Astrofotografie: Unterschied zwischen den Versionen

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Vor dem Siegeszug der [[Digitalkamera]]s bediente man sich analogen Spiegelreflexkameras und später [[Webcam]]s. Sowohl die [[Analogfotografie|Analog-]] als auch die Webcamfotografie bringen (zumindest in der Planetenfotografie) eine Reihe von Nachteilen mit sich. Im ersteren Fall sind es die Film- und Entwicklungskosten, die eine begrenzte Anzahl von Experimenten erlauben, und ein harter [[Verschluß]] der meisten Kameras, der die Aufnahmen verwackeln lässt. Im Falle der Wabcams ist es eine begrenzte Auflösung, was sich mittels [[Bildaddition]]sverfahren noch beheben lässt. Der Hauptnachteil ist, dass man in der Nähe immer einen Computer braucht.
 
Vor dem Siegeszug der [[Digitalkamera]]s bediente man sich analogen Spiegelreflexkameras und später [[Webcam]]s. Sowohl die [[Analogfotografie|Analog-]] als auch die Webcamfotografie bringen (zumindest in der Planetenfotografie) eine Reihe von Nachteilen mit sich. Im ersteren Fall sind es die Film- und Entwicklungskosten, die eine begrenzte Anzahl von Experimenten erlauben, und ein harter [[Verschluß]] der meisten Kameras, der die Aufnahmen verwackeln lässt. Im Falle der Wabcams ist es eine begrenzte Auflösung, was sich mittels [[Bildaddition]]sverfahren noch beheben lässt. Der Hauptnachteil ist, dass man in der Nähe immer einen Computer braucht.
 
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Mit der Markteinführung immer günstigerer Digitalkameramodelle mit immer höherer [[Auflösung]] boten sie sich für die Astrofotografie geradezu an. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Schärfe lässt sich direkt am Monitor einstellen, der elektronische Verschuluß erlaubt verwacklungsfreie Aufnahmen, und man kann solange knipsen, bis der [[Speicherchip]] leer ist. Mit Planetenfotografie kommt man bei minimalem Einsatz schnell zu brauchbaren Ergebnissen, was sie bei Amateurastronomen so beliebt macht.
 
Mit der Markteinführung immer günstigerer Digitalkameramodelle mit immer höherer [[Auflösung]] boten sie sich für die Astrofotografie geradezu an. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Schärfe lässt sich direkt am Monitor einstellen, der elektronische Verschuluß erlaubt verwacklungsfreie Aufnahmen, und man kann solange knipsen, bis der [[Speicherchip]] leer ist. Mit Planetenfotografie kommt man bei minimalem Einsatz schnell zu brauchbaren Ergebnissen, was sie bei Amateurastronomen so beliebt macht.
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[[Bild:Mond-Venus.jpg|thumb|250px|Venus mit Mond kurz nach Sonnenuntergang]]
 
[[Bild:Mond-Venus.jpg|thumb|250px|Venus mit Mond kurz nach Sonnenuntergang]]
 
Anders als viele Leien vermuten würden, erfordert die Deepsky-Fotografie keine starke Vergößerung. Das Gegenteil ist oft der Fall, denn je kleiner die Vergrößerung, desto mehr Licht kann von dem [[Objektiv]]/[[Teleskop]] gesammelt werden. Darüberhinweg sind viele Deepsky-Objekte größer als man es vermutet. So würden in die Fläche, die die [[Andromedagalaxie]] (180' x 63') einnimmt, theoretisch 12 Mondscheiben (~ 30') hineinpassen. Um so ein Objekt wie die Andromedagalaxie fotografieren zu können, benötigt man einen Brennweitenreduzierer und nicht einen Brennweitenverkürzer. Oft ist einfach ein [[Teleobjektiv]] ausreichend. Das Teleskop wird in diesem Fall nur für die Nachführung benötigt, während die Kamera selbst im Huckepack auf dem Tubus sitzt. Für viele Deepsky-Objekte wie die bereits erwähnte Andromedagalaxie, einige großflächige Gasnebel und die [[Milchstraße]] ist es eine einfache und kostengünstige Methode, sie "auf den Film" zu bannen, ohne auf teuere [[Focalreducer]] zurückgreifen zu müssen. Auch einige Planeten/Mond-Konstellationen (oft in Verbindung mit terrestrischen Motiven wie Bäumen, Bergen etc.) können auch sehr reizvoll sein.
 
Anders als viele Leien vermuten würden, erfordert die Deepsky-Fotografie keine starke Vergößerung. Das Gegenteil ist oft der Fall, denn je kleiner die Vergrößerung, desto mehr Licht kann von dem [[Objektiv]]/[[Teleskop]] gesammelt werden. Darüberhinweg sind viele Deepsky-Objekte größer als man es vermutet. So würden in die Fläche, die die [[Andromedagalaxie]] (180' x 63') einnimmt, theoretisch 12 Mondscheiben (~ 30') hineinpassen. Um so ein Objekt wie die Andromedagalaxie fotografieren zu können, benötigt man einen Brennweitenreduzierer und nicht einen Brennweitenverkürzer. Oft ist einfach ein [[Teleobjektiv]] ausreichend. Das Teleskop wird in diesem Fall nur für die Nachführung benötigt, während die Kamera selbst im Huckepack auf dem Tubus sitzt. Für viele Deepsky-Objekte wie die bereits erwähnte Andromedagalaxie, einige großflächige Gasnebel und die [[Milchstraße]] ist es eine einfache und kostengünstige Methode, sie "auf den Film" zu bannen, ohne auf teuere [[Focalreducer]] zurückgreifen zu müssen. Auch einige Planeten/Mond-Konstellationen (oft in Verbindung mit terrestrischen Motiven wie Bäumen, Bergen etc.) können auch sehr reizvoll sein.
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== Siehe auch ==
 
