Wir, Proletarierkinder – Pazany!/28

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"Kanntest du Swetka schon?" Er deutet mit dem Kopf in die Richtung, aus der wir gekommen sind.

"Hab sie ein, zweimal gesehen."

"Ist nicht schlecht, nee? Schade nur, dass sie Schwester vom Kumpel ist. Schwester vom Kumpel ist mein Kumpel. Da kann nichts laufen."

"Und auch, weil sie zwei Jahre älter ist", sage ich lächelnd.

"Du Blödmann!"

VI

Menschenmassen, unzählige Menschenmassen. Rote Fahnen, Transparente, Ansteckschleifen an Mänteln und Jacketts. Hunderte Leninaugen blicken geheimnisvoll und gutmütig an einem vorbei in die ferne Zukunft des Kommunismus, heroische Arbeitersilhouetten auf blutrotem Hintergrund mit nackten Oberkörpern und stählernen Armen sehen einem von den Plakaten furchtlos entgegen, Matrosen mit Gewehren und aufgesetzten Bajonetten, bereit zum letzten Kampf auf Leben und Tod, der sagenumwobene Kreuzer Aurora im Hintergrund, der das Signal zum Sturm auf den Winterpalast gibt. Menschen, überall Menschen. Marschierende Kolonnen oder einfach stehend, Arbeiter, Studenten, Schüler. Die roten von der Kälte Gesichter, rote Hände, die die Fahnenstangen umklammern oder Myriaden kleiner Fähnchen nach oben halten. Alle rufen hurra. Eine Stimme rauscht verzerrt aus einem Megafon:

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Buchinfo
Pazany Buchcover.jpg

Format: eBook Amazon Kindle

Genre: Erzählung, Drama

Tags: UdSSR, Sowjetunion, Russland, Kinder, Schüler, Schule, Jugendliche, Perestroika, Glasnost, Gorbatschow, Russlandroman, Russlandbücher, Leseprobe

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Inhalt

I | II | III | IV | V | VI | VII | VIII | IX | X | XI | XII


Cover: Eigenes Werk, Fotocollage aus folgenden Elementen:

  • Young Boy with cigarette (C) STUDIO GRAND OUEST / Fotolia.com (Adobe Stock)
  • Industrial Buildings at sunset sky (C) Николай Григорьев / Fotolia.com (Adobe Stock)