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Autor Thema: Stammzellenforschung  (Gelesen 10589 mal)
deep7
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Stammzellenforschung
« am: Mai 26, 2005, 01:07:38 »

Aktuell bahnt sich in den USA wiedermal eine heiße Debatte um das Thema Stammzellenforschung an.
Dabei geht es um eine mögliche Aufhebung des von Bush 2001 verhängten Verbots der staatlichen Förderung von Stammzellenforschung.
50 Stimmen von Bushs eigenen Parteifreunden sorgten zus. mit den 187 Stimmen des demokratischen Lagers für eine klare Mehrheit.
Die zwei Drittel - Grenze wurde aber nicht erreicht, sodass Bush ein Veto einlegen könnte, und damit hat er auch gedroht.
Allerdings wäre es politisch äußerst unangenehm sein für ihn, ein Gesetz zu Fall zu bringen, das die Volksvertreter zuvor mit klarer Mehrheit verabschiedet haben...

Dabei gab es erst vor kurzem wieder spektakuläre Durchbrüche in der Forschung:
Südkoreanische Wissenschaftler meldeten vergangene Woche, erstmals maßgeschneiderte Stammzellen mit Hilfe von Körperzellen Schwerkranker geklont zu haben, während britische Forscher in Europa menschliche Embryos erfolgreich geklont haben- auch das eine Premiere.

Bush's Argrument:
"Dieses Gesetz würde eine entscheidende ethische Grenze überschreiten, da es neue Anreize für die fortgesetzte Zerstörung entstehenden menschlichen Lebens böte."

Die Mehrheit vertritt jedoch eine andere Meinung:
Bushs Parteifreund James Langevin, der seit einem Schusswaffen-Unfall in seiner Jugend gelähmt ist:
"Für das Leben zu sein bedeutet auch, für eine Politik zu kämpfen, die Schmerz und Leid verhindert."
Auch die ehemalige First Lady Nancy Reagan griff in die Debatte ein - zugunsten der Bush-Gegner. Ihr Mann, Ex-Präsident Ronald Reagan, war im Juni 2004 an der Alzheimerschen Krankheit gestorben.


Ich bin der Meinung, dass dieses Gebiet der Wissenschaft eine enorme Bedeutung hat, nicht nur wissenschaftlich, auch ethisch, wie man aus den verschiedensten Kommentaren zu hören bekommt.
Wie die Menschen mit Tieren umgehen, sie zu Versuchszwecken den stärksten Todesqualen aussetzen usw., darüber wird natürlich nicht debattiert, nein. Nur mal so ein Denkanstoß...

Den Kompromiss bezüglich der ethischen Bedenken usw. muss man einfach eingehen, man kann und darf ihn nicht vor die Möglichkeit stellen, zukünftig zahlreiche Menschenleben retten zu können sowie bei Schicksalen einzelener helfen zu können. Schon jetzt wurden etliche Durchbrüche publik, dabei steht die Stammzellenforschung ja erst noch in den Startlöchern!
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #1 am: Mai 30, 2005, 01:40:50 »

Du hast ganz recht damit, indem du unseren Umgang mit Tieren anschneidest. Wir behandeln alle Lebewesen, die einer anderen Spezies angehören, so, als seien die sie minderwertig, gefühllos, "animalisch", "tierisch", "bestialisch", während Menschen mitfühlend, altruistisch und "human" sind. Achtet auf Bildung der Pejorativa und Euphemismen[!]

Solange wir uns als die "Krone der Schöpfung" betrachten, werden wir anderen Lebewesen nie die gleichen Rechte zugestehen wir uns selbst.

Wir erlegen "Angehörige anderer harmloser Arten lediglich zu unserer Entspannung und zu unserem Vergnügen. Ein menschlicher Fötus, mit nicht mehr menschlichen Gefühlen als eine Amöbe, erfreut sich einer Achtung und eines gesetzlichen Schutzes, die weit über das hinausgehen, was einem ausgewachsenen Schimpansen zugestanden wird. [...] Der Fötus gehört unserer eigenen Art an und bekommt daher sofort besondere Privilegien und Rechte zuerkannt." Richard Dawkins, Das egoistische Gen, S. 36-37
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Bush gerät bei Stammzellenforschung in die Defensive
« Antworten #2 am: Juni 01, 2005, 08:08:32 »

