Tod

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Hände einer Leiche im Sarg

Unter dem Tod wird in der Medizin unwiderrufliche Dysfunktion von kritisch wichtigen Systemen eines Organismus verstanden. Unter den kritisch wichtigen Systemen wird die Funktion lebensnotwendiger Organe bezeichnet, die zum jetzigen Standpunkt medizinisch-technischer Entwicklung durch keine lebenserhaltenden Apparate ersetzt werden können. Mit dem Tod endet die Existenz von Leben nach der medizinisch-biologischer Definition.

Von den Urzeiten her hat man erste Zeichen des Todes gesehen, wenn zwei der wichtigsten Organe des Menschen keine Funktion gezeigt haben: das Herz und die Lunge. Seit der griechischen Antike hat man als wichtiges Todesindiz die sogenannte Facies hippocratica erkannt, einen typischen Gesichtsausdruck einer sterbenden Person mit graublasser Gesichtshaut, eingefallenen Wangen und tief sitzenden Augen, spitz herausragender Nase und einem abwesenden Blick. Der griechische Arzt Hippokrates von Kos beschrieb als erster Mediziner diese typischen Gesichtszüge eines sterbenden Menschen.

In der modernen Medizin wird als wichtigstes Todeszeichen der Hirntod definiert.

Stadien des Todes

Klinischer Tod
Der Herzschlag und die Atmung setzen aus. Die Hirnaktivität lässt sich noch nachweisen. Wiederbelebung ist noch möglich.
Hirntod
Das Gehirn stellt alle messbaren Aktivitäten ein. Wiederbelebung ist nicht mehr möglich, höchstens das Wiederherstellen und künstlicher Erhalt vegetativer Systeme.
Molekularer Tod (auch Zelltod)
Körperzellen fangen an abzustehen, wenn Stoffwechselprozesse und

Sauerstoffzufuhr infolge des Kreislaufstillstandes zum Erliegen kommen.

Beginn der Verwesung

Folgender Prozess setzt nach dem Tod ein: den Zellen fehlt der Sauerstoff, sie haben keine Möglichkeit, die Stoffwechselvorgänge abzuführen. Es kommt zur Übersäuerung der Zellen, einer echten Übersäuerung und nicht der, von der die Alternativmedizin einen immer heilen wollen. Irgendwann platzt die Membran und der fermentierte Zellinhalt wird frei. Da es kein Immunsystem mehr gibt, fangen Mikroorganismen im Körper des Verstorbenen an, das sogenannte Thanatomikrobiom, sich unkontrolliert an zu vermehren. Der Verwesungsprozess nimmt seinen unumkehrbaren Lauf an.

Siehe auch