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Autor Thema: Psychologie des Ressentiments  (Gelesen 3266 mal)
maywald
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Psychologie des Ressentiments
« am: Februar 28, 2010, 06:08:15 »

Uns allen ist  mittlerweile geläufig, was der Sprachgebrauch der Mächtigen in Staat und Gesellschaft anrichten kann, wenn sich dieser gewisser   Polemiken bedient, um bestimmte Gruppen  der Verfolgung und Verurteilung preiszugeben.   
Es ist die "Psychologie des Ressentiments", welche in einer der konkreten Formulierungen z.B. eines Herrn GuidoWesterwelle, Mitglied des Bundestages seit 8. Februar 1996, seit Mai 2006 Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion, zum tragen kommt.
„Ich spreche aus, was die schweigende Mehrheit denkt“   (bild.de vom 20.02.2010 ), ist ein altbekannter Gemeinplatz,  der das nachträglich rechtfertigen soll, was dem dann folgt.
Ja, sie verwenden für ihre Propaganda die Massenmedien und die machen gerne mit. 
Es versagen in diesem Zusammenhang die so angeblich wertfreien technische und sachliche Ausdrücke eines Verfahrens, welches sich "HARTZ IV" nennt, an diese  Stelle tritt eine Rittmeisterpolemik, welche aus einen normalen Arbeitslosen einen "Asozialen" zu machen wünscht.  Und schon ist die Progromstimmung nahe.
Die Handlung ist dann der Weisheit letzter Schluss.   
Es ist die Weisheit der Menge, der man ansonsten wenig Beachtung schenkt. Sie wird von einem ständigen Redefluss der privilegierten Redeführer in Talkshows und Interviews von bösswilligen Unterscheidungen genährt.  Es sind also nicht die Totschläger, die an erste  Stelle treten, sondern die  Unterscheider.   Jene Entscheidungsträger, welche zwischen links und rechts unterscheiden, zwischen gut und böse, zwischen gemeinschaftsfähig und asozial.
Die Ent- und Unterscheider sind meist recht gebildete Leute, die den Bildungsfernen medial ihre Weltsicht aufdrängen und sie zu den eigentlichen Vollstreckern ihrer Ideologie werden lassen.  Es ist eine Sichtweise vermittelt durch die Massenmedien und ein daraus konstruiertes Welt- und Menschenbild.
Es ist also das Ressentiment des vornehmen Menschen, der aus beschämter Ohnmacht gegen die aufbegehrt, die das an materieller Teilhabe beanspruchen, was sie für sich als selbstverständlich reklamieren.  Sie sind doch die "Leistungsträger".   Die anderen wollen nur den "anstrengungslosen Wohlstand", den es so ja anscheinend nicht geben darf.
"Leistung muss sich lohnen, und es gibt keinen Wohlstand ohne Anstrengung". Das wissen auch die Arbeitslosen, die vorher zwanzig Jahre und mehr im Berufsleben standen und sich einen bescheidenen Wohlstand verdienten, den sie jetzt sukzessive verlieren.  Dazu kommt noch die Häme der Besserverdiener, welche ihnen unterstellen, das sie Faulenzer und Schmarotzer seien, die den Staat schamlos ausbeuten.  Wie war das???  -  Verkehrte Welt.   Ich wusste nicht, dass der Staat ein milliardenschweres Rettungspaket für Hartz-IV-Empfänger schnüren musste.  Habe ich da etwas falsch verstanden? Ja, aber natürlich!   Grinsend Grinsend Grinsend Grinsend


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flohzinn
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Beiträge: 3


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Re:Psychologie des Ressentiments
« Antworten #1 am: März 04, 2010, 10:26:22 »

Also zunächst muss ich ja mal erwähnen, dass ich sehr neu hier bin und es mir vielleicht nicht zusteht an diesem Thema sofort kritisch mit einzusteigen. Jedoch sehe ich das teilweise genauso wie es beschrieben wurde jedoch muss man sich auch vor Augen halten, dass ein Elektroinstallateur der jeden Morgen mit dem Roller zur Arbeit fährt um seine Frau und sein Kind zu ernähren etwa 2000 Euro mit nach Hause bringt. Würde er nicht arbeiten gehen (was für ihn auch garnciht in Frage kommt) würde er in seinem Fall etwa 1600€ an Hartz4 Leistungen vom Staat erhalten. Er würde sich jedoch den Weg zur Arbeit sparen, was bedeutet er braucht weniger Benzin, eil er nciht so hart arbeiten muss benötigt er weniger zu Essen und seine Arbeitskleidung muss er auch nciht mehr waschen, spart also noch Strom, Wasser und Reinigugsmittel. Wenn man dann in den täglichen Fernsehsendungen die häufig Jugendlichen sieht die auf der Strasse stehen und nach eigenen Aussagen "keinen Bock" auf Arbeit haben wird zumindest mir schon etwas komisch. ICh denke dass es diese Unterschiede sind die Westerwelle meint wenn er sagt, dass sich Arbeit wieder lohnen muss. Meine ganz persönliche Meinung zu dem Thema ist, dass es viel zu viele Menschen gibt, die einfach mit dem Thema Arbeit schon abgeschlossen haben, leider. Vielleicht können Sie aber auch selbst nichts dafür, wenn man immerwieder hört, dass viele LEhrstellen frei bleiben, da die Bewerber keinen ausreichenden Schulabschluss abgelegt haben. Oder bin ich auch schon zu sehr Mediengesteuert Huch
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Der frühe Vogel fängt vielleicht den Wurm, aber die zweite Maus bekommt den Käse.
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