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Autor Thema: Eigene Gedichte  (Gelesen 11772 mal)
deep7
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Eigene Gedichte
« am: Juni 24, 2008, 10:04:57 »

Ein Thread für alle Dichter unter uns  Smiley
Ich mache den Anfang mit zwei (und bis jetzt einzigen) Gedichten aus meiner "Feder". Reaktionen sind natürlich erwünscht.
PS: Die Tabellenfunktion ist echt hübsch  Zwinkernd

Im Bus
Der starre Blick der alten Dame -
Einem Zeugnis gleich der Anteilsnahme.
Wie ist's gekommen,
Dass die Leute - regungslos, bedacht -
Konzentriert den Blick dorthin gewandt,
Wo ja keiner den andern bannt?

Einem Zeugnis gleich der Anteilsnahme
An dem tollen Spiel der Anstandsdame
Kann auch ich mich nicht enthalten
Und den Willen frei entfalten.

Ich wend' mich ab dem Blick der Frau,
Schau' hinaus auf Wiesen, Wälder
Und auf den sanften Glanz der Felder,
Wo Ähren tanzen hin und her im Wind
Wesensgleich dem kleinen Kind.

Dann denkt man an die Jugendjahre -
Wie schön's doch war, gar wunderbar,
Frei zu sein und unberührt
Von jenen geisterhaften Zwängen,
Die wir auch Konventionen nennen.
         
Bis dass der Tod uns scheidet
Erste Liebe, Erster Schuss -
Beflügelt wirst du, Glückerguss.

Doch irgendwann, dann stehst du da
Mit weniger, als vorher war,
- Unbedacht und zu naiv! -
Am Ende, bodenloses Tief.

Denn Gegenwart ist hier und jetzt,
Doch Zukunft ein gefährlich' Netz.

Provoziert von deiner eig'nen Gier
Die Spinne macht Prozess mit dir.

Am Anfang ist dir mollig warm,
Geborgen gleich in Mutters Arm.
Doch ist die Mutter pure Lüge,
Die Spinne spinnt nur fester Züge.

Zu spät erkennst du und hälst inne:
Die Wärme kommt vom Gift der Spinne!

Des Tieres tödlich zart' Kokon
Zehrt dir langsam Leib und Geist davon,
Hält Leib und Geist in sich gefangen -
Was bin ich da nur eingegangen?

Im letzten Atemzug - allein -
Überdenk' ich noch einmal das Sein.

Da liegst du nun in tausend Knochen -;
Endlich bin ich ausgebrochen!
« Letzte Änderung: Juni 24, 2008, 10:11:57 von deep7 » Gespeichert

DeepDaze - Gesellschaft, Glaube, Rausch
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #1 am: Juli 01, 2008, 08:55:27 »

"Bis dass der Tod uns scheidet" finde ich richtig gut! Ironisch, aber tiefsinnig!  Zwinkernd
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deep7
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #2 am: Juli 01, 2008, 03:28:55 »

Ich würde gern wissen, wie du es verstanden hast, E.T.
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #3 am: Juli 01, 2008, 07:14:44 »

Ich bin vorsichtig mit der Interpretation künstlerischer Werke in Gegenwart des Schöpfers selbst. So äußerten sich einige Maler in Bezug auf die Interpretation ihrer eigenen Werke: "Ach ja?! So habe ich es gar nicht gesehen!"  Zwinkernd

Ich denke aber, du wolltest in diesem Gedicht den Kreislauf in der Natur ansprechen, die Endlichkeit des menschlichen Seins und die Geburt neues Lebens (Sexualität). Dass das eine zum anderen gehört, ist uns im Alltag nicht bewußt, wird bzw. verdrängt. Ich weißt nicht... Entstand das Gedicht als Folge einer unglücklichen, aber inzwischen verarbeiteten Liebe?

Das Gedicht stellt letztenendlich die Frage nach dem Sinn des Lebens. Ist der Sinn dieser scheinbar unendliche Kreislauf, der sich immer und immer wiederholt und dem es kein Entrinnen gibt? So oder so ähnlich empfand ich es beim Lesen ...
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australianpenguin
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #4 am: Juli 01, 2008, 08:18:10 »

Mein erster Gedanke war Drogenkonsum.
Gut und hilfreich am Anfang.
Womöglich tödlich am Ende.


Im Bus beschreibt die alltägliche Erfahrung, sobald man älter wird. (Anpassung an die "gesellschaftlichen Zwänge")
Was man früher lächerlich fand, tut man jetzt selbst. Kein Augenkontakt, keine Nähe zu Fremden ...
Die Einsamkeit in der Masse. Die NIchtbeachtung, das Zurückziehen auf sich selbst.
Großstadtleben ...
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deep7
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #5 am: Juli 01, 2008, 08:24:20 »

Zitat
Ich bin vorsichtig mit der Interpretation künstlerischer Werke in Gegenwart des Schöpfers selbst. So äußerten sich einige Maler in Bezug auf die Interpretation ihrer eigenen Werke: "Ach ja?! So habe ich es gar nicht gesehen!"
Das ist das schöne daran. Und ehrlich gesagt liegt auch hier genau der beschriebene Fall vor  Zwinkernd

Auch auf die Gefahr hin, dass dir das Gedicht nicht mehr so zusagt - hier die "Auflösung":
und zwar soll das Gedicht den Leidensweg eines Junkies beziehungsweise das sich wandelnde Verhältnis dessen zu seiner Geliebten darstellen, also zur Droge, die ihn nach anfänglicher zarter Umgarnung schließlich soweit in ihren Bann zieht, "fesselt", ja zerstört, bis er den Tod am Ende als Erlösung begreift. Penguin lag also richtig  Smiley

Den Inhalt des ersten Gedichts ("Im Bus") hast du, Penguin, auch treffend beschrieben.

Ihr habt keine Gedichte?
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Einecke-Berlin
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Re: Eigene Gedichte
« Antworten #6 am: September 03, 2009, 11:22:44 »

Ich hab noch ein schönes gefunden:

"Sonne unser,
die du täglich scheinst auf unsere Module
geheiligt werde deine Stärke
dein Sonnenaufgang komme wie im Norden, so auch im Süden

Unsere tägliche 7kW/kWp gib uns heute.
Behüte uns vor wolkigen und regnerischen Tagen
wie auch vor hagel und Blitzschlag

vergib den auf die Module k@ckenden Vöglen
und schenke uns Wirkungsgrad und Ertrag,
lange Wechselrichter- und Modulelebensdauer

Denn dein ist das Licht und die Photonen
In Ewigkeit (20 Jahre lang)

Scheine auf uns herab.

Amen "

 :)War in einem Forum. Freue mich auf weitere Gedichte von Euch!

« Letzte Änderung: September 03, 2009, 11:30:00 von Einecke-Berlin » Gespeichert

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