Heiliges Römisches Reich

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Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation war ein politischer Zusammenschluss von Ländern West- und Mitteleuropas. Das Reich entstand aus dem karolingischen Ostfrankenreich aus der Dynastie der Ottonen und bestand vom 10. Jahrhundert bis zur Gründung des Rheinbunds im Zuge der Napoleonischen Kriege im Jahre 1806.

Das Reich wurde seit dem 12. Jahrhundert zur Betonung der Gleichstellung der kaiserlichen mit der päpstlichen Macht "Heiliges Römisches Reich" genannt, wozu im Spätmittelalter der Zusatz "deutscher Nation" trat.

Erste urkundliche Belegung des Namens des Reiches geht auf das Jahr 1157 zurück (Sacrum Imperium) und mit dem Zusatz römisch auf das Jahr 1254 (Sacrum Romanum Imperium).

Das Heilige Römische Reich war ein monarchisch geführter, ständisch geprägter Staat, der vom Kaiser und den Reichsständen regiert wurde. Im Laufe seines Bestehens veränderte sich ständig der Verlauf der Reichsgrenzen. In seiner größten Ausdehnung umfasste das Heilige Römische Reich beinahe das gesamte Gebiet des heutigen Mittel- und Teile Südeuropas.

Das Reich verstand sich nicht als Nationalstaat. Neben der deutschen Bevölkerung mit ihren vielfältigen Kulturen und Dialekten lebten im Heiligen Römischen Reich Slawen und Latein sprechende Ethnien, aus denen sich moderne romanische Sprachen entwickelten.

Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation endete am 6. August 1806 mit der Niederlegung der Reichskrone durch Kaiser Franz II. aufgrund die Gründung des Rheinbunds während der Napoleonischen Kriege.