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Autor Thema: Chinas Medienpolitik  (Gelesen 7573 mal)
JR3
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Chinas Medienpolitik
« am: Juni 27, 2005, 09:51:11 »

Microsoft zensuriert

Wer als Nutzer des chinesischen Internet-Angebots von Microsoft über Demokratie schreibt, bekommt eine Fehlermeldung: "Verbotener Begriff, bitte löschen". Beim Dienst des chinesischen Microsoft-Portals zur Einrichtung von Blogs kommt es bei den Begriffen "Freiheit" und "Menschenrechte" zur gleichen Reaktion. Microsoft arbeitet bei der Zensur mit chinesischen Behörden zusammen. (Tagblatt) - 22.06.05

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Was haltet ihr von Chinas Medienpolitik?
Sollten die westlichen Länder strenger gegenüber China sein?
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deep7
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Re: Chinas Medienpolitik
« Antworten #1 am: Juni 27, 2005, 03:45:51 »

http://www.heise.de/tp/r4/html/result.xhtml?url=/tp/r4/artikel/19/19893/1.html&words=Medien%20China der TP-Artikel dreht sich ebenfalls um Chinas Kontrolle über das Internet.

Schon Wahnsinn, wie eine Regierung selbst das vermeintlich frei zugängliche WWW für ihre Zwecke instrumentalisieren / Andersdenkende zensieren kann! Ich zitiere:
"Das Internet, so war die Hoffnung, würde auch totalitäre Systeme untergraben und eine Demokratisierung mit sich bringen. Haben die Menschen erst einmal Zugriff, so könne man den Informations- und Kommunikationsfluss letztlich nicht völlig kontrollieren und zensieren."

"Im Vergleich mit anderen Ländern sei die Kontrolle "umfassend" und "effizient"." Anscheinend betreiben die da drüben einen ganz schönen Aufwand, aber ich denke, dass es in China eine (immernoch) kommunistisch-angehauchte Regierung nicht mehr lange geben wird. Immer lauter werden die Stimmen bezüglich des Umgangs mit Menschenrechten in China, immer größer der Gegensatz arm / reich, parallel zur DDR gibt es auch in China eine Doppelstruktur Regierung/Beruf, d.h. wer nicht Sympathiast der Reg. ist oder gute "Connections" aufweisen kann, der hat so gut wie keine Chance, ohne außenstehende Hilfe oder viel Geld etwas zu erreichen.

Ich muss da an den China-Austausch (von der Schule aus) denken, den mein Bruder vor 3 Jahren mitmachte:
Viele bezweifelten, ob wirklich nur die besten Schüler von der Schule in China am Austausch teilnehmen durften und nicht vielmehr die, deren Familien die besten Beziehungen zu Leuten in hohen Positionen (deren Schuldirektor), haben.

Auch erschreckend:
Der deutschen Lehrerin wurde in China gesagt, dass ein best. Lehrer kein Englisch spräche, als sie sich mit dem unterhalten wollte. Nicht lange dauerte es, als sie sein perfektes Englisch zu Gehör bekam.
Der Grund für das Ganze dürfte wohl klar sein: In China spricht man als Mann nicht ohne weiteres mit einer untergestellten Frau.
« Letzte Änderung: Juni 27, 2005, 03:49:35 von deep7 » Gespeichert

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Re: Chinas Medienpolitik
« Antworten #2 am: Juni 27, 2005, 05:01:17 »

Die Konzerne kümmerten und kümmern sich um die politischen Zustände in den Ländern, in denen sie ihre Standorte haben, in der Regel wenig bis gar nicht. Profit steht an erster Stelle. Das beste Beispiel dafür waren die deutschen Firmen in Zeiten des Nationalsozialismus, die am Leid der Menschen Profit geschlagen haben. Aber dass auch in der heutigen Zeit Microsoft ein menschenverachtendes Regime unterstützt - sollte das auch tatsächlich stimmen -, ist für mich ein Skandal. Die Regierungen westlicher Demokratien sollten entschiedener auf die Missstände in China hinweisen und nicht aus plutokratischen Motiven bewusst die Augen verschließen.
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JR3
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Re: Chinas Medienpolitik
« Antworten #3 am: Juni 28, 2005, 11:24:50 »

Es erstaunt mich auch wie offen die westlichen Konzerne gegenüber Ländern wie China sind. Regelmässig kommen Artikel in den Zeitungen, die beschrieben wie die Konzerne nach China expandieren. Es ist schon ungewöhnlich, wenn ein Konzern nicht den "kommenden Wachstumsmarkt" erobern will.

Der Vergleich ist vermutlich nicht ganz brauchbar, aber die Zusammenarbeit der Länder und Firmen mit dem ehemaligen Regime in Südafrika sah man auch erst später kritisch(er) an.

@ET, ich denke nicht, dass Microsoft offiziell das Regime in China "unterstützt". Ich denke sie nennen das mehr "helfen" oder eben höchstens "zusammenarbeiten". Sonst bin ich ganz deiner Meinung, heute wird zuwenig auf die Probleme in China hingewiesen. China wird fast nur als Aufsteiger und baldiger "Bruder" dargestellt.

@deep7, ein guter Artikel oben. Ich habe zB nicht gewusst, dass auch EMails gefiltert werden. Vielleicht schreiben sie jetzt vermehrt verschlüsselt.
« Letzte Änderung: Juni 28, 2005, 07:09:52 von JR3 » Gespeichert
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