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Neues zu Titans Geheimnissen am 21. Januar
19.01.2005 | 14:02 Uhr

Eine Woche nach dem erfolgreichen Abschluß der Huygens-Mission zur Atmosphäre und Oberfläche des größten und geheimnisvollsten Saturnmondes, Titan, führt die ESA einige der für die Sonde zuständigen Wissenschaftler zusammen, um die ersten Ergebnisse der Auswertung der mit ihren Instrumenten gesammelten Daten vorzustellen und zu erläutern.

Nach einer Reise von 4 Milliarden km durch das Sonnensystem, für die sie fast sieben Jahre gebraucht hat, war Huygens am 14. Januar um 11.13 Uhr MEZ in die dunstige Atmosphäre des Titan eingetaucht und um 13.45 Uhr auf seiner gefrorenen Oberfläche gelandet. Nach ihrem Aufsetzen hat sie noch mehrere Stunden lang Daten gesendet, selbst als der Cassini-Orbiter bereits hinter dem Horizont verschwunden war und die Speicherung der empfangenen Daten eingestellt hatte, um sie zur Erde weiterzuleiten. Cassini hat während einer Dauer von 1 Stunde und 12 Minuten Daten in hervorragender Qualität von der Oberfläche des Titan empfangen.

In 3 Stunden und 44 Minuten wurden mehr als 474 Megabytes an Daten von Huygens empfangen, darunter etwa 350 Photos, die während des Abstiegs und am Boden entstanden sind und die eine allem Anschein nach von Erosion geformte Landschaft mit Kanälen und küstenähnlichen Gebieten und sogar kieselsteinförmigen Gegenständen auf der Oberfläche zeigen.

mehr zur:
Cassini-Huygens-Mission
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Meilensteine der Mission
Saturn: Zahlen und Daten
Fotogalerie: Cassini-Sonde
Fotogalerie: Huygens Landung
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Die Atmosphäre wurde ab einer Höhe von 160 km erkundet, und es wurden Proben genommen, deren Analyse eine einheitliche Mischung aus Methan und Stickstoff in der Stratosphäre ergab. Von der Troposphäre bis hinunter zur Oberfläche nahm die Methankonzentration zu; außerdem wurden in etwa 20 km Höhe Methanwolken und in unmittelbarer Nähe der Oberfläche Methan- oder Äthannebel entdeckt.

Das von der Sonde ausgesandte Signal, das von einem weltumspannenden Netz von Radioteleskopen auf der Erde aufgefangen wurde, gestattet die Berechnung ihrer tatsächlichen Abstiegsbahn mit einer Genauigkeit von bis zu 1 km und der auf Titan herrschenden Windgeschwindigkeiten. Die ersten Analysen des Signals deuten darauf hin, daß Huygens noch mindestens drei Stunden nach der Landung funkte. Nun werden spätere Aufzeichnungen ausgewertet, um festzustellen, wie lange Huygens Daten von der Titanoberfläche übertrug.

In verschiedenen Höhen von 125 bis 20 km über der Oberfläche des Mondes wurden Aerosolproben aus der Atmosphäre entnommen und an Bord der Sonde analysiert. Tonaufnahmen während des Abstiegs, die mögliche Donnergeräusche von entfernten Blitzen aufspüren sollten, liefern eine aufregende akustische Untermalung.

Nach dem sanften Aufsetzen der Sonde mit einer Geschwindigkeit von ca. 4,5 m/s wurde eine Reihe von Instrumenten ausgefahren, die sofort große Datenmengen über die Struktur und Beschaffenheit der Titanoberfläche zu senden begannen, die an mit einer dünnen Kruste überzogenen nassen Sand oder Lehm erinnert und hauptsächlich aus einem Gemisch von trübem Wassereis und Kohlenwasserstoffeis zu bestehen scheint, weshalb der Boden dunkler als erwartet ist. In Bodenhöhe wurde eine Temperatur von rund – 180 °C gemessen.

Die ersten spektakulären Ergebnisse wurde noch am 15. Januar präsentiert, kurz nachdem die Wissenschaftler Zugang zu ihren Daten erhalten hatten. Nach einer mehrtägigen Verarbeitung und Auswertung der Daten werden die Wissenschaftler am Freitag, den 21. Januar auf einer für 11 Uhr MEZ anberaumten Pressekonferenz in der Hauptverwaltung der ESA in Paris genauere Einblicke in diese exotische ferne Welt geben. Die Veranstaltung wird in verschiedenen anderen Einrichtungen der ESA übertragen.

Zu der Pressekonferenz werden folgende Teilnehmer erwartet:

David Southwood (Direktor für das Wissenschaftsprogramm der ESA), Jean-Pierre Lebreton (Huygens-Projektwissenschaftler und -Missionsleiter der ESA), Marcello Fulchignoni (Hauptexperimentator für das Huygens-Atmosphärenstrukturinstrument (HASI) von der Universität Paris/Observatorium Paris-Meudon, Frankreich), Martin G. Tomasko (Hauptexperimentator für das abbildende Abstiegs-Spektralradiometer (DISR) von der University of Arizona in Tucson, USA), John C. Zarnecki (Hauptexperimentator für das wissenschaftliche Oberflächenmodul (SSP) von der Open University in Milton Keynes, Vereinigtes Königreich), Guy Israel (Hauptexperimentator für das Aerosol-Sammel- und Pyrolysegerät (ACP) vom CNRS, Aeronomie-Abteilung, in Verrières-le-Buisson, Frankreich), Toby Owen (Interdisziplinärer Cassini-Wissenschaftler für die Atmosphären von Titan und Saturn vom Institut für Astronomie in Honolulu, USA).

Quelle: Pressemitteilung ESA





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