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Sonnensystem
 

Kurz vor der Entstehung des Sonnensystems, muss in der Nähe eine Supernovaexplosion stattgefunden haben. Dafür spricht das in den auf die Erde gestürzten Meteorite gefundene Sauerstoffisotop O16. O16 entsteht ausschließlich in Supernova-Explosionen. Aus den Isotopenmessungen von Magnesium können wir schließen, dass sich der Supernovaausbruch unmittelbar vor der Entstehung des Sonnensystems ereignete.

Sonne und die Planeten Größenvergleich

Diese Supernovaexplosion gab dem protoplanetaren Nebel, der an der Stelle unseres Sonnensystems existierte, den Impuls zu kollabieren. Die Materie der Wolke - überwiegend Wasserstoff - verdichtete sich mehr und mehr im Zentrum des Nebels, bis die Masse der Protosonne den kritischen Punkt überschritt und der kalte Gasball seinen thermonuklearen Offen zündete. Die Sonne war geboren, und die Dunkelheit durchdrang gleißend-gelbes Licht, der die Energie für die noch nicht entstandene Erde und die langen Aminosäurenketten auf ihrer Oberfläche liefern sollten, die zu irgendeinem späteren Zeitpunkt eine sensationelle Entdeckung machen sollten: die Reproduktion.

Unser Sonnensystem ist folgendermaßen strukturiert: Die inneren Planeten (Merkur, Venus, Erde und Mars - sog. Gesteinsplaneten oder terrestrische Planeten) bestehen aus einem teilweise flüssigen Gesteinsmantel, der einen Metallkern umgibt und außen von einer harten Gesteinskruste umschlossen ist. Die äußeren Bezirke des Sonnensystems dominieren die riesigen Gasplaneten oder jovianische Planeten (Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun). Die Gasplaneten sind sehr massenreich und enthalten neben der Sonne den größten Teil der Materie des Sonnensystems, allen voran Jupiter. Ihre Zusammensetzung ähnelt denen der Sterne - sie bestehen überwiegend aus Wasserstoff und Helium. Lediglich in ihrem Inneren sitzt ein, auf die Gesamtgröße bezogen, relativ kleiner Gesteinskern. Die inneren und die äußeren Planeten trennt ein Asteroidengürtel. Die äußeren Bereiche des Sonnensystems bilden ein weiterer Asteroiden- und Kometengürtel - der sog. Kuipergürtel (Pluto ist Bestandteil des Gürtels) und ein sphärisches Gebilde aus Staub und Kometen - die Oortsche Wolke. Letztere reicht bis zu einer Entfernung von 1 bis 1,5 Lichtjahren in die Tiefen des Alls hinaus. Die Gravitation der Sonne beeinflusst die kosmischen Objekte noch auf einer Entfernung von bis zu 1,5 Parsec (über 300.000 AE oder 4,88 Lichtjahre).

Bis das erste extraterrestrische Planetensystem Ende 1995 von Michel Mayor und Didier Queloz entdeckt wurde, gingen Astronomen und Himmelsmechaniker davon aus, dass die Struktur unseres Sonnensystems auch für Planetensysteme um fremde Sterne typisch sei. Theoretische Überlegungen und Simulationen bestätigten diese Annahme. Zur großen Überraschung stellte sich heraus, dass extrasolare Planetensysteme sich von unserem Sonnensystem grundlegend unterscheiden. Die meisten Exoplaneten (es handelt sich bisher ausnahmslos um Gasriesen, da erdähnliche Planeten mit der heutigen Messtechnik noch nicht lokalisiert werden können) umkreisen ihren Stern auf stark elliptischen Bahnen. Einige von ihnen haben eine Umlaufperiode von wenigen Tagen. Kurz gesagt: Es sind Höllenwelten mit bis zu 1.000 °C heißer Oberfläche, und ihre Bahnen sind instabil. Sollte sich ein winziger Gesteinsplanet dazwischenbefunden haben, wäre er sehr schnell aus seinem Orbit hinauskatapultiert worden.

Alle Planeten des Sonnensystems hingegen haben mit Ausnahme von Pluto eine nahezu kreisförmige Umlaufbahn. Die Gasplaneten, insbesondere Jupiter, erfüllen eine wichtige Schutzfunktion, indem sie den Großteil der herumschwirrenden Kometen und Asteroiden von der Erde fernhalten und somit das Leben beschützen. Jupiter, der nach dem griechischen Gottvater Zeus, benannt und aus dem alle späteren Gottheiten abgeleitet wurden (Jahwe, Allah und der christliche Gott) ist in einem gewissen metareligiösen Sinne doch so etwas wie der Schutzpatron der Erde.

Das relative Maßstab des Sonnensystems lässt sich an besten folgendermaßen veranschaulichen: Wenn die Sonne die Größe einer Billardkugel von 7 cm hätte, würde sich der innerste der Planeten Merkur in einer Entfernung von 280 cm befinden, die Erde wäre 760 cm entfernt, der Riesenplanet Jupiter etwa 40 m, und der am weitesten entfernte Planet Pluto in einer Entfernung von 300 m. Die Größe der Erdkugel hätte in diesem Maßstab etwas mehr als 0,5 mm, die der Mondes etwas mehr als 0,1 mm. Der Mondorbit hätte einen Durchmesser von etwa 3 cm, und der nächste Stern, der 1,3 pc entfernte Proxima Centauri, würde in diesem Maßstab 2 Tausend km weit sein! Die Größe der Galaxis wären in diesem Maßstab 60 Mil. km - das entspricht in etwa der mittleren Entfernung des Merkur zur Sonne. [30]

>>> Modell des Sonnensystems

 

 
 

wiki.sah

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