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Version vom 4. Dezember 2019, 21:55 Uhr

Unter Astrofotografie versteht man die Abbildung aller nicht terrestrischer Objekte meist in Verbindung eines Teleskops mit einer Kamera. Es wird unterschieden zwischen Planetenfotografie, DeepSky-Fotografie und der Abbildung großflächiger Objekte. Viele Amateurastronomen leisten mit der astrofotografischen Erfassung der Himmelsobjekte einen ernsthaften Beitrag zur Wissenschaft. Die Astrofotografie kann wegen der damit verbundenen technischen Schwierigkeiten als eine der komplexesten Stufen der Fotografie betrachtet werden.

Planetenfotografie

Unter Planetenfotografie wird die Abbildung größerer, sonnensystemgebundener Objekte bezeichnet. Mond- und Sonnenfotografie gehören auch dazu, weil man da auch mit gleicher Technik arbeitet. Planetenfotografie, insbesondere die Mondfotografie, gehört zu den Einstiegsbereichen eines eingehenden Amateur-Astrofotografen. Wegen den geringen Belichtungszeiten machen sich eventuelle Nachführungsfehler erst gar nicht bemerkbar. Und auch die Schärfe lässt sich in aller Regel am Bildschirm bzw. durch den Sucher der Kamera einstellen.

Vor dem Siegeszug der Digitalkameras bediente man sich analogen Spiegelreflexkameras und später Webcams. Sowohl die Analog- als auch die Webcamfotografie bringen (zumindest in der Planetenfotografie) eine Reihe von Nachteilen mit sich. Im ersteren Fall sind es die Film- und Entwicklungskosten, die eine begrenzte Anzahl von Experimenten erlauben, und ein harter Verschluß der meisten Kameras, der die Aufnahmen verwackeln lässt. Im Falle der Wabcams ist es eine begrenzte Auflösung, was sich mittels Bildadditionsverfahren noch beheben lässt. Der Hauptnachteil ist, dass man in der Nähe immer einen Computer braucht.

Mit der Markteinführung immer günstigerer Digitalkameramodelle mit immer höherer Auflösung boten sie sich für die Astrofotografie geradezu an. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Schärfe lässt sich direkt am Monitor einstellen, der elektronische Verschuluß erlaubt verwacklungsfreie Aufnahmen, und man kann solange knipsen, bis der Speicherchip leer ist. Mit Planetenfotografie kommt man bei minimalem Einsatz schnell zu brauchbaren Ergebnissen, was sie bei Amateurastronomen so beliebt macht.

DeepSky-Fotografie

DeepSky-Fotografie ist die Abbildung der außerhalb des Sonnensystems liegender Objekte wie Gasnebel, Sternhaufen und Galaxien. Um diese lichtschwachen Objekte in all ihrer Pracht abbbilden zu können, ist eine Belichtungszeit von meist mehreren Minuten bis gar einigen Stunden (!) notwendig. Dieser Umstand macht die DeepSky-Fotografie so schwierig, da dafür eine verschütterungsfreie Montierung, eine exakte Nachführung und eine genaue Scharfstellung erforderlich ist. Um brauchbare Ergebnisse hinzubekommen, kommt man ohne ein Minimum an kostspieligem Equipment und natürlich viel Zeit, Übung und Geduld nicht aus.

M42_und_M43_(neue_Bildbearbeitung).jpg
Orionnebel mit Meade ETX-90 EC

Flächenfotografie

Venus mit Mond kurz nach Sonnenuntergang

Anders als viele Leien vermuten würden, erfordert die Deepsky-Fotografie keine starke Vergößerung. Das Gegenteil ist oft der Fall, denn je kleiner die Vergrößerung, desto mehr Licht kann von dem Objektiv/Teleskop gesammelt werden. Darüberhinweg sind viele Deepsky-Objekte größer als man es vermutet. So würden in die Fläche, die die Andromedagalaxie (180' x 63') einnimmt, theoretisch 12 Mondscheiben (~ 30') hineinpassen. Um so ein Objekt wie die Andromedagalaxie fotografieren zu können, benötigt man einen Brennweitenreduzierer und nicht einen Brennweitenverkürzer. Oft ist einfach ein Teleobjektiv ausreichend. Das Teleskop wird in diesem Fall nur für die Nachführung benötigt, während die Kamera selbst im Huckepack auf dem Tubus sitzt. Für viele Deepsky-Objekte wie die bereits erwähnte Andromedagalaxie, einige großflächige Gasnebel und die Milchstraße ist es eine einfache und kostengünstige Methode, sie "auf den Film" zu bannen, ohne auf teuere Focalreducer zurückgreifen zu müssen. Auch einige Planeten/Mond-Konstellationen (oft in Verbindung mit terrestrischen Motiven wie Bäumen, Bergen etc.) können auch sehr reizvoll sein.

Galerie

Kometen

Mars

Jupiter

Deepsky

Mond

Siehe auch