Für US-Präsident Bush läuft die Debatte um die Stammzellforschung zusehends aus dem Ruder. Zwei Bundesstaaten haben gegen Bushs Willen Gesetze zur Unterstützung der Forschung beschlossen. Zugleich haben Wissenschaftler ein Haupthindernis für Stammzell-Therapien am Menschen ausgeräumt.

vollständiger Bericht auf Spiegel-Online
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #3 am: Juni 14, 2005, 01:04:27 »

Wir behandeln alle Lebewesen, die einer anderen Spezies angehören, so, als seien die sie minderwertig, gefühllos, "animalisch", "tierisch", "bestialisch", während Menschen mitfühlend, altruistisch und "human" sind.

Wie recht du hast. Genau solche Dinge gehen mir bei vielen "ethischen" Debatten auch durch den Kopf. Gerade bei den Stammzellen wirkt die Haltung "Anfassen streng verboten" schon sehr arrogant. Es ist schon komisch, dass wir ohne ethische Probleme uns ähnliche Säugetiere für alles mögliche einsetzten können, gleichzeitig aber den Krösus Mensch schon als Einzeller heilig sprechen.

Viele (religiöse) Gegner der Stammzellenforschung sind doch einfach konservativ und prinzipiell (infolge mangelnder Bildung / Aufklärung) gegen revolutionäre Wissenschaft. Zudem scheint hier die Wissenschaft wieder einmal etwas heftiger mit den Glaubenssätzen der Religion(en) in den Konflikt zu kommen. Eigentlich eine gute Gelegenheit für die Gläubigen die Kohärenz ihres Glaubenskonstrukts zu überprüfen.
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #4 am: Juni 15, 2005, 07:03:17 »

Morgen allerseits

Wenn man das ganze mal von der anderen seite sieht :

soll heisen von einfrieren der Stammzellen aus dem Nabelschnurblut
ist doch auch die welt nicht mehr in ordnung die einen meinen es ist die einzige rettung fürs baby die
anderen sagen es gibt doch so viele ander möglichkeiten

gehen alle davon aus das baby's immer tötlich krank sind


meine meinung nach ist es nur reine geltmacherei der ganzen ärzte

wenn man mal tiefer nachfragt kommt man drauf das die ärzte viel geld für ihr zusprechen bzw entnahme bekommen


hatten das problem vor einiger zeit und hat uns 6 monate keine ruhe gelassen ob nun einfrieren oder nicht
hab mich dagegen ausgesprochen

mfg

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deep7
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #5 am: Juni 23, 2005, 06:56:22 »

rein interessehalber; wie viel hätte das einfrieren denn gekostet?

die idee an sich ist finde ich sehr, sehr gut, gabs damals noch nicht.
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #6 am: Juni 26, 2005, 09:36:03 »

rein interessehalber; wie viel hätte das einfrieren denn gekostet?

die idee an sich ist finde ich sehr, sehr gut, gabs damals noch nicht.

hallöchen

zwischen 1500 - 2200 € bei denn verschiedenen firmen

lager zeit zwischen 10 und 30 jahren

heist aber nicht das der teuerste auch die längste zeit hat

mfg

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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #7 am: Juni 27, 2005, 09:57:02 »

Eine teure Sache. Problematisch ist wohl, dass dies sich nicht alle leisten können / wollen. Dann kommt wieder die Diskussion um die "Zweiklassenmedizin". Wobei es ja auch schon (fast) Luxus ist und eigentlich nicht für alle verfügbar sein muss.
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deep7
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Re: Stammzellenforschung
« Antworten #8 am: Juni 27, 2005, 04:05:10 »

Eine teure Sache. Problematisch ist wohl, dass dies sich nicht alle leisten können / wollen. Dann kommt wieder die Diskussion um die "Zweiklassenmedizin". Wobei es ja auch schon (fast) Luxus ist und eigentlich nicht für alle verfügbar sein muss.
Wir, d.h. die Menschheit im allg., haben es best. nicht notwendig, aber wenn es um das Schicksal einzelner geht...
Die Forschung wird andere Wege finden, das Problem zu lösen, die weitaus effizienter sind.
« Letzte Änderung: Juli 21, 2005, 03:47:38 von deep7 » Gespeichert

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