforscher. Begründer der modernen Evolutionstheorie, die er nach der Weltumsegelung mit der Beagle und seinen Beobachtungen – insbesondere auf den Galapagosinseln – in zwanzig Jahren akribischer Arbeit verfasste und unter dem Titel The Origin of Species veröffentlichte. Seine Gedanken zur Evolution basierten u. a. auf den Überlegungen seines Großvaters Erasmus Darwin und des französischen Biologen Lamarck.
Frühe Jahre und Bildung
Charles Darwin wuchs in einer wohlhabenden Familie auf und zeigte schon früh Interesse an Naturwissenschaften. Nach dem Besuch der Shrewsbury School begann er ein Medizinstudium in Edinburgh, wechselte dann jedoch zur Theologie in Cambridge. Während dieser Zeit vertiefte er seine naturkundlichen Kenntnisse, insbesondere in Botanik, Zoologie und Geologie.
Reise mit der Beagle
1831 trat Darwin seine berühmte fünfeinhalbjährige Weltreise mit dem Vermessungsschiff Beagle an. Die Beobachtungen von Pflanzen, Tieren und geologischen Formationen auf der ganzen Welt, insbesondere auf den Galapagosinseln, lieferten die Grundlage für seine späteren Theorien. Die Vielfalt der Arten und die Anpassungen an unterschiedliche Lebensräume gaben Darwin die entscheidenden Impulse zur Formulierung der natürlichen Selektion.
Forschung und Veröffentlichung
Nach seiner Rückkehr arbeitete Darwin zwanzig Jahre lang an seinen Aufzeichnungen. 1859 veröffentlichte er On the Origin of Species, das zentrale Werk zur Evolution. Es stieß auf großes Interesse, aber auch auf Kritik und Diskussionen, insbesondere von Seiten religiöser Kreise. Darwins systematische Sammlung von Belegen aus Paläontologie, Molekularbiologie und Zoologie machte seine Argumentation bis heute überzeugend.
Spätere Arbeiten
Darwin setzte seine Forschungen fort und veröffentlichte u. a. The Descent of Man (1871), in dem er die Anwendung der natürlichen Selektion auf den Menschen diskutierte. Auch auf den Gebieten der Botanik, Embryologie und Tierverhaltensforschung leistete er wichtige Beiträge. Trotz gesundheitlicher Probleme blieb er zeitlebens wissenschaftlich aktiv.
Persönlicher Hintergrund
Darwin heiratete 1839 seine Cousine Emma Wedgwood; das Paar hatte zehn Kinder. Er lebte zurückgezogen im Haus Down House in Kent, wo er die meiste Zeit seine Forschungen durchführte. Seine umfangreiche Korrespondenz und Notizbücher dokumentieren ein intensives wissenschaftliches Leben.
Einfluss und Vermächtnis
Darwin gilt als einer der einflussreichsten Wissenschaftler aller Zeiten. Seine Theorien begründeten die moderne Evolutionsbiologie und beeinflussten zahlreiche weitere Bereiche, von Genetik über Paläontologie bis hin zu Verhaltensforschung. Die Evolutionstheorie bildet heute eine zentrale Grundlage der Biologie.
Trivia
- Die am 23. Juni 2006 im biblischen Alter von 176 Jahren im Australia Zoo, Queensland verstorbene Schildkröte Harriet soll Darwin persönlich gehört haben. Er brachte sie von den Galapagosinseln nach England mit.
- Der Mythos, Darwin habe am Lebensende seine Theorie widerrufen, ist unbelegt; in einem Brief an John Fordyce von 1879 schrieb er:
❝ „In Bezug auf den Glauben bin ich für mich selbst nicht religiös im üblichen Sinne, doch ich kann nicht leugnen, dass die Religion für viele Menschen Trost bietet. Meine wissenschaftlichen Ansichten über die Entstehung der Arten bleiben unverändert.“
—
- Während seines Lebens pflegte Darwin ein intensives Brief- und Notizsystem, in dem er Beobachtungen, Theorien und Diskussionen mit Fachkollegen systematisch dokumentierte.
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